Erzhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Ort Erzhausen in Hessen, ein gleichnamiger Ort Erzhausen liegt in Niedersachsen. Von 1939 bis 1945 gab es einen gleichnamigen Stadtteil in der polnischen Stadt Lodz.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Erzhausen
Erzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Erzhausen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 8° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 114 m ü. NHN
Fläche: 7,4 km²
Einwohner: 7735 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1045 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64390
Vorwahl: 06150
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rodenseestraße 3
64390 Erzhausen
Webpräsenz: erzhausen.de
Bürgermeister: Rainer Seibold (parteilos)
Lage der Gemeinde Erzhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild

Erzhausen ist eine Gemeinde in Südhessen, Landkreis Darmstadt-Dieburg, zwischen Darmstadt und Frankfurt am Main. Die Gemeinde besteht aus nur einem Ort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzhausen grenzt im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) und die Gemeinde Egelsbach (Kreis Offenbach), im Südosten an die kreisfreie Stadt Darmstadt, sowie im Südwesten an die Stadt Weiterstadt. Erzhausen ist ca. 3 km lang und ca. 1 km breit und ist fast vollständig von Wald umgeben.

Mörfelden-Walldorf Egelsbach Egelsbach
Mörfelden-Walldorf Nachbargemeinden Darmstadt
Weiterstadt Darmstadt Darmstadt

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von 1950 bis 2010, für die angrenzende Stadt Darmstadt.

Darmstadt und Erzhausen liegen in der gemäßigten Klimazone. Die Durchschnittstemperatur beträgt 10,1 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit 19,3 °C im Durchschnitt. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 0,9 °C.

Darmstadt, Erzhausen und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinische Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 10,1 °C (langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1950–2010) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 9,0 °C, Hamburg 9,1 °C, München 7,7 °C).

Das Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Schnee liegt im Winter im Mittel an etwa fünfzehn Tagen. Die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist nicht lange liegen.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25 °C (an durchschnittlich elf Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm; dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, allerdings ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit.

Die Extremwerte liegen bei ca. −21 °C im Winter und ca. +39 °C im Sommer. Die höchste je in Darmstadt gemessene Temperatur betrug 39,5 °C, gemessen am 7. August 2015. Die niedrigste je in Darmstadt gemessene Temperatur betrug -26,9 °C, gemessen am 19. Januar 1940. Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1950 bis 2010 um ca. 0,5 auf 10,1 °C.

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug ca. 600-700 mm. Der meiste Niederschlag fällt im Juli, der geringste im Februar im Mittel der Jahre 1950 bis 2010.

Die vorherrschende Windrichtung ist West.[2]

Geografie und Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wohnbebauung von Erzhausen erstreckt sich in Ost-West-Richtung über eine Länge von ca. 2,5 km lang und ind Nord-Süd-Richtung über eine Länge von ca. 1 km. Große Flächen der Gemarkung insbesondere im Westen werden landwirtschaftlich genutzt. Im Nordwesten schließt sich ein ausgedehntes Waldgebiet an, das über Gemarkungsgrenzen hinaus bis nach Rüsselsheim reicht. Weitere Waldflächen auf Erzhäuser Gebiet befinden sich östlich der Bahnlinie.

Berg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heegberg (auch: Hegberg und Hege-Berg), (49° 58′ N, 8° 37′ O)

Toponyme
1532: (Acker) Am heck berge
1575: hoegberge
heute: Heegberg
Geologie
Die Binnendüne Heegberg wurde im kalten Tundrenklima durch Sandaufwehungen am Ende der Weichseleiszeit gebildet. Der Heegberg erreicht eine Höhe von 125 Metern über Normalhöhennull.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bensenseegraben
  • Brühlwiesengraben
  • Fischteich am Hahnwiesenbach
  • Gänswiesengraben (auch: Bach von Erzhausen)
  • Hahnwiesenbach
  • Heegbach (auch: Hegbach)
  • Schwarzwiesengraben
  • Tagwiesengraben
  • Wilder Graben

Naturschutzgebiet (NSG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Faulbruch (historisch auch: Das Faulbruch) ist ein Wald- und Wiesengelände (Fauna-Flora-Habitat) am Ostrand von Erzhausen.

