Erstbegehung

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Eine Erstbegehung im bergsteigerischen Sinne ist die erste Bewältigung einer speziellen Route (etwa die Durchsteigung der Eiger-Nordwand) an einem bestimmten Berg, Massiv oder Felsen. Die Erschließung von Neurouten wird meist von lokal ansässigen Kletterern durchgeführt, die ein noch unbeklettertes Stück Fels durchsteigen und gegebenenfalls mit Sicherungshaken versehen oder mit z. B. Klemmkeilen und Schlingen absichern.

Im Sportklettern wird die Route normalerweise vor der Erstbegehung mit Bohrhaken ausgestattet. Dabei seilt sich der Kletterer ab, bohrt im Seil hängend mit einer Akkubohrmaschine Löcher in den Fels und montiert die Haken. Dieser Arbeitsschritt wird als Einrichten bezeichnet. In einem zweiten Schritt kommt es dann, nicht immer durch die gleiche Person, zur Erstbegehung. Diese gilt nur, wenn der Kletterer die Route in einem anerkannten Begehungsstil durchstiegen hat. Nach einer erfolgreichen Durchsteigung gibt der Erstbegeher der Route einen Namen und bewertet ihre Schwierigkeit nach einer Schwierigkeitsskala.

Neurouten werden heute in Kletterführern, Fachzeitschriften oder auf Internet-Kletterseiten veröffentlicht. Erstbegehungen haben je nach Gebiet einen sehr unterschiedlichen Anspruch. Im Hochgebirge (z. B. Himalaja) sind die Anforderungen, der Aufwand und das Risiko sehr hoch, während das in den Mittelgebirgen nicht der Fall ist.

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