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Erzbistum Luxemburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Erzbistum Luxemburg
Basisdaten
Staat Luxemburg
Kirchenprovinz Immediat
Diözesanbischof Jean-Claude Kardinal Hollerich SJ
Weihbischof Leo Wagener
Emeritierter Diözesanbischof Fernand Franck
Generalvikar Leo Wagener und Patrick Muller
Gründung 1840
Fläche 2586 km²
Pfarreien 275 (2023 / AP 2024)
Einwohner 654.098 (2023 / AP 2024)
Katholiken 271.000 (2023 / AP 2024)
Anteil 41,4 %
Diözesanpriester 121 (2023 / AP 2024)
Ordenspriester 49 (2023 / AP 2024)
Katholiken je Priester 1594
Ständige Diakone 20 (2023 / AP 2024)
Ordensbrüder 66 (2023 / AP 2024)
Ordensschwestern 225 (2023 / AP 2024)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Luxemburgisch
Deutsch
Französisch
Kathedrale Kathedrale unserer lieben Frau
Website www.cathol.lu

Das Erzbistum Luxemburg (lateinisch Archidioecesis Luxemburgensis, luxemburgisch Äerzbistum Lëtzebuerg) ist eine Erzdiözese der römisch-katholischen Kirche mit Sitz in Luxemburg (Stadt). Es umfasst das gesamte Großherzogtum Luxemburg. Das Erzbistum ist immediat, d. h. direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt.

Kathedrale von Luxemburg

Das Herzogtum Luxemburg im Heiligen Römischen Reich verfügte über keinen eigenen Bischofssitz, das Gebiet gehörte zu den Diözesen Trier (Hauptteil) sowie Lüttich, Metz, Verdun, Köln und Reims.[1] Das 1815 neu entstandene Großherzogtum Luxemburg war ab 1823 an das Bistum Namur angeschlossen.[2] 1839 wurde der westliche (überwiegend französischsprachige) Landesteil abgetrennt und an das neu geschaffene Königreich Belgien angegliedert. Im verbliebenen Territorium des Großherzogtums wurde 1840 ein Apostolisches Vikariat errichtet,[3] das 1870 zur Diözese[4], am 23. April 1988 zur Erzdiözese erhoben wurde.[5]

Der Erzbischof von Luxemburg ist als Einzelmitglied im Rat der europäischen Bischofskonferenzen vertreten.

Apostolischer Administrator

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  1. Johann Theodor van der Noot (1833–1841)

Apostolische Vikare

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  1. Johann Theodor Laurent (1841–1848)
  2. Nikolaus Adames (1848–1870)
  1. Nikolaus Adames (1870–1883)
  2. Johannes Joseph Koppes (1883–1918)
  3. Pierre Nommesch (1920–1935)
  4. Joseph Laurent Philippe SCI (1935–1956)
  5. Léon Lommel (1956–1971)
  6. Jean Hengen (1971–1988)
  1. Jean Hengen (1988–1990)
  2. Fernand Franck (1990–2011)
  3. Jean-Claude Kardinal Hollerich SJ (seit 2011)
  • Georges Hellinghausen: Kleine Diözesangeschichte Luxemburgs. Aschendorff Verlag, Münster 2020, ISBN 978-3-402-24666-5.

Einzelnachweise

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  1. Michel Schmitt: Die Stadt Luxemburg als Bischofssitz. In: Ons Stad. Band 36, 1991, S. 2.
  2. 1833: Wegweisende Personalentscheidungen. In: Website der Erdiözese Luxemburg, Unterrubrik 150 Jahre Bistum - Wegmarken. Abgerufen am 26. Juli 2023.
  3. 1840: Zum ersten Mal in der Geschichte – kirchlich eigenständig. In: Website der Erzdiözese Luxemburg, Unterrubrik 150 Jahre Bistum - Wegmarken. Abgerufen am 26. Juli 2023.
  4. 1870: Luxemburg wird Bistum. In: Website der Erzdiözese Luxemburg, Unterrubrik 150 Jahre Bistum - Wegmarken. Abgerufen am 26. Juli 2023.
  5. Michel Schmitt: Die Stadt Luxemburg als Bischofssitz. In: Ons Stad. Nr. 36, 1991, S. 5.