Hauptartikel: Faulbruch bei Erzhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Dankmal“ zur 750-Jahr-Feier der Gemeinde Erzhausen im Jahr 2014

Hügelgräber in der Gemarkung Erzhausen von etwa 1500 v. Chr. weisen bereits auf erste Siedlungen zum damaligen Zeitpunkt hin.

Um etwa 900 n. Chr. ist der Ort in wechselnden Sprechweisen wie beispielsweise Erardishusen, Erhartzhausen, Ebrichshusen oder Erndeshusen erstmals erwähnt. In der ältesten Urkunde aus dem Lorscher Codex trägt die Gemeinde den Namen Erhartshausen. Der Ortsname ist nicht wie oft irrtümlich angenommen von Erz abgeleitet, sondern von dem Vornamen Erhart (Häuser des Erhart).

Im Mittelalter gehörte Erzhausen zu den Ulnern von Dieburg. In diese Zeit fiel auch der Bau einer Kapelle (1565), später auch im Volksmund "Ulner Münster" genannt, aus der am gleichen Platz später die heutige evangelische Kirche entstand. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest löschten fast alles Leben aus dem Dorf. 1669 zählte man lediglich 73 Einwohner.

Im Jahre 1771 ging Erzhausen in den Besitz des Landgrafen von Hessen (Ludwig VI.). Zu dieser Zeit ging es wieder aufwärts, denn bei der Besitzübergabe wurden bereits wieder 559 Einwohner gezählt. Zur Jahrhundertwende betrug die Einwohnerzahl bereits 1244.[3]

Ab 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit nach 1900 ist ein stetiger Anstieg der Einwohnerzahl zu verzeichnen. Von 1900 bis 1950 und von 1950 bis 2014 hat sich die Einwohnerzahl jeweils mehr als verdoppelt.

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt:[3]

  • 10. Jahrhundert: Erhardeshusen
  • um 1200: Erhardeshusen
  • um 1250: Erharteshusen
  • 1264: Erardishusen
  • 1273: Erharthusen
  • 1273: in villa Erharthusen
  • 1282: Eradeshusen
  • 1282: Erndeshusen; Ebrathshusen
  • 1331: Erarshusen
  • 1331: Irtzhusen
  • 1413: Ebrichshusen; Erarthusen
  • 1413: Ehartzhusen
  • 1440: Eretzhusen
  • 1446: Erhartzhusen
  • 15. Jahrhundert: Erczhussen
  • 1451: Erhartshusen
  • 1452: Erhartshusen
  • 1453: Erhartshusen
  • 1454: Erhartßhussen
  • 1454: Erhartßhußen
  • 1497: Ertzhusen
  • 1506: Erhartzhausen
  • 1526: Ertzhusen
  • 1541: Erhartshaussen
  • 1549: Erhartshausen
  • 1576: Ertzhaussen
  • 1579: Ertzhausen
  • heute: Erzhausen

Verwaltungsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 1420 ist belegt dass Erzhausen zur „Gerauer Mark“ gehörte. Von 1820 bis 1821 wurde es vom Oberamt Darmstadt der Provinz Starkenburg im Großherzogtum Hessen verwaltet und von 1821 bis 1832 vom Landratsbezirk Dieburg der Provinz Starkenburg. Zwischen 1832 und 1848 gehörte es dem Kreis Groß-Gerau an und mit der Neugliederung der Provinz Starkenburg von 1848 bis 1852 dem Regierungsbezirk Darmstadt. Mit der Wiedereinführung von Kreisen in der Provinz Starkenburg gehörte Erzhausen von 1852 bis 1938 zum Kreis Darmstadt. Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurden die drei hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen in Kreise aufgelöst und Erzhausen wurde dem neu gebildeten Landkreis Darmstadt zugeschlagen. Hier verblieb es bis zur hessischen Gebietsreform von 1977, im Zuge derer der Landkreis Darmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufging.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafik Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen sind dokumentiert:[3][4]

