Esbjerg
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Dänemark | |||
| Region: | Syddanmark | |||
| Kommune (seit 2007): |
Esbjerg | |||
| Koordinaten: | 55° 28′ N, 8° 27′ O | |||
| Gegründet: | 1868 | |||
| Einwohner: (2016[1]) |
72.151 | |||
| Postleitzahl: | 6700-6715 | |||
| Partnerstädte: |
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| Website: | www.esbjerg.dk | |||
Der Wasserturm in Esbjerg |
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Esbjerg [ˈɛsbjɛʀʔ] (deutsch Esberg) ist mit 72.151 (Stand: 1. Januar 2016[1]) Einwohnern die fünftgrößte Stadt in Dänemark. Die Stadt liegt im Südwesten Jütlands.
Vor der Stadt liegt die Insel Fanø und nordwestlich die Halbinsel Skallingen, die bis April 2008 zu den wenigen noch nicht von Landminen geräumten Gebieten Dänemarks zählte.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nachdem der dänische Gesamtstaat im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein verloren hatte, hatte das Königreich keinen leistungsfähigen Nordseehafen mehr. Deshalb beschloss die Regierung im Jahre 1869 den Bau eines Hafens in Esbjerg, der zugleich einen Eisenbahnanschluss erhielt. Der Bau dieses neuen befestigten Hafens bewirkte, dass Fischerei und Seefahrt aus den umliegenden Gebieten nach Esbjerg zogen und der Ort einen schnellen Aufschwung erlebte. Der Hafen musste mehrfach erweitert werden.
Die Stadt war bis vor kurzem von der Fischerei geprägt, doch hat sie in den letzten Jahren einen Niedergang erlebt. An dieses Kapitel der dänischen Geschichte erinnert das Fischerei- und Seefahrtmuseum Esbjerg.[2] Heute spielt der Offshore-Bereich eine große Rolle für die Wirtschaft der Stadt. Außerdem werden Kühlelemente hergestellt (Vestfrost).
Im Rahmen der Kommunalreform von 1970 wurde die Gemeinde Guldager mit den Stadtteilen Sædding, Hjerting und Sønderis eingemeindet.
Am 26. August 1981 stürzte ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ F-104 Starfighter nahe dem Ort ab. Es war der 200. Absturz dieses Flugzeugmusters.
Im Rahmen einer neuen Strukturreform schlossen sich am 1. Januar 2007 die Gemeinden Ribe und Bramming mit Esbjerg zur neuen Esbjerg Kommune zusammen. Das neue Gesamtgebiet der Kommune beträgt jetzt 742,5 km², auf dem 115.748 Einwohner leben (Stand: 1. Januar 2016).[1]
Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Stadt hat den wichtigsten Nordseehafen des Landes, hier steht auch das Kraftwerk Esbjerg.
Eine Fähre verbindet Esbjerg mit der Insel Fanø (Nordby). Früher gab es auch Verbindungen nach Newcastle, nach Tórshavn (bis Oktober 2010) und Harwich (bis September 2014).
Im Nordosten von Esbjerg, außerhalb des Stadtgebietes, befindet sich Esbjerg Lufthavn mit täglichen Flügen nach Aberdeen und Stavanger. Versorgungshubschrauber starten zu Bohrplattformen in der Nordsee.
Per Bahn verkehren im Zweistundentakt Regionalverbindungen nach Niebüll, wo Anschluss an die Züge der Marschbahn zwischen Westerland und Hamburg besteht.
Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zwei Universitäten haben in Esbjerg einen Campus: die Universität von Süddänemark und das Ålborg Universitetscenter. An der Universität von Süddänemark kann man Betriebswirtschaft, Tourismus, Gesundheit, Soziologie und Umweltplanung studieren, an der Universität Aalborg Ingenieurwissenschaften.
Außerdem hat Esbjerg ein bekanntes Musikkonservatorium und ein Musikhaus.
Wahrzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Wasserturm von Esbjerg, 1897 erbaut, ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden. Als Vorbild diente das Nassauer Haus in Nürnberg. Im Wasserturm sind eine permanente Ausstellung über den Wasserturm von Esbjerg und europäische Wassertürme sowie andere, wechselnde Ausstellungen zu sehen. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist das 1994/95 vom Künstler Svend Wiig Hansen geschaffene Monument „Der Mensch am Meer“, welches Reisende auf See begrüßt.[3]
Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Esbjerg ist der Hauptredaktionssitz der dänischen Zeitung JydskeVestkysten, die als Regionalzeitung das südliche und westliche Jütland einschließlich Nordschleswig abdeckt.
Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Fußballverein Esbjerg fB spielt in der ersten dänischen Liga Superliga. In den 1960er Jahren war er der erfolgreichste Verein Dänemarks, der in den Jahren 1961, 1962, 1963, 1965 und 1979 die Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Der Eishockey-Klub Esbjerg IK ist ein weiterer erfolgreicher Sportverein. Zudem findet in Esbjerg jedes Jahr mit dem Vesterhavs Cup ein internationales Handball- und Fußballturnier statt.[4] 2009 wurde das ehemalige Esbjerg Stadion mit überdachten Tribünen versehen und als Blue Water Arena mit einer Kapazität von 18.000 Plätzen neueröffnet. Auf der 800 m langen Sandbahn Korskro Banen finden Motorrad-Sandbahnrennen und Speedwayrennen statt. 1982 und 1985 Langbahn-WM Finale in Korskro bei Esbjerg.
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Henry Dunker (1870–1962), Unternehmer und Philanthrop
- Per Højholt (1928–2004), Schriftsteller
- Poul Nyrup Rasmussen (* 1943), Politiker
- Lars Ulrik Mortensen (* 1955), Cembalist und Dirigent
- Erik Gundersen (* 1959), Speedwayfahrer
- Ulla Tørnæs (* 1962), Politikerin
- Michael Schjønberg (* 1967), Fußballspieler
- Henrik Gunde Pedersen (* 1969), Jazzpianist
- Jacob Hansen (* 1970), Sänger, Gitarrist und Musikproduzent
- Peter Skov-Jensen (* 1971), Fußballspieler
- Camilla Nielsen (* 1972), Malerin
- Søren Haagen Andreasen (* 1974), Handballtorwart und Handballtrainer
- Sonja Richter (* 1974), Schauspielerin
- Niels Kristian Iversen (* 1982), Speedwayfahrer
- Tim Winkler (* 1986), Handballspieler
- Kevin Conboy (* 1987), Fußballspieler
- Mikkel Vendelbo (* 1987), Fußballspieler
- Lotte Grigel (* 1991), Handballspielerin
- Louise Burgaard (* 1992), Handballspielerin
Einwohnerzahlen (Kommune)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Katholische St.-Nikolai-Kirche (1968/69)
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Esbjerg und die Insel Fanø zur Zeit des Zweiten Weltkriegs dienten als Motiv für die Orte Morlunde und Sande im Roman Mitternachtsfalken von Ken Follett.[5]
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Esbjergs historie. 3 Bände. Esbjerg.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Commons: Esbjerg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien -
Wikivoyage: Esbjerg – Reiseführer - Webseite der Stadt. Abgerufen am 1. Oktober 2009 (dänisch).
- Seite des Touristikbüros Esbjerg. Abgerufen am 17. April 2010 (dänisch).
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ a b c Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BY1: Folketal 1. januar efter byområde, alder og køn (dänisch)
- ↑ Fischereimuseum Esbjerg. Archiviert vom Original am 22. August 2011, abgerufen am 11. März 2011.
- ↑ Der Mensch am Meer. Abgerufen am 1. Oktober 2009.
- ↑ Vesterhavs Cup. Euro Sporting, archiviert vom Original am 22. August 2011, abgerufen am 13. März 2016 (englisch).
- ↑ Bookreporter - Ken Follett, 2002