Erpresserischer Menschenraub

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Der erpresserische Menschenraub ist ein Straftatbestand des deutschen Strafrechts. Er zählt zu den Straftaten gegen die persönliche Freiheit und ist im 18. Abschnitt des Strafgesetzbuchs in § 239a normiert. Die Norm enthält zwei Tatbestände, den Entführungs- und Bemächtigungstatbestand sowie den Ausnutzungstatbestand, die jeweils verschiedene Tatbestandsmerkmale besitzen. Ersterer stellt das Entführen und das Sich-Bemächtigen eines Menschen zwecks Durchführung einer Erpressung (§ 253 StGB) unter Strafe. Letzterer behandelt das Ausnutzen einer bestehenden Zwangslage eines Menschen zu einer Erpressung.

Der Tatbestand wurde im Jahr 1936 eingeführt, um Fälle, in denen jemand eine Person in seine Gewalt bringt, um einen anderen zu erpressen, mit einer besonders hohen Strafandrohung zu versehen. 1989 gab der Gesetzgeber diesen Zuschnitt auf Drei-Personen-Verhältnisse auf und erklärte § 239a StGB auch in Fällen für anwendbar, in denen das Opfer, das sich in der Gewalt des Täters befindet, auch der Erpresste sein konnte. Dies führte zu zahlreichen Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen dem Tatbestand des § 239a StGB und anderen Delikten, etwa der räuberischen Erpressung (§ 255 StGB), deren Auflösung noch nicht abschließend geklärt ist. Laut der polizeilichen Kriminalitätsstatistik wurden 2015 in Deutschland 86 Fälle des § 239a StGB angezeigt.

Rechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in § 239a StGB normierte Tatbestand des erpresserischen Menschenraubs lautet seit seiner letzten Veränderung vom 1. April 1998 wie folgt:

(1) Wer einen Menschen entführt oder sich eines Menschen bemächtigt, um die Sorge des Opfers um sein Wohl oder die Sorge eines Dritten um das Wohl des Opfers zu einer Erpressung (§ 253) auszunutzen, oder wer die von ihm durch eine solche Handlung geschaffene Lage eines Menschen zu einer solchen Erpressung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat wenigstens leichtfertig den Tod des Opfers, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.

(4) Das Gericht kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern, wenn der Täter das Opfer unter Verzicht auf die erstrebte Leistung in dessen Lebenskreis zurückgelangen läßt. Tritt dieser Erfolg ohne Zutun des Täters ein, so genügt sein ernsthaftes Bemühen, den Erfolg zu erreichen.

Aufgrund der Mindeststrafandrohung von fünf Jahren stellt das Delikt ein Verbrechen im Sinne von § 12 StGB dar. Der Versuch ist daher trotz fehlender expliziter Anordnung in der Norm strafbar. Die Norm schützt mehrere Rechtsgüter: Primäre Schutzgüter sind die persönliche Freiheit und das Leben des Opfers. Ebenfalls schützt die Norm die Freiheit Dritter, deren Sorge durch eine Erpressung ausgenutzt werden soll. Nachrangig schützt die Norm auch das Vermögen des Erpressten.[1][2][3]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Paragraf wurde am 22. Juni 1936 von den Nationalsozialisten als erpresserischer Kindsraub mit Rückwirkung zum 1. Juni desselben Jahres in das Strafgesetzbuch aufgenommen.[4] Anlass hierfür war die Entführung eines Kindes unter Nachahmung des Lindbergh-Falls. Danach wurde ausschließlich mit dem Tod bestraft, wer einen Minderjährigen mit List, Drohung oder Gewalt entführte oder in sonstiger Weise der Freiheit beraubte, um dies zur Erpressung einer anderen Person auszunutzen.[5][6]