Datum Einwohner
1618 ca. 250
1622 ca. 200
1629 29 Hausgesessene
1641 ca. 50
1648 praktisch ohne
1669 73
1771 559
1829 559
1834 567
1840 596
1846 643
1852 692
1858 726
1864 787
1871 829
1875 898
1885 1.053
1895 1.151
Datum Einwohner
1900 1.244
1905 1.390
1910 1.556
1925 1.872
1933 2.258
1939 2.342
1946 2.859
1950 3.086
1956 3.471
1961 4.098
1967 5.296
1970 5.663
1981 6.208
2004 7.186
2011 7.503
2012 7.578
2013 7.699
2014 7.716

Die erste urkundlich bekannte Zählung erfolgte 1629. In diesem Jahr wurden 29 Hausgesessene gezählt. Gezählt wurden aber, wie bis weit in das 19. Jahrhundert hinein, nur Männer mit Bürgerrecht. Sie hießen die „Hausgesessenen“ (mhd. hûs-gesëzze swm.), man hatte somit die Anzahl der Haushaltungen in Erzhausen. Die bei Hausgesessenen einquartierten „Beisassen“ wurden nicht gezählt.

Die Einwohnerzahl stieg im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam. Durch die zahlreichen Hungersnöte, Kriege und Seuchen ging sie immer wieder zurück. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts, stieg die Einwohnerzahl stark an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
GfE Gemeinsam für Erzhausen 38,3 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,4 8 39,2 10 47,8 12 67,3 21
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,7 5 23,1 6 36,7 9 32,7 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,6 3 23,9 6 15,5 4
FWE Freie Wähler Erzhausen 13,7 3
Gesamt 100 25 100 25 100 25 100 31
Wahlbeteiligung in % 50,7 49,8 50,5 55,8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Bürgermeister Hans-Dieter Karl (SPD) beendete zum 31. Dezember 2012 seine Amtszeit. Zu seinem Nachfolger wurde bei der Bürgermeisterwahl vom 19. August 2012 mit 81,9 % der Stimmen der parteilose Rainer Seibold bestimmt.

Bürgermeister seit 1962
Amtszeit Name Partei
1919-1933 August Lorenz SPD
1945–1950 August Lorenz SPD
1950–1962 Heinrich Lotz SPD
1962–1994 Albert Leyer SPD
1995–2012 Hans-Dieter Karl SPD
2013- Rainer Seibold parteilos[8]
Partnergemeinden von Erzhausen

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzhausen unterhält drei klassische Gemeindepartnerschaften:

Historische Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Crossen, früher selbständige Gemeinde am Nordrand von Zwickau, jetzt Stadtteil von Zwickau, Sachsen

Crossen wurde 1996 in die Stadt Zwickau eingemeindet, seitdem wird Crossen nicht mehr zu den Partnerstädten von Erzhausen gezählt.

Sonstige Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • UkraineUkraine Iwanytschi (auch:Ivanychi), freundschaftliche Beziehungen − keine Gemeindepartnerschaft – gibt es weiterhin zu der ukrainischen Kleinstadt

Wappen von Erzhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Erzhausen zeigt im blauen Schilde einen goldenen (gelben) Torbogen mit drei Zinnen und drei rechteckigen Fenstern in Rot. Die mittlere Zinne ist rot bedacht. Auf dem Dache ruht eine goldene Kugel. Unten im Torbogen zeigt das Wappen einen von Silber (weiß) und Rot neunmal geteilten steigenden Löwen mit ausgeschlagener Zunge in Rot.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2014 wurde Erzhausen die Freiherr-vom-Stein-Plakette verliehen. Anlass hierfür war, dass 750-jährige Bestehen der Gemeinde Erzhausen.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung
Bundesautobahnen A5 A661
Bundesstraße B3
Kreisstraße K 167
S-Bahn S3
Buslinien 5515 662 n71

Die Bahn in Erzhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs Erzhausen
Die Bahnsteige des Bahnhofs Erzhausen: Hier halten Züge der Linie S 3 der S-Bahn Rhein-Main

