Erzstift

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. November 2014 um 02:59 Uhr durch Ulf Heinsohn (Diskussion | Beiträge) (→‎Einzelnachweise: +lk). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ein Erzstift bezeichnet den Kirchenbesitz und die Liegenschaften eines Erzbischofs.

Die Erzstifter waren bis zum Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die weltlichen Landesherrschaften der Erzbischöfe in ihrer Eigenschaft als weltliche Fürsten. Der Begriff des Erzstifts ist zu unterscheiden vom Erzbistum, in dem die Erzbischöfe die geistliche Oberleitung innehatten.

Das Stiftsvermögen wurde unterschieden in das „Tafelgut“ (zur Bestreitung des Haushalts des Erzbischofs) und das „Kapitelgut“, über das das Domkapitel (die Gemeinschaft der Domherren) unabhängig vom Erzbischof verfügen konnte.

Die weltlichen Fürstentümer eines einfachen Bischofs hießen Hochstifter.[1]

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: Erzstift – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. In dieser Form z. B. verwendet bei: Hermann Wiesflecker: Meinhard der Zweite. Tirol, Kärnten und ihre Nachbarländer am Ende des 13. Jahrhunderts. Verlag Wagner, Innsbruck 1955. In: Leo Santifaller (Hrsg.): Veröffentlichung des Instituts für österreichische Geschichtsforschung Band 16; Raimund Klebelsberg (Hrsg.): Schlern Schriften, Band 16. S. 23 u.a.