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der Straftatbestand am 4. August 1953 im Rahmen des dritten Strafrechtsänderungsgesetzes ins StGB übernommen.[7] Hierbei wurden die durch das Grundgesetz abgeschaffte Todesstrafe durch ein Mindeststrafmaß von drei Jahren ersetzt und die spezifischen Tatmittel List, Gewalt und Drohung gestrichen. Anstelle der Erpressungsabsicht trat die Absicht zur Forderung eines Lösegelds.[8]

Am 16. Dezember 1971 wurde infolge einiger aufsehenerregender Entführungsfälle der Schutzbereich der Norm auf erwachsene Menschen erweitert. Darüber hinaus ersetzte der Gesetzgeber die Handlungsform der Freiheitsberaubung durch das Sich-bemächtigen, um auch solche Personen als Opfer zu erfassen, bei denen umstritten war, ob sie der Freiheit beraubt werden konnten. Den subjektiven Tatbestand der Norm änderte der Gesetzgeber dahingehend, dass der Täter die Tat zur Erpressung eines Dritten nutzen wollen musste. Neu eingeführt wurden ferner eine Erfolgsqualifikation und eine Möglichkeit zur Strafmilderung. Zudem schuf er mit § 239b StGB den Tatbestand der Geiselnahme. Dieser baute auf § 239a StGB auf und erfasste die Nötigung zu anderen als vermögensorientierten Zwecken.[9] Mit Wirkung zum 1. Januar 1975 erhielt § 239a StGB die Bezeichnung erpresserischer Menschenraub.

Eine wesentliche Änderung des § 239a StGB folgte am 16. Juni 1989: Zum einen erhöhte der Gesetzgeber das Mindeststrafmaß auf fünf Jahre, zum anderen erweiterte er den Anwendungsbereich der Norm: Während die bis dahin gültige Fassung wenigstens zwei Tatopfer voraussetzte, eine Geisel und einen Erpressten, lässt die neue Fassung ein Zweipersonenverhältnis ausreichen. Geisel und Erpresster können also identisch sein.[5][7] Der Gesetzgeber bezweckte hiermit die Bekämpfung typischer Erscheinungsformen terroristischer Gewaltkriminalität.[10] Diese Änderung bewirkte allerdings eine vielfach kritisierte Überschneidung des Tatbestands des § 239a mit anderen Normen, insbesondere der räuberischen Erpressung (§ 255 StGB). Hierdurch konnten beispielsweise Fälle, die typischerweise dem Tatbestand der Erpressung unterfielen, auch den Tatbestand des erpresserischen Menschenraubs mit seinem deutlich höheren Strafrahmen erfüllen.[11][12][7]

Die letzte Änderung der Norm erfolgte im Rahmen des sechsten Strafrechtsreformgesetzes von 1998, wobei sich nicht der Inhalt der Norm, sondern nur die Wortwahl geringfügig geändert wurden.[7][13]

Objektiver Tatbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

§ 239a Absatz 1 StGB enthält zwei Tatbestände, die hinsichtlich des Strafmaßes gleichwertig sind. Der erste umfasst zwei Tathandlungen, von denen es genügt, wenn der Täter eine verwirklicht: das Entführen und das Sich-Bemächtigen eines anderen Menschen zwecks Begehung einer Erpressung. Der zweite Tatbestand stellt das Ausnutzen einer hilflose Lage eines Menschen zur Begehung einer Erpressung unter Strafe. Diese Variante ist als Auffangtatbestand gegenüber der ersten Tatbestandsalternative konzipiert.[14]

Das Delikt kann auch durch Unterlassen in Garantenstellung begangen werden.[15]

