Eschborn

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eschborn (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eschborn
Eschborn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eschborn hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 8° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Taunus-Kreis
Höhe: 138 m ü. NHN
Fläche: 12,14 km²
Einwohner: 21.009 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1731 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65760
Vorwahlen: 06196, 06173
Kfz-Kennzeichen: MTK
Gemeindeschlüssel: 06 4 36 003
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 36
65760 Eschborn
Webpräsenz: www.eschborn.de
Bürgermeister: Mathias Geiger (FDP, gewählt als unabhängiger Kandidat)
Lage der Stadt Eschborn im Main-Taunus-Kreis
Eppstein Kelkheim (Taunus) Bad Soden am Taunus Liederbach am Taunus Schwalbach am Taunus Eschborn Sulzbach (Taunus) Hofheim am Taunus Kriftel Hattersheim am Main Flörsheim am Main Hochheim am Main Wiesbaden Landkreis Offenbach Frankfurt am Main Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Wiesbaden Kreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild

Eschborn ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerbach in Eschborn

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschborn liegt im Rhein-Main-Gebiet am östlichen Rand des Main-Taunus-Kreises. Es ist mit den Frankfurter Stadtteilen Sossenheim und Rödelheim benachbart und gehört zur Stadtregion Frankfurt. Die Frankfurter Innenstadt ist 7 km, der internationale Flughafen Frankfurt am Main 15 km entfernt. Zu Eschborn gehört der Stadtteil Niederhöchstadt, der im Norden an Eschborn angrenzt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschborn grenzt im Norden an die Städte Kronberg im Taunus und Steinbach (Taunus) (beide Hochtaunuskreis), im Osten und Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main sowie im Westen an die Stadt Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis).

Blick auf die Hochhäuser im Gewerbegebiet Eschborn Süd

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zentrale Dorfbrunnen erinnert an die über 1200 Jahre zurückliegende Ersterwähnung von Eschborn
Fachwerkhaus an der Hauptstraße
Der Eschborner Bahnhof im Jahr 2000

Im Jahr 770 wurde Eschborn als Aschenbrunne in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet so viel wie „Brunnen an der Esche“. Am 3. Juli 875 zerstörte eine Überschwemmung den Ort, wobei 88 Menschen und fast der gesamte Viehbestand getötet wurden. Die Eschborner Turmburg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, sie wird mit den Ende des 12./Anfang des 13. Jhs. auftauchenden Herren von Eschborn in Verbindung gebracht, die ihren Hauptsitz kurz darauf nach Kronberg verlegten. Eschborn gehörte als Reichslehen den Herren von Kronberg, bis diese 1704 ausstarben und ihre Herrschaft an Kurmainz fiel.

1389 fand die Schlacht bei Eschborn statt. Im Rahmen des Krieges des rheinischen Städtebundes gegen den Pfalzgrafen zog die Stadt Frankfurt gegen die Ritter von Kronberg zu Felde. Die Kronberger und ihre zu Hilfe geeilten Verbündeten (der Pfalzgraf und die Hanauer) siegten und nahmen zahlreiche Gefangene, unter anderem auch den Bürgermeister von Frankfurt, die sie erst gegen eine Zahlung von 73.000 Goldgulden Lösegeld freigaben. Bei einem Gefecht bei Höchst 1622 zwischen General Tilly und Christian von Braunschweig während des Dreißigjährigen Kriegs wurden die alte Burganlage und nahezu der gesamte Ort zerstört (siehe dazu Näheres unter Schlacht bei Höchst).

Durch den Frieden von Lunéville 1801 gelangte der Fürst von Nassau-Usingen in den Besitz der Herrschaft Kronberg. 1806 gingen Kronberg und Niederhöchstadt gemeinsam als Teil des Fürstentums Nassau-Usingen im neu formierten Herzogtum Nassau unter der Führung des Hauses Nassau-Usingen auf. Nach der Annektierung des Herzogtums durch Preußen im Jahre 1866 fielen Eschborn und Niederhöchstadt an das Königreich Preußen. Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs gehörte Eschborn ab 1871 zum Deutschen Reich. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Rödelheim-Kronberg der Kronberger Bahn am 19. August 1874 erhielt Eschborn den ersten Eisenbahnanschluss. In Eschborn lebten bei Kriegsbeginn 1914 1549 Menschen; davon rückten 205 Männer zum Kriegsdienst ein. Bis zu 50 Kriegsgefangene aus Frankreich und Russland lebten in Eschborn.[2]

