Ernst Wolff (Journalist)

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Ernst Wolff (* 1950 in Südostasien) ist ein deutscher Autor und Journalist. Sein Schwerpunkt ist die Kritik des globalen Finanz- und Geldsystems, besonders der Rolle des IWF, der Weltbank, der Federal Reserve, des Bretton-Woods-Systems und des weltweit verbreiteten Fiatgeldes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolff wuchs in Südostasien auf und ging in Deutschland zur Schule. Nach eigenen Angaben musste er die USA verlassen, nachdem er Artikel veröffentlicht hatte, in denen er den Vietnamkrieg kritisierte. Er war in unterschiedlichen Berufen tätig, unter anderem als Journalist, Dolmetscher und Drehbuchautor.

Wolff ist geschieden, Vater von zwei erwachsenen Kindern und lebte 2017 im Großraum Berlin.[1]

Publikationen und Videosendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Bücher, die vor allem im Tectum-Wissenschaftsverlag veröffentlicht wurden, handeln von den wechselseitigen Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft, insbesondere von der Geld-[2] und Finanzwirtschaft[3][4] und von dem Internationalen Währungsfonds (IWF).

Weltmacht IWF stand auf der Spiegel-Bestsellerliste für Bücher im Bereich Wirtschaft.[5][6] Finanztsunami stand auf Platz eins der Bestseller im Bereich Wirtschaft des Manager Magazins.[7]

Wolff publiziert Artikel in Onlinemagazinen wie telepolis und Rubikon sowie in Politblogs. Er produziert Videosendungen mit KenFM, etwa die Serie The Wolff of Wall Street, mit Klagemauer.tv (kla.tv), nuoviso und anderen Youtubekanälen. Er wird auch bei Sputnik News als Autor geführt[8] und wurde von RT Deutsch als Wirtschaftsjournalist interviewed.[9] Er publiziert auch Artikel im Contra Magazin,[10] auf goldseiten.de,[11] den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.[12]

Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzuges (2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhalt

Nach dem Vorwort stellt Wolff zunächst die Entstehung des IWF dar. Sie beginnt nach Wolff mit der Konferenz von Bretton Woods und der Durchsetzung des Konzepts von Harry Dexter White. Zum Auftakt der Gründung des IWF 1945 habe es eine „Erpressung“ gegeben: „Die USA knüpften einen Kredit in Höhe von 3,75 Mrd. Dollar, den Großbritannien wegen seiner Kriegsschulden dringend benötigte, kurzerhand an die Bedingung, dass das Königreich dem vorliegenden Abkommen ohne Wenn und Aber zustimmte.“

Im Nachkriegsboom habe der IWF dann vor allem über die unabhängig gewordenen afrikanischen Staaten sein „Netz“ ausgeworfen. In den siebziger Jahren hätten zwei Erfahrungen den IWF geprägt: einerseits die neoliberalen Reformen des IWF und der Chicago Boys in Pinochets Chile, zum anderen die Einmischung der USA in die Souveränität Großbritanniens. Mit den vom IWF als Bedingung für die Kreditvergabe geforderten Strukturanpassungsprogrammen, hauptsächlich Privatisierung und Deregulierung, habe der IWF sein Vorgehen systematisiert und einzelne Finanzierungskriterien immer mehr auf gesamtwirtschaftliche und politische Forderungen erweitert, die die jeweiligen Staaten in einem Letter of Intent als eigene Ziele in ihrem Antrag auf den Fördervertrag formulieren müssen.

Der IWF habe sich zum globalen Krisenmanager entwickelt, was sich zunächst in der lateinamerikanischen Schuldenkrise gezeigt habe. Die Folgen der Maßnahmen hätten in dieser Situation erstmals zu Widerstand geführt. Auch bei der Wiedereinführung des Kapitalismus in der ehemaligen Sowjetunion habe man ähnlich wie in Chile auf eine Schocktherapie gesetzt.

