Ernst Innozenz Hauschild

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Ernst Innozenz Hauschild (* 1. November 1808 in Dresden; † 6. August 1866 in Leipzig) war ein deutscher Reformpädagoge.

Grabstein Ernst Innozenz Hauschild, Alter Johannisfriedhof Leipzig

Hauschild war 1830 Lehrer an der Erziehungsanstalt Amalienburg bei Grimma/Sachsen, dann in Dresden und Leipzig. Dort führte er 1855 das Mädchenturnen ein. Im Jahr zuvor hatte er sich der Leipziger Freimaurerloge Apollo angeschlossen. Von 1857 bis 1859 war er Schulleiter in Brünn und seit 1859 Direktor einer Bürgerschule in Leipzig, wo er sich für Schulreformen einsetzte. 1864 griff Hauschild den seinerzeit ungewöhnlichen Wunsch des 1861 verstorbenen Moritz Schreber nach kindgerechten Spiel- und Turnplätzen auf und legte mit über 250 Männern und Frauen aus dem Leipziger Bürgertum den sogenannten „Schreberplatz“ an. Eigentlich ein Schulverein, der in Zusammenarbeit mit den Eltern seiner Schüler entstanden war, wollte man ihn aber weder Schul- noch Erziehungsverein taufen und so benannte man ihn zu Ehren des verstorbenen Schreber. Später entwickelte sich dann daraus der Schrebergarten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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