Blick auf die „Bürostadt Eschborn“

Am 1. Januar 1939 startete der Bau des Militärflugplatzes Frankfurt-Sossenheim (späterer Name: Fliegerhorst Eschborn), der nie vollendet wurde. Der Militärflugplatz, den die Deutschen Ende der 1930er Jahre unter dem Tarnnamen „Schafweide“ errichteten, bestand zunächst nur aus einer großen Wiesenfläche und wenigen Baracken. Es entstanden mehrere große aus Stein gebaute Hangars, von denen heute noch einer steht. Die Kommandantur sowie die Mehrzahl der übrigen Gebäude wurden nur als Baracken gebaut. Der Flugplatz war unter der Bezeichnung Eschborn während des gesamten Krieges im Einsatz. Insbesondere wurden dort auf Lastenseglern Piloten ausgebildet. Von April 1945 bis Kriegsende (Mai 1945) waren auf dem Platz, der unter deutscher Verwaltung keine befestigte Start- und Landebahn hatte, amerikanische Jägereinheiten stationiert, die von dort aus Einsätze gegen das Reich flogen. Nach Kriegsende kam dem Flugplatz Eschborn große Bedeutung als Ausweichflugplatz für den noch nicht wiederhergestellten Flughafen Frankfurt am Main zu. Mit der Wiederinbetriebnahme des Frankfurter Flughafens wurde der Flugbetrieb in Eschborn eingestellt. Auf dem Gelände, welches zu einem Teil auf der Gemarkung von Schwalbach liegt, verblieb bis 1992 die US-Kaserne Camp Eschborn, wo amerikanische Streitkräfte (Pioniereinheit mit schwerem Gerät) stationiert waren. Das Gelände wurde nach dem Abzug von der Stadt gekauft und zum Gewerbegebiet Camp-Phönix-Park umgebaut.

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) nahm unter seinem ersten Intendanten Karl Holzamer am 1. April 1963 seinen Betrieb in Eschborn auf, zog jedoch 1964 nach Wiesbaden und 1974 nach Mainz.[3]

Zur 1200-Jahr-Feier 1970 wurde Eschborn das Stadtrecht verliehen.[4]

Historische Namensformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt:[5]

  • Aschenbrunne (770)
  • Aschibrunnen (782)
  • Aschebrunne (782)
  • Aschenbrunnen (782)
  • Aschibrunen (789)
  • Askebrunnen (800)
  • Aschebrunnen (1008)
  • Esscheborn (1274)

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurde die Nachbargemeinde Niederhöchstadt freiwillig durch den Eingemeindungsvertrag vom 15. September 1971 am 31. Dezember 1971 in die Stadt Eschborn eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1870: 0.0856
  • 1890: 01.037
  • 1910: 01.454
  • 1928: 01.700
  • 1940: 01.679
  • 1945: 01.912
  • 1950: 02.582
  • 1960: 04.259
  • 1970: 12.198
  • 1972: 17.621
  • 1980: 17.763
  • 1990: 18.235
  • 1998: 19.256
  • 1999: 19.388
  • 2000: 19.630
  • 2001: 20.015
  • 2002: 20.153
  • 2003: 20.266
  • 2004: 20.580
  • 2005: 20.753
  • 2006: 20.771
  • 2008: 20.732
  • 2011: 20.789

Ursache für den hohen Anstieg der Einwohnerzahl im Jahr 1972 war die Eingemeindung des Stadtteils Niederhöchstadt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[7] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[8][9]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
        
Von 38 Sitzen entfallen auf:
  • Linke: 2
  • SPD: 8
  • Grüne: 4
  • FDP: 6
  • CDU: 10
  • FWE : 6
  • Bürgerliche : 1
  • klartext : 1
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,2 10 38,4 14 41,6 15 40,6 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,4 8 20,5 7 23,2 9 32,6 12
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 10,5 4 15,2 6 10,3 4 10,1 4
FWE Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt 12,5 5 10,2 4
FDP Freie Demokratische Partei 15,7 6 7,2 3 13,5 5 8,4 3
Die Linke Die Linke. Eschborn 6,3 2 4,5 2 4,3 2
Bürgerliche Die Bürgerlichen 4,1 1 3,9 1 4,1 1 3,9 1
klartext klartext 3,3 1
BGE BürgerGemeinschaft Eschborn 1,7 1 1,8 1
FWG Freie Wählergemeinschaft Eschborn/Ts. e. V. 1,3 0 2,6 1
Gesamt 37 37 37 37
Wahlbeteiligung in % 54,5 54,9 49,1 56,7
Rathaus und Stadthalle