In Südafrika habe der IWF mit ANC und Mandela ein Bündnis gegen das eigene Volk geschlossen. Die historische Funktion Nelson Mandelas habe nicht in der Abschaffung der Rassentrennung bestanden, die 1990 schon besiegelt gewesen sei. „Mandelas historische Rolle bestand darin, die Enteignung der herrschenden Schicht und die Vertreibung ausländischer Investoren verhindert und damit die Interessen der schwarzen Mehrheit der Bevölkerung im entscheidenden Moment den Interessen der alten herrschenden Clique und des mit ihnen verbündeten internationalen Kapitals untergeordnet zu haben.“

Den Zerfall Jugoslawiens habe der IWF durch Förderung der ethnischen Spannungen vorbereitet und begleitet. Am folgenreichsten sei die Einstellung der Zahlungen an die Provinzen und die Teilrepubliken gewesen. Die beabsichtigte beabsichtigten Reaktion sei eingetreten: "Slowenien und Kroatien stellten im Gegenzug ihre Zahlungen für den Ausgleichsfonds ein und begannen öffentlich über Aufnahmeanträge in die EG zu spekulieren." Der IWF habe so die wirtschaftlichen Grundlagen für das endgültige Auseinanderbrechen Jugoslawiens geschaffen.

Ebenso habe der IWF auch in der Asienkrise eine unheilvolle Rolle gespielt.

Die Armutsbekämpfung habe zur Einführung von Lohnobergrenzen und steigenden Preisen geführt, also zu einer Verstärkung der Armutsproblematik. Die Argentinien-Krise sieht Wolff als Staatsbankrott, den der IWF erzwungen habe.

Die Triebkräfte des IWF sieht Wolff in der Globalisierung und vor allem in der Finanzialisierung, die zu der Weltfinanzkrise von 2007/2008 geführt habe. Der IWF habe daraufhin mehr und mehr Europa ins Visier genommen, zunächst Irland, dann Griechenland. Er habe so in Europa eine Armutsexplosion eingeleitet, den Hunger zurückgebracht und zusammen mit EU und EZB (Troika) Europa unter Zwangsverwaltung gestellt. Am Beispiel Zyperns stellt Wolff dar, wie auf die Plünderung die Enteignung als nächster Schritt der Strategie folgt, wobei der IWF versuche, seine Raubzüge zu legalisieren und zu institutionalisieren.

Rezension

Der Politologe Henrik Scheller referiert das Ziel Wolffs aus dem Vorwort: Wolff wolle erklären, wie „eine Organisation, die rund um den Globus solch ungeheures menschliches Leid verursache, weiterhin ungestraft handeln und auch in Zukunft mit der Unterstützung der mächtigsten Kräfte unserer Zeit rechnen“ könne.

Die Kapitel zur historischen Entwicklung beurteilt Scheller als informativ, attestiert aber schon für diesen Teil einen „latent verschwörungstheoretische(n) Duktus“, insofern auf „unpersonalisierte Mächte, Geheimdienste und Strategen“ verwiesen werde. Das Vorgehen des IWF werde an einzelnen Fallbeispielen als „planvolles, intentionales und eigennutzorientiertes Handeln“ dargestellt. Er zitiert Wolff: „Ohne die systematische Vorbereitung durch den IWF wäre die humanitäre Katastrophe der neunziger Jahre auf dem Balkan nicht möglich gewesen“. In ähnlicher Weise beschreibe Wolff auch die Rolle des IWF bei der lateinamerikanischen Schuldenkrise, beim Zusammenbruch der Sowjetunion, in Südafrika, der Argentinien‑Krise sowie der seit 2008 schwelenden Krise in Europa.