Entführungs- und Bemächtigungstatbestand, § 239a Absatz 1 Alt. 1 StGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Entführung liegt vor, wenn der Täter das Opfer durch einen Ortswechsel in eine hilflose Lage versetzt.[16][17] Eine solche hilflose Lage stellt eine Situation dar, in der das Opfer dem Einfluss des Täters preisgegeben ist.[18][19] Die Ortsveränderung kann der Täter durch List, Drohung oder Gewalt bewirken. Sie muss vom Täter vorgenommen werden, sodass es nicht genügt, wenn der Täter sie bloß veranlasst.[20] Ferner muss die Ortsveränderung gegen den Willen des Opfers erfolgen, weswegen ein freiwilliges Handeln des Opfers zum Tatbestandsausschluss führt.[21] Daher unterfällt es nicht dem § 239a StGB, wenn Täter und Opfer eine Entführung nur vortäuschen, um einen Dritten durch die Vorspiegelung einer Entführung finanziell zu schädigen.[22]

Unter Sich-Bemächtigen ist entweder die Begründung neuer oder der Missbrauch bereits bestehender physischer Gewalt über das Opfer zu verstehen.[23] Ein Ortswechsel ist hierbei nicht erforderlich. Beispielhaft hierfür ist das Bedrohen mit einer Waffe, das dazu führt, dass das Opfer an einer freien Bestimmung über sich selbst gehindert ist.[24] Nach der Rechtsprechung kann eine solche Herrschaftsgewalt auch durch den Gebrauch einer scheinbar echten Schusswaffe oder einer Bombenattrappe begründet werden, wenn sich das Opfer durch diese Bedrohung in gleicher Weise in seiner Handlungsfreiheit beschränkt sieht.[25][26] Diese Auffassung wird teilweise dahingehend kritisiert, ihr Verzicht auf eine wenigstens abstrakte Gefährlichkeit lasse den Normzweck des § 239a StGB, den Schutz des Opfers vor den mit einer Bemächtigungslage verbundenen Gefahren, außer Acht. Da dieser eine Ursache für die außergewöhnlich hohe Strafandrohung der Norm ist, müsse wenigstens eine abstrakte Gefahr für das Opfer bestehen, woran es fehlt, wenn die Bemächtigungslage nur durch den Anschein eines gefährlichen Mittels geschaffen wird.[27][28]

Auch die Handlung der Bemächtigung erfordert, dass der Täter gegen den Willen des Opfers handelt. Ist dieses mit der Schaffung der Herrschaftsgewalt des Täters einverstanden, führt dies daher zum Tatbestandsausschluss.[29] Ein Einverständnis ist allerdings unbeachtlich, wenn es durch eine Nötigung erzwungen worden sein.[30]

Beide Varianten erfassen Handlungen, die im Vorfeld einer Erpressung begangen werden. Nicht erforderlich ist es daher, dass der Täter eine solche wenigstens versucht; der Strafvorwurf liegt darin, dass der Täter eine solche Tat begehen will und die Geisel bereits hierzu in erhebliche Gefahr bringt. Insofern handelt es sich beim erpresserischen Menschenraub um ein unvollkommen zweiaktiges Delikt.[31]

Ausnutzungstatbestand, § 239a Absatz 1 Alt. 2 StGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausnutzungstatbestand ist einschlägig, wenn der Täter die gefährliche Lage, in die das Opfer gebracht wird, nicht selbst oder nicht mit Erpressungsabsicht herbeiführt; etwa, indem er den Entschluss zu einer Erpressung erst später fasst. Anders als der erste Tatbestand erfordert er, dass die Erpressung zumindest ins Versuchsstadium gelangt ist.[32][33] Für die Annahme der Vollendung des Delikts wird teilweise darüber hinaus gefordert, dass die Erpressung vollendet wird, also wenn ein Vermögensschaden beim Erpressten eintritt.[34][35]

Subjektiver Tatbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsatz hinsichtlich des objektiven Tatbestands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tatbestand erfordert, dass der Täter mit Vorsatz hinsichtlich aller objektiver Tatbestandsmerkmale handelt. Hierbei genügt jede Vorsatzform, somit auch Eventualvorsatz. Der Täter muss daher zumindest Kenntnis von den objektiven Tatbestandsmerkmalen haben und den Eintritt des Taterfolgs in Kauf nehmen.[36]

Erpressungsabsicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daneben erfordert eine Strafbarkeit wegen erpresserischen Menschenraubs, dass der Täter in der Absicht handelt, die Sorge des Opfers um sein Wohl oder die Sorge eines Dritten um das Wohl des Opfers zu einer Erpressung auszunutzen.[37] Dieses zusätzliche Absichtserfordernis stellt eine überschießende Innentendenzdar.[38] Bei einer Strafbarkeit nach dem Entführungs- und Bemächtigungstatbestand muss die Absicht zur Erpressung bereits bei Begehung der Tathandlung vorliegen.[39] Beim Ausnutzungstatbestand kann sie auch später gefasst werden, hierfür muss jedoch die Erpressung zusätzlich versucht werden.

Da § 239a StGB von der Absicht zur Begehung einer Erpressung spricht, ist umstritten, ob auch die Absicht zur Begehung eines im selben Abschnitt wie die Erpressung geregelten Raubs (§ 249 StGB) genügt. Diese Auseinandersetzung beruht auf der Streitfrage, in welchem Verhältnis die Tatbestände des Raubs und der Erpressung zueinander stehen. Nach einer Ansicht, die vom Bundesgerichtshof geteilt wird, stellt der Raub einen Spezialfall der Erpressung dar, weswegen der Verweis des § 239a StGB auch den Raub erfasst.[40][41][42] Die Gegenauffassung sieht beide Tatbestände als voneinander losgelöst an, sodass die Absicht zur Durchführung eines Raubs nicht für die Anwendbarkeit des § 239a StGB genügt. Einschlägig sei dann der im Strafrahmen identische § 239b StGB.[43]

Einschränkungen in Zwei-Personen-Verhältnissen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zwei-Personen-Verhältnissen wird der Tatbestand in Rechtsprechung und Wissenschaft einschränkend ausgelegt, um die Schwierigkeit der Überschneidung des § 239a StGB mit anderen Delikten zu bewältigen: Nach dem Wortlaut des § 239a StGB stellt seit der Einbeziehung der Zwei-Personen-Verhältnisse in diese Norm jede Freiheitsberaubung mit Raubabsicht auch einen erpresserischen Menschenraub dar. Zu dieser Überschneidung kommt es beispielsweise, wenn der Täter sein Opfer packt und in eine dunkle Ecke zerrt, um es dort mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe seines Bargelds zu nötigen. Die Anwendung des § 239a StGB mit seiner vergleichsweise hohen Mindeststrafe wäre in einem solchen Fall, der eine typische räuberische Erpressung darstellt, unangemessen, da die Tat ein geringeres Unrecht aufweist als die, für die § 239a StGB ursprünglich konzipiert wurde. Zudem wird der Anwendungsbereich anderer Delikte, insbesondere der räuberischen Erpressung, in sachwidriger Weise eingeschränkt.[44][45][46]

Die Bemühungen, solche Fälle aus dem Anwendungsbereich des 239a StGB zu nehmen, führten nach mehreren unterschiedlichen Ansätzen der Rechtsprechung[47][48] zur Anerkennung zusätzlicher Kriterien: zum einen sei erforderlich, dass die Tat in mehreren Akten begangen wird, da § 239a StGB ursprünglich auf solche Konstellationen zugeschnitten war. Der Täter muss daher im ersten Schritt eine Nötigungslage schaffen, die er später zu einer weiteren Nötigung ausnutzen will. Beide Akte müssen derart miteinander verknüpft sein, dass das Schaffen der Nötigungslage zur späteren Durchführung der Erpressung dienen soll. Dies bezeichnet die Rechtsprechung als funktionalen Zusammenhang. Ferner muss die Nötigung zu einer stabilen Zwangslage führen. Hieran fehlt es, wenn sowohl die Bemächtigung als auch die Erpressung auf derselben Nötigung beruhen, die Erpressung also keinen eigenständiger Handlungsabschnitt der Tat darstellt.[49][50]

Prozessuales und Strafzumessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

§ 239a StGB stellt ein Offizialdelikt dar. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln also von Amts wegen und sind nicht an einen Strafantrag gebunden.

