Erwin von Heimerdinger

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Erwin Otto von Heimerdinger (* 10. August 1856 in Stuttgart; † 22. Dezember 1932 in Berlin) war ein deutscher Generalmajor und völkischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn des Generalarztes Dr. med. Friedrich von Heimerdinger begann er seine militärische Laufbahn am 1. Oktober 1873 beim 2. Württembergischen Feldartillerieregiment Nr. 29 „Prinzregent Luitpold von Bayern“ in Ludwigsburg. Von 1908 bis 1913 war er als Oberst Kommandeur des 4. Württembergischen Feldartillerieregiments Nr. 65. Dort wurde er am 22. März 1913 als Generalmajor zur Disposition gestellt. Am Ersten Weltkrieg nahm er im Stab des XIII. Württembergischen Armeekorps teil.

Daneben wurde er Mitglied des Germanenordens, einer von Hermann Pohl 1912 in Leipzig gegründeten Geheimorganisation mit nationalistischer und antisemitischer Ausrichtung, die damit auch zu den „okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus“ gezählt wird. Bei deren Spaltung im Jahre 1916 übernahm er als Kanzler die Leitung dieser Organisation, trat aber im Spätsommer 1919 zugunsten von Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg von dieser Position zurück. Im Bericht des preußischen Staatskommisariats für die Überwachung der öffentlichen Ordnung vom 1. Oktober 1919 wird sein Name im Zusammenhang mit gegenrevolutionären Bestrebungen erwähnt.

Familie[Bearbeiten]

Verheiratet war er mit Elise Hausch. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Gertrud von Heimerdinger (* 31. Oktober 1889), eine seiner Töchter, war stellvertretende Leiterin des diplomatischen Kurierdienstes im Reichsaußenministerium und versorgte u.a. den Diplomaten und Agenten Fritz Kolbe mit speziellen Pässen, um Informationen an Allen Dulles, später Chef des US-Geheimdienstes, zu ermöglichen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wer ist's. Jg. 1935.
  • Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus, Wiesbaden 2004, S. 112–120 (= Der Germanenorden)

Weblinks[Bearbeiten]