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Ernst Wilhelm Rudolph von Troschke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ernst Wilhelm Rudolph Freiherr von Troschke (* 20. Oktober 1762 auf Gut Thiemendorf; † 24. Mai 1839 in Weißig (Kreis Crossen)) war ein preußischer Leutnant und Landrat.

Ernst Wilhelm Rudolph von Troschke war der Sohn von Ernst Gotthilf von Troschke (1724–1786), preußischer Oberst und Kommandeur im Infanterie-Regiment Alt-Woldeck, Erbherr auf Daube, Amtshauptmann von Carzig und Domherr zu Minden. Seine Mutter war Louise Wilhelmine (1744–1813), geb. von Oppell aus dem Hause Thiemendorf.[1] Seine beiden Brüder waren Carl Anton Ferdinand (* 1769), preußischer Capitain und Gustav Gotthilf (* 1772), preußischer Cornet.

Nach seinem Eintritt in den preußischen Militärdienst stieg er im Infanterie-Regiment Prinz Leopold von Braunschweig bis zum Rang eines Leutnants auf. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er später vom Militärdienst verabschiedet. Nach dem Tod von Johann Ernst von Oppell im März 1791 wurde er von den Ständen zu dessen Nachfolger als Landrat des Kreises Crossen gewählt. Aufgrund seines jungen Alters wurde er zwar kurzzeitig von der Ritterschaft abgelehnt, eine Kabinettsresolution vom 23. Mai 1791 bestätigte letztlich dennoch das Wahlergebnis. Nachdem er sein Rigorosum am 8. Oktober 1791 bestanden hatte, wurde er 13. Oktober des Jahres zum Landrat bestallt. Das Amt als Landrat übte er bis zum Jahr 1828 aus, ihm im Amt folgte August von Rheinbaben.

Von Troschke war seit dem 6. Februar 1788 in erster Ehe mit Eleonore Henriette Tugendreich (1767–1790), geb. von Oppell, verheiratet. Nach ihrem Tod vermählte er sich am 1. Juni 1794 mit Wilhelmine Johanne (1775–1930), geb. von Kracht. Am 18. März 1797 wurden er seine Brüder in den Freiherrenstand erhoben.[2] Seit 1802 saß er auf Weißig im Kreis Crossen, seine Güter wurden seinerzeit auf etwa 50.000 Taler taxiert. 1839 starb von Troschke als Miteigentümer von Thiemendorf und Ritter des Johanniterordens. Er hinterließ die beiden Söhne Ernst Friedrich Wilhelm (1795–1858), preußischer Major und Eduard Heinrich (* 1796).

Einzelnachweise

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  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Band XV, S. 32 C. A. Starke Verlag, Limburg 2004.
  2. Gothaisches genealogisches taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Band 58, Gotha, 1908, Justus Perthes in der Google-Buchsuche S. 793