Ernst Kahl

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Ernst Kahl (* 11. Februar 1949 bei Kiel)[1] ist ein deutscher Cartoonist, Maler, Autor und Sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kahl brach zwei Lehren ab, bevor er einige Semester an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studierte. Nebenbei arbeitete er als Leichenwäscher in einem Krankenhaus.[1]

Einem größeren Publikum ist Kahl als Vertreter der Komischen Kunst bekannt, vor allem durch seine satirischen Illustrationen. Seine Cartoons, Bilder und Bildergeschichten erschienen und erscheinen unter anderem in pardon, konkret, Titanic, Kowalski, stern, Süddeutsche Zeitung, Der Feinschmecker und Natur.

Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigte 1994 eine große Einzelausstellung. 1995 eröffnete die Galerie für Komische Kunst Caricatura in Kassel mit der Werkschau 121 Meisterwerke – Ernst Kahl und die Kunst. Das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main zeigt vom 7. Februar bis 12. Mai 2019 zu Ernst Kahls 70. Geburtstag eine Ausstellung unter dem Titel "Vergessene Katastrophen".[2][3] Dazu erschien im Verlag Kunstmann (München) unter der ISBN 978-3-95614-311-3 ein Katalog.

Kahl ist mit der Künstlerin Eva Muggenthaler verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Die Familie lebt bei Husum und in Hamburg.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchveröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bestiarium Perversum. Band 1. Galgenberg, Hamburg 1985, ISBN 3925387021
  • Ernst Kahls Tierleben: Ein tierisches Erotikon. Haffmans, Zürich 1996, ISBN 3251002694
  • Ernst Kahls Tafelspitzen: Kulinarische Pannen und andere Delikatessen. Kein & Aber, Zürich 2001, ISBN 3036952012
  • Das letzte Bestiarium Perversum, 2005, ISBN 3036952306
  • Prost Mahlzeit! Kein & Aber, Zürich 2010, ISBN 9783036952789

Außer seinen Veröffentlichungen als Hauptautor sind seit 1983 zahlreiche Bücher erschienen, an denen er als Illustrator beteiligt war, darunter Kinderbücher, Sachbücher und Gedichtbände.

Musik-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Gitarristen Hardy Kayser als Duo „Ernst Kahl & Kayser“:

  • Im Kühlschrank brennt noch Licht (1996)
  • Der Cowboy weint (2000)
  • Täglich frisch (2001, mit Eva Muggenthaler)

Skulpturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 wurde Kahls Skulptur Die Braut des Maurers im Rahmen der Caricatura III vor dem Kasseler Kulturbahnhof installiert. Die gut zwei Meter hohe Mauer hat auf ihrer Stirnseite eine vertikale Öffnung in Hüfthöhe, der Künstler bezeichnete sie selber als „Erotische Skulptur“. Sie galt als Antwort auf die auf aufwändige Außenkunstwerke verzichtende Documenta 10.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Regisseur und Drehbuchautor:

  • Archie (1994, Kurzfilm)
  • Der Lober (1996, Kurzfilm)
  • Everybody Glad in Trinidad (1996, Kurzfilm)

Als Drehbuchautor:

Als Schauspieler:

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise, Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Anika Riegert: Ernst Kahl – er malt kulinarische Tafelspitzen. In: Hamburger Abendblatt vom 21. Juli 2004, abgerufen am 13. August 2014.
  2. http://caricatura-museum.de/ernst-kahl.html
  3. Thomas Stillbauer: Der Magier des Undenkbaren. In: Frankfurter Rundschau vom 7. Februar 2019, S. D 4- D5.
  4. Der Göttinger Elch 2007
  5. Preisträger des Wilhelm-Busch-Preises: Wilhelm-Busch-Preis 2011. In: wilhelm-busch-preis.de. Abgerufen am 12. Oktober 2017.