Scheller stimmt zu, dass diese Krisen kontextualisiert und die Rolle der Regierungen analysiert werden müssten. Die Personalisierung der globalen Prozesse sei jedoch fragwürdig, wenn etwa Horst Köhler als Wegbereiter der größten „Bankenbereicherung“ bezeichnet wird, die jemals auf europäischem Boden stattgefunden habe. Wolffs „Anklageschrift“ bleibe außerdem konstruktive und realistische Reformansätze und Alternativszenarien schuldig.[13]

Der Finanztsunami (2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhalt

Das Mohamed Bouazizi gewidmete Werk hat nach dem Vorwort 23 Kapitel, die sich mit den Finanzmärkten als neuer „Supermacht“ befassen. Den Ursprung des „Systems“ lokalisiert Wolff in Bretton Woods. Die Federal Reserve wird als Macht „hinter dem System“ dargestellt. Kapitel 5 untersucht die „enge Verbindung“ von Finanzwirtschaft und Politik.

Danach folgen Einzelanalysen historischer Ereignisse und Entwicklungen, bei denen die Finanzwirtschaft eine meist verborgene, aber um so entscheidendere Rolle gespielt haben soll: der Erste Weltkrieg und die Nachkriegszeit unter den Vorzeichen der Wallstreet mit ihrem von Wolff dargestellten Prinzip, zu „profitieren und zu destabilisieren“ (Kapitel 8–9); die Russische Revolution, bei der die Absichten den Finanziers „aus dem Ruder gelaufen“ sein sollen, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg als Ergebnis ökonomischen Kalküls; der Kalte Krieg mit globalen Supermächten und neuen Feindbildern für profitable Aufrüstungsszenarien.

Krieg erscheint in der Darstellung Wolffs als Interesse der „Finanzeliten“, ebenso wie der Aufstieg der Nationalsozialisten und der Rüstungswettlauf. Ab Kapitel 15 stehen wieder wirtschaftliche Themen im Vordergrund: die neue Finanzordnung mit der Leitwährung des Dollars ohne Goldstandard, die Durchsetzung des „Neoliberalismus“ und so genannte finanzielle „Massenvernichtungswaffen“. Mit dem Krieg gegen den Terror sei, so Wolff, eine neue profitable Aufrüstungswelle entstanden. Die letzten Kapitel, 20 bis 23, zeichnen das Bild einer schon einsetzenden und unvermeidlichen Katastrophe, eben des Tsunamis, der für Wolff den Zusammenbruch der Wirtschafts- und Finanzordnung bezeichnet. Das letzte Kapitel eröffnet den Blick Wolffs auf Möglichkeiten des Handelns angesichts des von ihm dargestellten Untergangs.

Hauptaussagen

Im Vorwort stellt Wolff sein Grundverständnis der untergründigen und täuschenden Wirkung der Finanzindustrie dar:

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die Finanzindustrie zur mächtigsten und alles entscheidenden Größe auf unserem Planeten entwickelt. Dabei lenkt und leitet ihr Führungspersonal die Geschicke der Welt großenteils aus dem Verborgenen und auf eine Art und Weise, die selbst bei genauer Betrachtung nur schwer zu durchschauen ist. Aus diesem Grund ist es einer Unzahl von Experten gelungen, uns jahrzehntelang über ihr wahres Wirken hinwegzutäuschen.

Wolffs erklärte Absicht ist es, „die von ihrer Arbeit lebenden Menschen“ mit seiner Aufklärungsarbeit „in die Lage versetzen, der Finanzindustrie die Kontrolle über den Lauf der Welt zu entreißen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um kommenden Generationen ein von sozialer Gerechtigkeit geprägtes, gewaltfreies und menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen.“

Die Finanzindustrie bediente sich nach Wolffs Auffassung des Bretton-Woods-Systems, um ein auf den US-Dollar zugeschnittenes, ihn begünstigendes und alle anderen Währungen der Welt benachteiligendes System zu schaffen. „Wie undemokratisch und ungerecht es war, kann man allerdings erst dann ermessen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es auch nach seiner Einführung nur eine einzige Organisation auf der Welt geben sollte, die den US-Dollar schaffen durfte, die US-Zentralbank als „Pakt zwischen Wall Street und Washington“. Dessen Akzeptanz beruhe, so Wolff, auf einer Täuschung: Die Gründer nannten die Bank nicht Zentralbank, sondern “Federal Reserve System” („Bundesstaatliches Reservesystem“) und hätten es dem amerikanischen Volk als einen Regulierungsmechanismus zur Kontrolle der Banken verkauft.