Absatz 4 der Norm sieht eine Strafmilderung nach § 49 Absatz 1 StGB in Form einer tätigen Reue vor. Voraussetzung hierfür ist, dass der Täter das Opfer unter Verzicht auf die erstrebte Leistung in seinen Lebenskreis zurückgelangen lässt und auf die durch die Erpressung angestrebte Leistung verzichtet. Kehrt das Opfer ohne Zutun des Täters in seinen Lebenskreis zurück, genügt es für die Anwendung der Strafmilderung, wenn sich der Täter ernsthaft darum bemüht hat, dem Opfer diese Rückkehr zu ermöglichen. Die Bestimmung des Absatz 4 dient dazu, dem Täter, der das Opfer in seiner Gewalt hat, einen Anreiz zu geben, dieses unversehrt freizulassen.[51]

Gesetzeskonkurrenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

§ 239a StGB verdrängt als spezielleres Gesetz die Freiheitsberaubung (§ 239 StGB). Tateinheit kommt zwischen dem erpresserischen Menschenraub und Körperverletzungs- und Tötungsdelikten sowie der Erpressung in Betracht. Im Verhältnis zur Geiselnahme (§ 239b StGB) kommt eine Tateinheit in Betracht, wenn der Täter neben der Erpressung auch anderen Nötigungszwecke verfolgte, andernfalls tritt die Geiselnahme als allgemeineres Gesetz hinter den erpresserischen Menschenraub zurück. Die Erfolgsqualifikation des § 239a Absatz 3 StGB verdrängt die fahrlässige Tötung (§ 222 StGB).[52][53]

Privilegierung und Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minder schwerer Fall, § 239a Absatz 2 StGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

§ 239a Absatz 2 StGB enthält einen minder schweren Fall des erpresserischen Menschenraubs, der die Mindeststrafe auf ein Jahr Freiheitsstrafe reduziert. Er wurde vom Gesetzgeber vorgesehen, um die notwendigen Verhandlungen zwischen Entführer und Polizei nicht unnötig durch die heraufgesetzten Strafandrohungen zu erschweren. Auch der minderschwere Fall kann aber im Höchstmaß mit 15 Jahre Freiheitsstrafe belegt werden. Vom gleichen Zweck getragen ist § 239a Absatz 4 StGB, der dem Täter trotz Vollendung der Tat bei tätiger Reue eine Strafmilderung einräumt.[54]

Erpresserischer Menschenraub mit Todesfolge, § 239a Absatz 3 StGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

§ 239a Absatz 3 StGB normiert eine Erfolgsqualifikation, die einschlägig ist, wenn der Täter durch den erpresserischen Menschenraub den Tod des Opfers herbeiführt. Dieser Tatbestand hat eine Mindeststrafandrohung von zehn Jahren, was eine der höchsten des StGB darstellt. Dies ist auf die besonders hohe Gefahr für das Opfer zurückzuführen, in das es vom Täter durch die Tat nach Absatz 1 gebracht wird.[55]

Die Erfolgsqualifikation setzt voraus, dass das Opfer durch die Tat stirbt, dessen Tod muss also unmittelbar aus einem tatspezifischen Risiko resultieren, beispielsweise aus einem riskanten Fluchtversuch des Opfers, schlechter Unterbringung oder einem Befreiungseinsatz der Polizei.[56][55] Kein solches tatbestandsspezifisches Risiko stellt es hingegen dar, wenn die Polizei das Opfer erschießt, weil sie es nicht für eine Geisel sondern für einen flüchtigen Täter eines Banküberfalls hält.[56] Der Tatbestand der Erfolgsqualifikation verlangt schließlich, dass der Täter den Tod des Opfers in leichtfertiger Weise herbeigeführt hat, also in besonders fahrlässiger Art (§ 18 StGB).[57]

In besonders schweren Fällen, die sich etwa durch große Leichtfertigkeit oder Grausamkeit auszeichnen, kann auch lebenslange Freiheitsstrafe angeordnet werden.[58]

Polizeiliche Kriminalstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfasste Fälle des erpresserischen Menschenraubs in den Jahren 1987–2015.

