Ernst Wilhelm von Baumbach

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Ernst von Baumbach, Stich von Christian Pfann (1854)

Ernst Wilhelm von Baumbach (* 13. Dezember 1791 in Nentershausen; † 7. August 1860 in Stuttgart) war ein württembergischer Generalleutnant und Gouverneur von Stuttgart.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Wilhelm von Baumbach war der dritte Sohn des kurhessischen Landrats Ludwig Wilhelm von Baumbach (1755–1811) und dessen Ehefrau Sophie Christine von Wangenheim (1764–1841). Seine Schwester Sophie (1785–1869) war mit Wilhelm Ludwig von Eschwege verheiratet.

Ernst von Baumbach trat in die Württembergische Armee ein und nahm als Premier-Leutnant im Infanterie-Regiment Nr. 1 Prinz Paul an Napoleons Russlandfeldzug 1812 teil. 1816 wurde Hauptmann von Baumbach an Stelle des Hauptmanns von Faustigny zum württembergischen Geschäftsträger im Hauptquartier des Herzogs von Wellington ernannt. 1819 verlieh ihm Wellington den Bathorden. Baumbach war von 1818 bis 1835 württembergischer Militärbevollmächtigter bei der deutschen Bundesversammlung. Später wurde er zum Gouverneur von Stuttgart ernannt.

1838 schrieb Baumbach unter Verwendung der Aufzeichnungen seines Kriegskameraden Wildermuth ein Tage-Buch von 1812 im Umfang von 279 Seiten, in dem er über den Russlandfeldzug berichtete. Der militärische Nachlass Ernst von Baumbachs befindet sich im Hauptstaatsarchiv Stuttgart unter der Signatur M 660/053.

Ernst von Baumbach war mit Louise van der Hoop (* 1801), Tochter des holländischen Majors Adrian van der Hoop und dessen Ehefrau Anna Gertrud Kolff (1769–1838), verheiratet. Deren Sohn Ernst Ludwig (1823–1880) heiratete Mathilde van der Hoop und hatte die Söhne Ernst Ludwig (* 1853), Walter (* 1863) und Friedrich Adolph (* 1873).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1858, Seite 33

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August von Baumbach: Geschichte der zur althessischen Ritterschaft gehörenden Familie von Baumbach. Marburg 1886, S. 44 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]