Wolff versucht die Frage zu beantworten, warum die Finanzmärkte zum Maß aller Dinge geworden zu sein scheinen. Nach zwei Weltkriegen hätten vor allem die durch die Kriegskreditvergabe zur Weltmacht aufgestiegenen Finanzinstitute der New Yorker Wall Street die globale Führung übernommen. Auf der Konferenz von Bretton Woods 1944 sei von der Politik ein Währungssystem ins Leben gerufen worden, „das ganz und gar auf die Bedürfnisse der Wall Street zugeschnitten war und die gesamte Welt der Herrschaft des US-Dollars unterwarf.“

Wolff ist der Auffassung, dass selbst bei dem „Beinahe-Crash des globalen Finanzsystems“ 2008 keine wirksame Maßnahme getroffen worden sei, um Auswüchse und Fehlentwicklungen zu beenden. Wolff meint, die Politik habe eine eigentümliche Logik, der zufolge die Finanzmärkte wie das Wetter dem Willen der Menschen entzogen seien. Dies hält Wolff für eine bewusste Verschleierung der Realität, die hauptsächlich durch die Medien geleistet werde.

Wolff sieht vier mögliche Konsequenzen in der Situation der Krise, die den Kollaps hinauszögern oder aufhalten: eine IWF-Währung, Helikoptergeld, Diktatur oder Krieg. Die Finanzelite habe Mythen verbreitet, die ihr helfen sollen, die Krise zu überstehen: die Reset-Theorie, die Annahme, Asien, besonders China könnten ein Gegengewicht zu Weltbank und IWF bilden, der Glaube an demokratische Reformen und die Propagierung von Lösungen auf nationaler Ebene. Keine dieser Theorien bietet nach Wolffs Meinung einen Ausweg aus der Krise.

US-Kriege und Stellvertreterkriege seit 1945 (2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Wolff sieht in diesem Aufsatz die USA als Treiber der Konflikte und Kriege nach dem Zweiten Weltkrieg zur Sicherung ihrer Vormachtstellung als wirtschaftliche und militärische globale Supermacht. Dazu gehöre, dass der Dollar als Weltleitwährung um jeden Preis erhalten werden müsse, wovon US-Konzerne profitierten. Die Sicherung der Macht geschehe durch Stellvertreterkriege und Regimewechsel-Operationen. Ein wichtiges Teil-Ziel sei die US-Energiedominanz. Die größte Gefahr sieht Wolff in einem neuen Konflikt mit China, Russland und dem Iran.

Rezeption und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolffs Schriften, Vorträge und Videos werden hauptsächlich in alternativen Medien rezipiert.

Ernst Wolff in Owingen 2018

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor der Ausbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien in der Corona-Krise. Nach seiner Erwähnung des Youtube-Influencers Mazdak folgt ein Abschnitt zu Ernst Wolff, der von einem „finanzfaschistischen Coup“ sprach, „hinter dem“ die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stecke:[14] „Im Grunde ist das nichts anderes als ein finanzfaschistischer Coup und zwar international orchestriert – offensichtlich“.[15]

Klein zitiert Wolffs Auffassung, die WHO werde zu mehr als 85 Prozent von der Pharmaindustrie und privaten Stiftungen finanziert. Die größte dieser Stiftungen sei die Bill & Melinda Gates Foundation.[14]

Die Politikwissenschaftlerin Kira Ayyadi von Belltower.News (Amadeu Antonio Stiftung) kritisiert, Wolff sei „selbst ernannte(r)“ Ökonom, er sei unseriös, da er auch bei „Rubikon“ publiziere und Videosendungen unter anderem mit „faktenfernen und Verschwörungen zugeneigten Kanälen“ wie KenFM, NuoViso sowie Kla.TV produziere. Endgültig habe Wolff seine Glaubwürdigkeit jedoch mit seinem Auftritt bei Ivo SaseksAnti-Zensur-Koalition“ (AZK) 2019 verloren.