Da sich viele Arbeiter und Handwerker in Erzhausen eine Heimat suchten, jedoch in Darmstadt oder Frankfurt arbeiteten, wurde im Jahre 1888 eine Haltestelle an der Main-Neckar-Eisenbahn (Streckenkilometer 18,6) eingerichtet. 1903 wurde dann das heutige Empfangsgebäude errichtet. 1997 wurde die Bahnstrecke mit der Einführung des RMV ausgebaut. Seitdem verkehren die S-Bahnen der Linien S3 im halbstündigen Takt nach Darmstadt Hauptbahnhof bzw. in den Taunus nach Bad Soden über Langen und Frankfurt. Dies ist besonders für Pendler von Vorteil, die mittlerweile den Großteil der arbeitenden Bevölkerung ausmachen.

Die Fahrzeit nach Frankfurt beträgt ca. 25 Minuten. Die Fahrzeit nach Darmstadt beträgt ca. 10 Minuten.

Nach der Eröffnung der S-Bahn wurde das Empfangsgebäude nicht mehr genutzt, da die S-Bahnen an einem eigenen Bahnsteig ankommen und abfahren, der extra dafür barrierefrei errichtet wurde. Im Zuge dessen wurde auch der gesamte Vorplatz erneuert. Jetzt befindet sich auf dem Bahnhofsvorplatz ein Park+Ride-Parkplatz.

Seit Anfang 2001 hat die Gemeinde Erzhausen das Empfangsgebäude, das sie von der Deutschen Bahn erworben hat, renoviert. Heute beherbergt das Gebäude, der Erzhäuser Bücherbahnhof, die Gemeindebücherei.

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Egelsbach
← Bad Soden (Taunus)
S3 Wixhausen
Darmstadt Hbf →

Busverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Buslinie 5515 verbindet Erzhausen mit Weiterstadt und Darmstadt. Die Buslinie beginnt am Bahnhof Erzhausen und endet am Schloss in der Innenstadt von Darmstadt. Die Gesamtfahrzeit beträgt fahrplanmäßig ca. 47 Minuten.

Die Buslinie 662 (Darmstadt-Arheilgen nach Neu-Isenburg) tangiert Erzhausen im Osten. Die Bushaltestelle befindet sich ca. 1,5 km östlich vom Bahnhof Erzhausen an der Bundesstraße 3.

Die Nachtbuslinie n71 verbindet Erzhausen an der Haltestelle an der Bundesstraße 3 mit Frankfurt und Darmstadt.

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzhausen ist zu erreichen über die Bundesstraße B 3 (Frankfurt - Darmstadt) und über die Kreisstraße 167, der zentralen Achse durch den Ort. Die Autobahn A 5 (Frankfurt - Darmstadt) erreicht man über die Ausfahrt Weiterstadt. Das Ende der Autobahn A 661 befindet sich in der Nachbargemeinde Egelsbach.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Anbindung an das internationale Flugnetz besteht mit dem Flughafen Frankfurt am Main. Der Flughafen befindet sich ca. 12 km nordwestlich von Erzhausen.

Der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach befindet sich teilweise auf der Gemarkung Erzhausen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche steht unter Denkmalschutz. Die Schillerschule ist das einzige, noch erhaltene Gebäude in Erzhausen, das aus dem regionalen und früher ortsbildprägenden „rauem Stein“ errichtet wurde.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen
Evangelische Kirche
Katholische Kirche
Freireligiöse Gemeinde
Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR
Schulen und weitere Bildungseinrichtungen
Lessingschule (Grundschule)
Grundschulnest e.V.
Schillerschule (heute Museum und Jugendzentrum)
Theologisches Seminar Beröa
Kindertagesstätten
Kita Am Hainpfad
Kita Kiefernweg
Kita Sandhügelstraße
Waldkindergarten „Heegbachwichtel“, Wolfsgartenallee/ Heegberghalle
Bewegungskindergarten, Heinrichstraße/ Sporthalle
Evangelischer Kindergarten, Bahnstraße
Spielplätze
Spielplatz Am Hainpfad
Spielplatz Lessingschule
Spielplatz Mainstraße
Spielplatz Sandhügelstraße
Jugendeinrichtungen
Jugendzentrum (in der Schillerschule)
Skaterbahn Am Hainpfad
Altenpflegeheim
AWO Pflegeheim, Industriestraße
Friedhof
Zugang über die Straße Zum Friedhof oder über den Friedhofsweg

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Gaststätten sorgen für das leibliche Wohl.

