Ernst Wechselberger

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Ernst Wechselberger (* 26. Januar 1931; † 18. Januar 2013 in Luzern) war ein deutscher Fußballspieler.

Laufbahn[Bearbeiten]

Der Stürmer spielte in den Jahren von 1951 bis 1954 beim TSV 1860 München (42 Spiele, 22 Tore) und wechselte dann zum Duisburger SpV in die Oberliga West. In seinem ersten Jahr erzielte er zwölf Saisontore in 30 Einsätzen, 1955/56 bekam er keine Freigabe für einen Wechsel in die Schweiz und machte daraufhin in der Saison kein Spiel mehr für den Verein. Dazu der damalige DSV-Kapitän Willi Koll:

Der DSV hatte seinerzeit einen Mäzen und der Verein fragte mich einmal, weil ich der Spielführer war, ob man dem Wechselberger 5000,- DM zahlen solle, damit er bleibt. Ich habe gesagt, das könne man nicht machen. Man könne nicht dem einen 5000,- DM zahlen und den anderen einfach nichts geben. Ich habe auch gesagt, wir bräuchten den Wechselberger, er war unser Mittelstürmer und ein wirklich guter. Da habe ich dann gesagt, wenn das keiner erfährt, ich würde auch nicht darüber sprechen.

Willi Koll[1]

Die folgende Spielzeit wurde die erfolgreichste Runde des Torjägers, als er mit dem Spiel-Verein 1956/57 in der Westliga die Vizemeisterschaft erreichte und damit in die Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1957 einzog. Dort belegte er mit seinen Mannschaftskameraden Willi Koll, Walter Münnix, Rolf Benning und Hans Lohmann mit 4:2 Punkten hinter dem Hamburger SV den zweiten Gruppenplatz. In den drei Endrundenspielen gegen den HSV (1:1), 1. FC Saarbrücken (3:1) und 1. FC Nürnberg (2:2) erzielte er vier Tore.

Im Sommer 1957 folgte sein Abschied in die Schweiz.[2] Trainer Albert Sing lotste Ernst Wechselberger zu den Young Boys Bern, wo er Kurt Linder als Sturmführer ablöste und mit dem Klub von 1958 bis 1960 dreimal in Folge Schweizer Fußballmeister wurde. Er wurde 1958 mit 22 Toren Torschützenkönig in der Nationalliga A. Zudem stand er mit den Bernern 1959 im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister. Für den Verein erzielte “Wächseler”, wie er genannt wurde, insgesamt über 100 Pflichtspieltore.[3]

Wir hatten damals in Bern unter Albert Sing ein ausgezeichnetes Team beieinander. Wenn ich das Tor nicht machte, waren da noch Willy Schneider, Geni Meier, Toni Allemann und andere. Viele von uns waren damals ganz vorne in der Skorerliste anzutreffen.

Ernst Wechselberger[3]

In der Saison 1964/65 übernahm Ernst Wechselberger das Amt des Spielertrainers beim FC Luzern, für die er noch bis 1969/70 aktiv war.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DSV Historie
  2. YB-Legende Ernst Wechselberger verstorben.
  3. a b Der BSC Young Boys trauert um Ernst Wechselberger Nachruf der BSC Young Boys vom 19. Januar 2013
  4. Der FC Luzern trauert um Ernst Wechselberger. Nachruf des FC Luzern