Das Bundeskriminalamt gibt jährlich eine Statistik über alle in Deutschland gemeldeten Straftaten heraus. Seit 1993 wird das gesamte Bundesgebiet erfasst. In den Statistiken von 1991 und 1992 wurden die alten Bundesländer und das gesamte Berlin erfasst. Frühere Statistiken erfassen lediglich die alten Bundesländer.

2015 wurden 68 Fälle von erpresserischem Menschenraub erfasst. Dies ist eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr, in dem 88 Fälle erfasst wurden. Die Aufklärungsquote lag mit 86,8 % auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.[59]

Polizeiliche Kriminalstatistik für erpresserischen Menschenraub in der Bundesrepublik Deutschland[59]
erfasste Fälle mit Schusswaffe
Jahr insgesamt pro 100.000 Einwohner Versuche geschossen gedroht Aufklärungsquote
1987 66 0,1 18 (27,3 %) 3 37 69,7 %
1988 50 0,1 13 (26,0 %) 3 20 74,0 %
1989 54 0,1 10 (18,5 %) 4 26 74,1 %
1990 50 0,1 21 (42,0 %) 1 16 76,0 %
1991 53 0,1 13 (24,5 %) 2 15 92,5 %
1992 80 0,1 26 (32,5 %) 1 29 73,8 %
1993 107 0,1 34 (31,8 %) 2 29 64,5 %
1994 106 0,1 30 (28,3 %) 3 23 75,5 %
1995 112 0,1 19 (17,0 %) 4 33 92,0 %
1996 126 0,2 25 (19,8 %) 4 35 86,5 %
1997 133 0,2 32 (24,1 %) 5 39 78,2 %
1998 149 0,2 29 (19,5 %) 4 43 84,6 %
1999 103 0,1 20 (19,4 %) 1 26 82,5 %
2000 90 0,1 18 (20,0 %) 1 21 83,3 %
2001 90 0,1 14 (15,6 %) 2 24 83,3 %
2002 88 0,1 15 (17,0 %) 2 25 79,5 %
2003 102 0,1 27 (26,5 %) 2 18 83,3 %
2004 94 0,1 18 (19,1 %) 1 18 85,1 %
2005 95 0,1 20 (21,1 %) 0 20 89,5 %
2006 90 0,1 22 (24,4 %) 0 27 77,8 %
2007 73 0,1 18 (24,7 %) 0 12 79,5 %
2008 71 0,1 12 (16,9 %) 1 21 85,9 %
2009 89 0,1 26 (29,2 %) 3 23 84,3 %
2010 81 0,1 15 (18,5 %) 2 15 92,6 %
2011 85 0,1 20 (23,5 %) 0 15 82,4 %
2012 82 0,1 15 (18,3 %) 0 12 74,4 %
2013 85 0,1 17 (20,0 %) 2 17 80,0 %
2014 88 0,1 21 (23,9 %) 1 15 88,6 %
2015 68 0,1 20 (29,4 %) 2 12 86,8 %

Geiselnahme, § 239b StGB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


(1) Wer einen Menschen entführt oder sich eines Menschen bemächtigt, um ihn oder einen Dritten durch die Drohung mit dem Tod oder einer schweren Körperverletzung (§ 226) des Opfers oder mit dessen Freiheitsentziehung von über einer Woche Dauer zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zu nötigen, oder wer die von ihm durch eine solche Handlung geschaffene Lage eines Menschen zu einer solchen Nötigung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) § 239a Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend

