Ernst Fredrik Werner Alexanderson

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Ernst Fredrik Werner Alexanderson (* 25. Januar 1878 in Uppsala; † 14. Mai 1975 in Schenectady) war ein schwedisch-amerikanischer Elektroingenieur.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexanderson studierte in Lund, an der Technischen Hochschule Stockholm und bei Adolf Slaby an der Technischen Hochschule Charlottenburg. 1902 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus.

Alexanderson war kurze Zeit bei General Electric (GE) angestellt, als GE einen Auftrag von Reginald Fessenden erhielt, einen Maschinensender für Langwellensender zu bauen, einen sogenannten Alternator, der 1000mal stärker sein sollte als existierende. Das Kernstück eines Maschinensenders ist ein Generator oder Dynamo mit vielen Polen, der von einem Motor auf hohe Umdrehungszahl angetrieben wird. Die Alexanderson-Sender liefen auf ca. 17 kHz.

Zwei Jahre später, 1906, stellte Alexanderson den fertiggestellten Alexanderson-Alternator vor, der in Fessendens Funkstation in Brant Rock (Massachusetts) installiert wurde. Am Weihnachtsabend führte Fessenden die erste Rundfunkübertragung durch, bei der er selbst Violine spielte und aus der Bibel las. Die Sendung wurde sogar auf Schiffen im Karibischen Meer empfangen.

Der einzige noch funktionsfähige Sender dieser Art befindet sich in dem Längstwellensender Grimeton nahe Varberg (Schweden). Er ist ein Musterbeispiel der Rundfunktechnik aus der vor-elektronischen Zeit und steht seit 2004 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Am 5. Juni 1924 gelang Alexanderson die erste Fax-Übertragung über den Atlantik. Alexanderson war auch an der Entwicklung des Fernsehens beteiligt. 1928 entwickelte er einen Drehspiegel-Projektor für zwei Meter große Fernsehbilder. Alexanderson blieb bis ins hohe Alter aktiv und arbeitete in den 1950er Jahren als Berater für GE und die Radio Corporation of America. Er erhielt insgesamt 344 Patente, das letzte 1973 im Alter von 94 Jahren. Er ist im Vale Cemetery in Schenectady begraben.

1944 erhielt er die IEEE Edison Medal und 1983 wurde er in die National Inventors Hall of Fame eingeführt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Curt Rint (Hrsg.): Handbuch für Hochfrequenz- und Elektro-Techniker. V. Band. Fachwörterbuch. Berlin : Verlag für Radion-Foto-Kinotechnik, 1967, S. 795

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographie von Ernst Fredrik Werner Alexanderson (offline)
  2. IEEE Edison Medal, 1944, Ernst Fredrik Werner Alexanderson