Erwin Vetter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Erwin Vetter (* 23. Januar 1937 in Mannheim) ist ein baden-württembergischer Politiker der CDU.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwin Vetter machte 1956 sein Abitur. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft. Das erste Staatsexamen legte er 1960 und das Assessorexamen 1964 ab. Die Promotion zum Dr. iur. erfolgte 1962. 1964 wurde er Beamter in der baden-württembergischen Innenverwaltung. Dort arbeitete er im Landratsamt Tübingen, im Regierungspräsidium Karlsruhe und im Staatsministerium Stuttgart bis zum Jahr 1972.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wurde Erwin Vetter zum Bürgermeister, 1974 mit 99 % zum Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen gewählt und 1982 mit gleichem Ergebnis wiedergewählt. Er nahm dieses Amt bis zu seiner Ernennung zum Umweltminister im Jahre 1987 wahr. Seine wichtigsten Aufgaben als Oberbürgermeister war eine umfassende Stadtsanierung, kulturelle Initiativen (wie z. B. die Schlossfestspiele), eine Landesgartenschau und Verbesserung der Verkehrssituation (Bau des Wattkopftunnels). Er gab die Anregung zur Gründung der Technologieregion Karlsruhe.

Im Zuge der politischen Aufarbeitung der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl wurde in Baden-Württemberg ein Umweltministerium eingerichtet. Ministerpräsident Lothar Späth berief Erwin Vetter zum ersten Umweltminister des Landes. Dieses Amt nahm Vetter bis zur Gründung der Großen Koalition im Jahre 1992 wahr, als das Umweltministerium der SPD zufiel. Vetter übernahm die Aufgabe des Ministers im Staatsministerium mit Zuständigkeiten im Bereich der Bundespolitik, der Medienpolitik und der Europapolitik. Ab 1992 gehörte Vetter für drei Legislaturperioden bis 2006 auch dem Landtag von Baden-Württemberg als Abgeordneter an.

Nach der Beendigung der Großen Koalition wurde Vetter im Jahr 1996 zum Sozialminister ernannt. Aus Altersgründen entließ ihn Ministerpräsident Erwin Teufel im November 1998 aus dem Ministeramt. Von 1998 bis 2008 leitete er als Präsident die Führungsakademie Baden-Württemberg.

Sonstige Ämter, Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwin Vetter wurde 1987 zum Ehrenbürger der Stadt Ettlingen ernannt. 2002 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen, 2006 das Bundesverdienstkreuz (1. Klasse).

Außerdem ist er Ehrenmitglied der Volksschauspiele Ötigheim und der Josef-Saier-Stiftung Baden-Baden, Mitglied im Kuratorium der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, Senator e. H. der Dualen Hochschule Karlsruhe, Mitglied im Stiftungsrat des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe, Mitbegründer der Schlossfestspiele Ettlingen, Ehrenmitglied des Badischen Chorverbands. Er engagiert sich für kulturelle Projekte. 2011 war Vetter in über 80 Organisationen ehrenamtlich für Sport, Kultur, Soziales und Wissenschaft tätig. Er ist Vorsitzender des Freundeskreises Emil Wachter und des Kuratoriums der Pulmonalen Hypertonie e.V. Er war Vorsitzender des Hörfunkrats von Deutschlandradio, Aufsichtsratsvorsitzender der Karlshochschule Karlsruhe und ist Vorsitzender des Kuratoriums der Akademie der älteren Generation in Karlsruhe.

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwin Vetter ist römisch-katholisch. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Seit seiner Studentenzeit ist Vetter aktives Mitglied der katholischen Studentenverbindungen K.St.V. Normannia Würzburg und Eckart Mannheim im KV.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]