Wolff, der eine undefinierte „demokratische Geldordnung“ anstrebe, charakterisiere die derzeitige Situation als ein „bewusstes Herbeiführen eines Crashs“. Er äußere in einem Video: „Wir sind in der Endphase dieses Geldsystems und wir erleben die absolute Plünderungs-Orgie durch die Großinvestoren im Moment.“ Die ganze „Corona-Hysterie“ (Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie) diene einer Enteignung vieler. Das Ziel sei eine Währungsreform.

Kira Ayyadi sieht hinter der Darstellung Wolffs in einem Video bei „Eingeschenkt.TV“[16] „antisemitische Codes“. Diese würden vom Publikum verstanden und decodiert, wie aus den Zuschauerkommentaren bei YouTube[17] ersichtlich sei.[18] Diese Begründung vertreten auch Morten Freidel in der FAZ[19] und Armin Pfahl-Traughber in einem Artikel von HaGalil über die soziologischen Konstanten von Protestbewegungen. Pfahl-Traughber: „Die behaupteten Akteure dahinter nennt er nicht, werden darunter aber als „Juden“ in den Kommentaren identifiziert. Auch ohne genaue Benennung erkennt man die nahegelegten Schuldigen, da die Anspielungen von Gesinnungsgleichen wahrgenommen werden.“ Typisch sei für diese Protestform das Verschweigen des Bezugs auf Juden. Pfahl-Traughber ordnet die Äußerungen Wolffs den „antisemitische(n) Corona-Protestformen“ zu, die er als Renaissance mittelalterlicher Verschwörungsideologien interpretiert. Seiner Auffassung nach sind diese eine soziologische Konstante in Krisenzeiten.[20]

Die taz titelt zum „Wissenskongress“ von AfD-Funktionären am 28. Februar 2016 im Parktheater Iserlohn: „Für alle Verschwörungsfans was dabei.“ Ernst Wolff als vierter Referent nach Daniele Ganser, Michael Vogt und Eva Hermann passe gut in das Konzept der einfachen Wahrheiten des Wissenskongresses: Die Welt würde, so glaube Wolff, "komplett von der Finanzindustrie beherrscht".[21]

