Ernst Stötzner

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Ernst Stötzner (* 1952 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

Ernst Stötzner wurde 1974 an der staatlichen Schauspielschule in Frankfurt am Main angenommen. Nach dem Schauspielstudium fand er seine künstlerische Heimat 1978 an der Berliner Schaubühne. Als Schauspieler arbeitete er mit Regisseuren wie Peter Stein, Luc Bondy oder Klaus Michael Grüber zusammen und gewann 2002 eine Auszeichnung als bester Schauspieler Nordrhein-Westfalens. Außerdem war er Sprecher in Hörstücken und Konzerten von Heiner Goebbels. 1995 spielte er die Rolle des Franz in Emir Kusturicas Underground.

Von der Spielzeit 2006/07 bis 2009/10 war Stötzner Mitglied im Ensemble im Deutsches Theater Berlin. Für seine dortige Darstellung des Puck im Sommernachtstraum unter der Regie von Jürgen Gosch erhielt Stötzner den Gertrud-Eysoldt-Ring 2007. 2008 spielte er die Titelrolle in Richard III. unter der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble. Seit der Spielzeit 2009/10 ist Stötzner wieder Ensemblemitglied an der Berliner Schaubühne.

Seit Ende der 1980er Jahre arbeitet Stötzner auch als Regisseur. Inszenierungen waren an der Schaubühne Heimweh von Jung, 1989, Archäologia von Alexei Schipenko, 1993, am Berliner Maxim Gorki Theater Die Unbekannte aus der Seine von Horváth, 1991, am Nationaltheater Mannheim Kabale und Liebe von Schiller, 1995, am Schauspielhaus Zürich Zyriko von Alexei Schipenko, 1998, am Schauspielhaus Bochum Hedda Gabler von Ibsen und Wahlverwandschaften von Goethe.

2012 sprach er den Simon Dedalus im Hörspiel Ulysses nach James Joyce, dem mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und einer der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

2013 wurde Stötzner für seine Nebenrolle des fremdgehenden Ehemanns von Corinna Harfouch in Hans-Christian Schmids Was bleibt für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]