Von überregionaler Bedeutung ist „Die Sauna“, eine 7000 m² große Saunalandschaft mit Schwimmbädern, Massage, Kosmetik und vielem mehr.

Daneben gibt es zahlreiche Vereine und Verbände.

Der größte Verein ist der SV Erzhausen, dessen Fußballabteilung in der Oberliga Hessen (4. Liga) relativ erfolgreich spielte. Der Verein belegte in der Saison 2003/2004 den dritten Tabellenplatz. Ab der Saison 2006/2007 spielte der SV Erzhausen wieder in der Landesliga Süd, musste jedoch wieder absteigen.

Jedes Jahr findet in Erzhausen eine Kerb statt, an der sich sowohl die neuen Kerbborschen als auch die Altkerbborschen beteiligen.

Regionaler Themenradweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familien-Radroute LaDaDi[11] ist ein ca. 40 km langer, markierter regionaler Themenradweg, der im Landkreis Darmstadt-Dieburg von Erzhausen nach Seeheim-Jugenheim führt.

Regelmäßige Veranstaltungen[12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ostermontag: "Ostereier-Triathlon" an der Heegberghalle
  • Mai: Reitturnier des Reit- und Fahrverein Erzhausen an der Heegberghalle
  • August: Koberstädter Wald-Marathon
  • September: „Heegbachlauf“, eine Sportveranstaltung[13]
  • September: Erzhäuser Kerb
  • 4. Advent: Waldweihnacht in der Heegberghalle

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Erzhausen geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Lorenz (1883–1963), hessischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Erzhausen
  • Wolfgang Breidert (* 1937), deutscher Mathematiker und Philosoph

Mit Erzhausen verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Schumann: Familienbuch Erzhausen. Hessische familiengeschichtliche Vereinigung, 2004, ISBN 3-00-012535-3.
  • Wilhelm Andres: Die Hegbachaue, Herausgeber: Ortskundlicher Arbeitskreis Erzhausen, Erzhausen 1989
  • Wilhelm Jost: Die Namen der Gemarkung Erzhausen, Erzhausen 1995
  • Valentin Lotz, Johannes G. Görg: Heimatliches, Herausgeber: Ortskundlicher Arbeitskreis Erzhausen, Erzhausen 1999
  • Hans Schmidt: Erzhausen im Wandel der Zeiten, Erzhausen 1981
  • Hans Schmidt. Als die Amis kamen, Herausgeber: Ortskundlicher Arbeitskreis Erzhausen, Erzhausen 1996
  • Hans Schmidt: Erzhausen vor 50 Jahren, Erzhausen 2010
  • 750 Jahre Erzhausen – Gemeinde mitten im Grünen, Herausgeber: Gemeinde Erzhausen vertreten durch Rainer Seiboldt, Erzhausen 2014
  • Siegfried R. C. T. Enders et al.: Landkreis Darmstadt-Dieburg. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen.) Vieweg, Braunschweig 1988, ISBN 3-528-06235-5, S. 166f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. DWD – Deutscher Wetterdienst
  3. a b c d „Erzhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 1. September 2012.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  8. 750 Jahre Erzhausen, Erzhausen, 2014, S. 15f.
  9. Echo online vom 23. August 2013: Erzhausen erhält neue Schwesterstadt. Gemeindevertretung beschließt Verbindung mit spanischem Malgrat de Mar.
  10. Darmstädter Echo, Juni 2014
  11. Webseite des Landkreises Darmstadt-Dieburg über die Familien-Radroute
  12. Terminkalender Erzhausen
  13. Darmstädter Echo, Dienstag, 16. September 2014, S. 18