Ernst Schrumpf

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Ernst August Max Schrumpf (* 30. Oktober 1863 in Weimar; † 1941) war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schrumpf durchlief das Lehrerseminar seiner Heimatstadt Weimar, verließ es aber recht bald und schlug 1882 eine Bühnenlaufbahn ein. In Weimar beginnend waren folgende Städte weitere Bühnenstationen des Mimen: Dessau, Stuttgart, Königsberg, Zürich, Mainz, Hamburg, Berlin, Prag und schließlich zwölf Jahre lang München, wo er ab 1903 das Münchner Volkstheater leitete. In diesen Jahrzehnten spielte Schrumpf quasi die gesamte Rollenpalette: Vom Striese (aus dem Schwank “Der Raub der Sabinerinnen”) über den Macbeth bis zu König Philipp II.

Mit zunehmendem Alter wandte sich Schrumpf von der Bühne ab und widmete sich mit Beginn der 1920er Jahre ganz dem Film. Dort übernahm er jede Art von kleinen Rollen: Mal sah man Schrumpf als einen Dichter, als einen Chefredakteur und schließlich sogar als Patriarchen von Jerusalem. Keiner dieser Filme besaß besondere Bedeutung. Nach 1924 trat Ernst Schrumpf kaum mehr als Filmschauspieler in Erscheinung und musste sich im Tonfilm mit wenigen, bisweilen winzig gewordenen Aufgaben begnügen.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1921: Villa Mephisto
  • 1921: Die Rattenmühle
  • 1921: Die rote Fledermaus
  • 1921: Die sündige Vestalin
  • 1921: Eine Mörderin
  • 1922: Im Rausche der Milliarden
  • 1922: Jägerblut
  • 1922: Der schwarze Harlekin
  • 1922: Nathan der Weise
  • 1923: Die Tragödie einer Liebesnacht
  • 1923: Um Recht und Liebe
  • 1923: Gehetzte Frauen
  • 1924: Die Galgenbraut
  • 1924: Die Schuld
  • 1932: Tod über Shanghai
  • 1933: Die weiße Majestät
  • 1934: Das Erbe von Pretoria
  • 1935: Das Stahltier
  • 1941: Jenny und der Herr im Frack

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Mühsam / Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926. S. 160

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]