Eschbach (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Eschbach
Eschbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Eschbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 11′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 231 m ü. NHN
Fläche: 3,66 km2
Einwohner: 612 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76831
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 022
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.eschbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Frank Laux (parteilos)
Lage der Ortsgemeinde Eschbach im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Gesamtansicht – Blick von der Madenburg

Eschbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die viertkleinste Ortsgemeinde darstellt. Eschbach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschbach befindet sich am östlichen Rand des Wasgaus, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird. Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Leinsweiler, Ilbesheim bei Landau in der Pfalz, Göcklingen, Klingenmünster, Waldhambach und Landau in der Pfalz (Exklave). Südwestlich des Siedlungsgebiets erstreckt sich der insgesamt 476,3 Meter hohe Rothenberg. Weiter nordwestlich liegt der 523 Meter hohe Schletterberg, dessen Ostflanke auf Gemarkung von Eschbach liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird erstmals 1254 in einer Urkunde des Klosters Eußerthal als Echibach urkundlich erwähnt. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Madenburg.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Eschbach in den Kanton Landau eingegliedert. Anschließend wechselte die Gemeinde in den Kanton Annweiler 1815 hatte der Ort insgesamt 640 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. In der Folgezeit kehrte Eschbach zum Kanton Landau zurück. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor. 1832 stellten Teilnehmer des Hambacher Festes aus dem Ort nach der Rückkehr von diesem in Wollmesheim einen Freiheitsbaum auf.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Eschbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Eschbach der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des Jahres 2013 waren 65,1 Prozent der Einwohner katholisch und 18,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Eschbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eschbach (Pfalz)
Blasonierung: „In Grün drei silberne Schrägwellenbalken.“
Wappenbegründung: Grundlage ist ein bereits 1626 nachgewiesenes Gerichtssiegel, die Verleihung erfolgte am 2. Dezember 1937 durch den Reichsstatthalter in Bayern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhalb von Eschbach liegt die Madenburg, zu deren Herrschaft der Ort gehörte. Die Ritter der Burg gehörten im 15. Jahrhundert zur Gesellschaft mit dem Esel, weswegen sich der Spitzname Esel einbürgerte, den die Nachbardörfer den Eschbachern gaben.[5] Als Reminiszenz daran werden seit 2004 künstlerisch gestaltete Eselskulpturen im ganzen Ort aufgestellt.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist ein Weinort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort existieren die Großlage Herrlich sowie die Einzellage Hasen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Eschbach verlaufen die Landesstraßen 508 und 509; erstere ist vor Ort mit der Deutschen Weinstraße identisch. Die Buslinie 531 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar verbindet die Gemeinde mit Landau in der Pfalz und Annweiler am Trifels. Zudem liegt die Gemeinde an der Südroute der Pfälzer Jakobswege sowie am Radweg Deutsche Weinstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kar Beil (1902–1992), Pfarrer, ab 1975
  • Albert Weigel (1902–1985), Pfarrer und Geistlicher Rat, ab 1985
  • Otto Thomas (1927–2006), Pfarrer, ab 1993

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Josef Ehrhart (1853–1908), Politiker (SPD), Landtags- und Reichstagsabgeordneter
  • Peter Dausch (1864–1944), katholischer Priester, Theologieprofessor und wissenschaftlicher Buchautor.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eschbach (Pfalz) – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Eschbach (Pfalz) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Günter Steinel: Warum Esel? eschbach-pfalz.de, abgerufen am 2. Februar 2015.
  6. Eschbacher Eselei. eschbach-pfalz.de, abgerufen am 2. Februar 2015.