Ernst Julius Gurlt

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Ernst Julius Gurlt

Ernst Julius Gurlt (* 13. September 1825 in Berlin; † 8. Januar[1][2] 1899 in Berlin) war ein deutscher Chirurg und Medizinhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war ein Sohn des Veterinärmediziners Ernst Friedrich Gurlt. Er selbst war ein Schüler von Bernhard von Langenbeck. Nach dem Medizinstudium (1844 bis 1848) habilitierte er sich 1853 in Berlin für Chirurgie und wurde 1862 außerordentlicher Professor. Über ein Jahrzehnt war er Professor an der Kaiser-Wilhelm-Akademie.

In seinem ersten Bericht zur Narkosestatistik 1891 berichtete er von 24.625 Narkosen. Sein sechster und letzter Bericht 1897 gibt Auskunft über die Jahre 1895/96 (29.526 Narkosen) und 1896/97 (32.009 Narkosen). Unter anderem fragte er nach „uebelen Zufällen bei und nach den Narkosen“ (Asphyxien und Todesfällen). Die Statistiken waren eine der ersten Maßnahmen zur Qualitätssicherung[3] und führten zu häufigerer Verwendung von Äther anstatt Chloroform.

Seine dreibändige Geschichte der Chirurgie und ihrer Ausübung von 1898 ist im Wesentlichen auf eine „reine Inhaltsanalyse einzelner Werke“ beschränkt.[4] An dem Buch arbeitete er 15 Jahre.

Gurlt starb als Geheimer Medizinalrat[5] am 8. Januar 1899 an einer Grippepneumonie.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Ernst Gurlt – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. karger.com: Tagesnachrichten und Notizen.
  2. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 1949. In: Langenbecks Archiv für Klinische Chirurgie. Band 264 (Kongressbericht), Springer, Berlin/Heidelberg 1950, S. XXXIX (Google-Books).
  3. W. Röse: Die „Narkotisierungsstatistik“ von Ernst Julius Gurlt aus dem Jahre 1895 – Ein früher Beitrag zur Qualitätskontrolle in der Anästhesie. In: Anaesthesiol. Reanim. Band 20, 1995, S. 157–161.
  4. Sönke Drewsen: Was leistet die transzendental-gnoseologische Auffassung der Wissenschaftstheorie für Medizintheorie und Medizingeschichte? In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 8, 1990, S. 33–40; hier: S. 37
  5. Neueste Nachrichten: Berlin, 9. Januar. In: Thorner Presse. Jahrgang 17, Nr. 8, Dienstag 10. Januar 1899, S. 3.