Erster Anglo-Birmanischer Krieg

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Schiffe der Britischen Ostindien-Kompanie erobern im Mai 1824 den Hafen von Rangun
Sturm auf Kemmendine 1824

Im Ersten Britisch-Birmanischen Krieg in den Jahren 1824 bis 1826 unterlag Birma der Britischen Ostindien-Kompanie und musste Assam, Manipur, Arakan und Tenasserim abtreten.

Ursache und Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der birmesische König Bagyidaw startete 1822 unter der militärischen Führung seines Generals Mahabandoola eine Politik der Expansion, wobei er Assam und Manipur eroberte und sie zu tributpflichtigen Vasallen machte.

Die Britische Ostindien-Kompanie reagierte auf das Vordringen Birmas mit militärischen Gegenoperationen, die am 5. März 1824 begannen. Oberst Archibald Campbell wurde dabei der Oberbefehl anvertraut. Die birmanischen Soldaten wurden in den zwei folgenden Jahren aus Assam, Arakan und auch aus Manipur verdrängt. Am 24. Februar 1826 musste Bagyidaw den Vertrag von Yandaboo unterzeichnen. Der birmanische König musste Assam, Manipur, Arakan und auch Tenasserim an die Briten abtreten.

John Crawfurd, der erste britische Gesandte nach dem Krieg, konnte anschließend weder einen Handelsvertrag zustande bringen, noch für den Austausch von Regierungsvertretern zwischen den Hauptstädten Ava und Kalkutta sorgen. Sein Nachfolger Major Henry Burney hatte mehr Erfolg, indem er mit seinem charmanten Auftreten den König dazu brachte, eine englische Vertretung zu akzeptieren. Sein größtes Verdienst war wohl die Beilegung des Streits zwischen Manipur und Birma um das Tal von Kabaw, das er Birma zuschlug.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel George Edward Hall: Burma (= Hutchinson's University Library. British Empire History). 2nd edition. Hutchinson's University Library, London 1956.