Die Geiselnahme ist seit 1971 in § 239b StGB im Anschluss an den erpresserischen Menschenraub geregelt. Sie unterscheidet sich von diesem dahingehend, dass sich die Absicht des Täters nicht auf eine Erpressung sondern allgemeiner auf jede Nötigung erstreckt. Schutzgut der Norm ist daher nicht das Vermögen desjenigen, der durch die Entführung oder Bemächtigung unter Druck gesetzt werden soll, sondern seine Entscheidungsfreiheit.[60]

Die Struktur des Tatbestands entspricht weitgehend dem des erpresserischen Menschenraubs. Anstelle des Ausnutzens der Sorge um das Wohlergehen des Opfers tritt die Drohung mit dem Eintritt des Todes oder einer schweren Körperverletzung (§ 226 StGB) oder mit dessen Freiheitsentziehung für langer als eine Woche. Im Übrigen ist der Tatbestand der Geiselnahme parallel zu dem des erpresserischen Menschenraubs aufgebaut.[61] Daher besteht auch bei diesem Tatbestand das Problem der Überschneidung mit anderen Delikten, die über eine wesentlich geringere Strafandrohung verfügen, weswegen er wie § 239a StGB in Zwei-Personen-Verhältnissen restriktiv ausgelegt wird.[62]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albin Eser, Jörg Eisele: § 239a. In: Adolf Schönke, Horst Schröder, Albin Eser (Hrsg.): Strafgesetzbuch: Kommentar. 29. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65226-4.
  • Martin Heger: § 239a. In: Kristian Kühl, Martin Heger: Strafgesetzbuch: Kommentar. 28. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65227-1.
  • Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a.
  • Joachim Renzikowski: § 239a. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  • Markus Rheinländer: Erpresserischer Menschenraub und Geiselnahme (§§ 239a, 239b StGB): eine Strukturanalyse. LIT Verlag, Münster 2000, ISBN 978-3-8258-4545-2.
  • Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239a. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Heger: § 239a, Rn. 1. In: Kristian Kühl, Martin Heger: Strafgesetzbuch: Kommentar. 28. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65227-1.
  2. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 1. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  3. Helmut Satzger: Erpresserischer Menschenraub (§ 239a StGB) und Geiselnahme (§ 239b StGB) im Zweipersonenverhältnis, in: Jura 2007, S. 114 (115).
  4. RGBl. I S. 493.
  5. a b Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 9. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  6. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 11. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  7. a b c d Wolfgang Mitsch: Strafrecht, Besonderer Teil 2: Vermögensdelikte. 3. Auflage. Springer Science+Business Media, Berlin 2015, ISBN 978-3-662-44934-9, S. 672.
  8. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 12. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  9. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 13-15. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  10. BT-Drs. 11/4359, S. 13.
  11. BGHSt 39, 36 (41-42).
  12. Rheinländer, 2000, S. 8.
  13. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 22. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  14. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 8. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  15. Martin Heger: § 239a, Rn. 3. In: Kristian Kühl, Martin Heger: Strafgesetzbuch: Kommentar. 28. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65227-1.
  16. BGHSt 39, 330 (332).
  17. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 4.
  18. BGHSt 24, 90.
  19. BGHSt 22, 178.
  20. Urs Kindhäuser: Strafrecht Besonderer Teil II: Straftaten gegen Vermögensrechte. 9. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-2578-6, § 16, Rn. 8.
  21. Wolfgang Mitsch: Strafrecht, Besonderer Teil 2: Vermögensdelikte. 3. Auflage. Springer Science+Business Media, Berlin 2015, ISBN 978-3-662-44934-9, S. 675.
  22. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 4d.
  23. BGHSt 26, 70 (72).
  24. Albin Eser, Jörg Eisele: § 239a, Rn. 7. In: Adolf Schönke, Horst Schröder, Albin Eser (Hrsg.): Strafgesetzbuch: Kommentar. 29. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65226-4.