Ingrid Brodnig ordnete Wolff in den Kreis der Verbreiter von Falschnachrichten ein, insofern er Spekulationen über Umstellung des Wirtschaftssystems vertrete: Es ginge, so Wolffs Behauptung, Regierungen oder nebulösen Finanzakteuren darum, „das Wirtschaftssystem stillzulegen und Bürger womöglich sogar von einem Teil ihres Geldes zu enteignen.“ Bei Wolffs Videoproduktionen handele es sich vielfach um „unbelegte Meinungen und Spekulationen, die aber enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen.“[22]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs. Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3329-6.
  • Pillaging the World – the history and politics of the IMF. Tectum Wissenschaftsverlag, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3438-5.
  • Finanz-Tsunami – Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht. Berlin 2017, ISBN 978-3-00-057533-4.
  • Die internationale Finanzordnung als kriminelles Konstrukt des Tiefen Staats. In: Jens Wernicke, Ulrich Mies (Hrsg.): Fassadendemokratie und tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter. Promedia, Wien 2017, ISBN 978-3-85371-425-6.
  • US-Kriege und Stellvertreterkriege seit 1945: Jetzt rückt Iran ins Fadenkreuz. In: Ulrich Mies (Hrsg.): Der Tiefe Staat schlägt zu: Wie die westliche Welt Krisen erzeugt und Kriege vorbereitet. Promedia, 2019, ISBN 978-3-85371-449-2, S. 263 ff.
  • Wolff of Wall Street : Ernst Wolff erklärt das globale Finanzsystem. Promedia Verlag, Wien 2020, ISBN 978-3-85371-474-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ernst Wolff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sputnik Deutschland: Ernst Wolff - Autor 2018, aufgerufen 28. Januar 2018.
  2. finanzmarktwelt: Ernst Wolff: Der Finanztsunami vom 21. September 2017, aufgerufen am 28. Januar 2018.
  3. kritisches Netzwerk.de: Weltmarkt IWF - Chronik eines Raubzuges 2014, aufgerufen am 28. Januar 2018.
  4. Huffington Post: So riskant ist unser Banksystem wirklich vom 26. Oktober 2015, aufgerufen am 28. Januar 2018.
  5. Linke Zeitung: Die Money-Diktatur von Harry Popow vom 11. Januar 2018, aufgerufen am 29. Januar 2018.
  6. Weltmacht IWF -. (Nicht mehr online verfügbar.) buchreport.de, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Februar 2018 (deutsch).
  7. buchreport. Abgerufen am 25. Mai 2020 (deutsch).
  8. Ernst Wolff. Abgerufen am 25. Mai 2020.
  9. Ernst Wolff: "Establishment und Massenmedien haben die Kontrolle verloren". Abgerufen am 25. Mai 2020 (deutsch).
  10. Ernst Wolff Archive. In: Contra Magazin. Abgerufen am 25. Mai 2020 (deutsch).
  11. GoldSeiten People: Ernst Wolff | Profil des Autors. Abgerufen am 25. Mai 2020.
  12. Bizarre Allianz: Ursula von der Leyen, Finanz-Investoren und Grüne kämpfen gemeinsam für den Klima-Deal. Abgerufen am 25. Mai 2020 (deutsch).
  13. Henrik Scheller, Rezension zu: Ernst Wolff: Weltmacht IWF. Marburg 2014, in: Portal für Politikwissenschaft. (online, veröffentlicht am 9. April 2015)
  14. a b Felix Klein warnt vor judenfeindlichen Verschwörungstheorien, Jüdische Allgemeine, 26. März 2020. Abgerufen am 19. April 2020.
  15. YouTube: Wenn ein selbsterklärter „Ökonom“ mit Antisemitismus Corona erklären will. In: Belltower.News. Abgerufen am 17. Mai 2020 (deutsch).
  16. Corona: der Zusammenburch ds Systems. https://eingeschenkt.tv/ernst-wolff-corona-und-der-herbeigefuehrte-crash-coronavirus/
  17. Ernst Wolff: #Corona und der herbeigeführte Crash. #Coronavirus. Abgerufen am 27. Mai 2020 (deutsch).
  18. Wenn ein selbsterklärter Ökonom mit Antisemitismus Corona erklären will, Belltower.news, 25. März 2020. Abgerufen am 19. April 2020.
  19. Morten Freidel: Corona-Verschwörungstheorien: Der Wahn aus dem Netz. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. Mai 2020] Ebenso argumentiert hier im FAZ-Artikel Morten Freidel: „Die meisten Videos von Gedeon haben nicht viele Zuschauer. Dieses haben sich allerdings Hunderttausende angesehen. Wie auch eines, in dem der Autor Ernst Wolff vor einem „finanzfaschistischen Coup“ warnt. Der diene den Interessen einer kleinen Clique. Wolff sagt nicht, wem genau. Die Zuschauer schreiben es aber unter das Video: den Juden.“).
  20. von TLV-01: Antisemitische Corona-Protestformen als Renaissance mittelalterlicher Verschwörungsideologien. In: haGalil. 23. Mai 2020, abgerufen am 25. Mai 2020 (deutsch).
  21. „Wissenskongress“ von AfD-Funktionären. Abgerufen am 18. Mai 2020.
  22. Salzburger Nachrichten: Coronavirus - Faktenchecks zu aktuellen Fake News. Abgerufen am 25. Mai 2020.