  25. Bundesgerichtshof: 2 StR 240/01. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 1999, S. 509.
  26. Bundesgerichtshof: 3 StR 78/99. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 2001, S. 31.
  27. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 4c.
  28. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 37. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  29. Bundesgerichtshof: 3 StR 366/06. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht Rechtsprechungsreport, 2007, S. 77.
  30. Urs Kindhäuser: Strafrecht Besonderer Teil II: Straftaten gegen Vermögensrechte. 9. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-2578-6, § 16, Rn. 11.
  31. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 7. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  32. Bundesgerichtshof: 3 StR 246/06. In: Strafverteidiger, 2007, S. 355 (356).
  33. Bundesgerichtshof: 3 StR 385/11. In: Neue Juristische Wochenschrift Spezial, 2012, S. 250.
  34. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 63. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  35. Stephan Elsner: §§ 239a, 239b StGB in der Fallbearbeitung - Deliktsaufbau und (bekannte und weniger bekannte) Einzelprobleme. In: Juristische Schulung 2006, S. 784 (788).
  36. Kristian Kühl: Strafrecht Allgemeiner Teil. 7. Auflage. Vahlen, München 2012, ISBN 978-3-8006-4494-0, § 5, Rn. 43.
  37. Wessels/Hillenkamp, 2015, S. 403.
  38. Martin Heger: § 239a, Rn. 4. In: Kristian Kühl, Martin Heger: Strafgesetzbuch: Kommentar. 28. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65227-1.
  39. Urs Kindhäuser: Strafrecht Besonderer Teil II: Straftaten gegen Vermögensrechte. 9. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-2578-6, § 16, Rn. 14.
  40. Bundesgerichtshof: 2 StR 240/01. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 2002, S. 31 (32).
  41. Bundesgerichtshof: 2 StR 494/02. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 2003, S. 604.
  42. Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 28. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  43. Joachim Renzikowski: § 239a, Rn. 43. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  44. BGHSt 39, 36 (41-42).
  45. Bernd Heinrich: Zur Notwendigkeit der Einschränkung des Tatbestands der Geiselnahme. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 1997, S. 365.
  46. Manfred Heinrich, Uwe Hellmann, Volker Krey: Strafrecht Besonderer Teil: Band 2: Vermögensdelikte. 17. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-029876-7, Rn. 485.
  47. BGHSt 39, 36.
  48. Bundesgerichtshof: 5 StR 494/93. In: Neue Zeitschrift für Strafrecht 1994, S. 128.
  49. BGHSt 40, 350 (359).
  50. Martin Heger: § 239a, Rn. 4a. In: Kristian Kühl, Martin Heger: Strafgesetzbuch: Kommentar. 28. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65227-1.
  51. Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 36. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  52. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 21-21a.
  53. Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 34. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  54. Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 35-36. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  55. a b Bernd-Rüdeger Sonnen: § 239, Rn. 24. In: Urs Kindhäuser, Ulfrid Neumann, Hans-Ullrich Paeffgen (Hrsg.): Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-6661-4.
  56. a b BGHSt 33, 322 (324-325).
  57. Kristian Kühl: Strafrecht Allgemeiner Teil. 7. Auflage. Vahlen, München 2012, ISBN 978-3-8006-4494-0, § 17, Rn. 44.
  58. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 18a.
  59. a b PKS-Zeitreihen 1987 bis 2015. Bundeskriminalamt, 23. Mai 2016, abgerufen am 14. Januar 2017.
  60. Thomas Fischer: Strafgesetzbuch mit Nebengesetzen. 62. Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66884-5, § 239a, Rn. 2.
  61. Joachim Renzikowski: § 239b, Rn. 2-3. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
  62. Joachim Renzikowski: § 239b, Rn. 22-23. In: Günther Sander (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd. 4. §§ 185–262 StGB. 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-60290-0.
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