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist seit dem 16. Februar 2014 Mathias Geiger (FDP, unabhängig kandidiert).[10]

Bürgermeisterwahl 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeisterwahl am 2. September 2007 hatte folgendes Ergebnis:

Kandidat Partei Stimmen %
Wilhelm Speckhardt CDU 4.505 59,0
Reinhard Birkert SPD 2.523 33,0
Thomas Matthes Die Linke 630 8,0

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,3 Prozent (2001: 50,1). Gemeindekennziffer: 436003[11]

Bürgermeisterwahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mit den Bundestags- und hessischen Landtagswahlen gleichzeitige Bürgermeisterwahl am 22. September 2013 hatte im ersten Wahlgang folgendes Ergebnis:

Kandidat Partei Stimmen %
Wilhelm Speckhardt CDU 4.068 35,5
Mathias Geiger Unabhängig 3.551 31,0
Adi Kannengießer SPD 2.338 20,8
Michael Bauer Unabhängig 836 7,3
Bernd Kuhn FWE 433 3,8
Susann Möller Piraten 195 1,7

Die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 Prozent. Gemeindekennziffer: 436003[12]

Stichwahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am 6. Oktober 2013 folgende Stichwahl zwischen Wilhelm Speckhart (CDU) und Mathias Geiger (Unabhängig) hatte folgendes Ergebnis:

Kandidat Partei Stimmen %
Mathias Geiger Unabhängig 4.896 61,1
Wilhelm Speckhardt CDU 3.123 38,9

Die Wahlbeteiligung lag bei 58,2 Prozent. Gemeindekennziffer: 436003[13]

Vorgänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorgänger waren u. a. Edwin Mämpel (SPD) die Jahre 1945/46, Heinrich Graf (SPD) von 1946 bis 1961, danach Hans Georg Wehrheim (SPD) von 1962 bis 1979, Jochen Riebel (CDU) von 1979 bis 1984, Manfred Tomala (CDU) von 1984 bis 1990 und Martin Herkströter (CDU) von 1990 bis 2001. Bürgermeister von Niederhöchstadt war zum Zeitpunkt der Eingemeindung Heinz Henrich, der 1966 auf Helmut Neumann folgte. Erster Nachkriegsbürgermeister war Wilhelm Bauer (1945 bis 1964).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot aus einer goldenen Krone im Schildfuß wachsend ein silberner offener Flug, unten rechts und oben links belegt mit jeweils vier blauen Eisenhütchen, 2:2 gestellt.“

Das aktuelle Wappen wurde der Gemeinde in dieser Form am 8. Februar 1937 vom Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Philipp Prinz von Hessen, verliehen. Bis längstens zu diesem Termin galt ein Vorgängerwappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1985 unterhält Eschborn eine Partnerschaft mit dem französischen Montgeron, das ca. 17 km von Paris entfernt liegt. Im Jahr 2001 unterzeichneten die vier Städte Eschborn (D), Montgeron (F), Póvoa de Varzim (PT) und Żabbar (MLT) einen Freundschaftsvertrag. Im Mai 2010 hat Eschborn mit Póvoa de Varzim und Żabbar eine offizielle Städtepartnerschaft besiegelt.

Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arboretum Main-Taunus

Freizeitparks Kirchwiesen, Oberwiesen und Unterwiesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die so genannten Freizeitparks liegen entlang des Westerbachs, dem einzigen fließenden Gewässer in Eschborn. Es handelt sich dabei um vorwiegend landwirtschaftliche genutzte Flächen, d. h. Ackerbau, Weiden, vereinzelt ein paar Streuobstwiesen. Für Fußgänger und Radfahrer führen durch diese Gebiete gern benutzte Wege als Verbindung zwischen den beiden Eschborner Stadtteilen bzw. zu den Nachbarstädten. Durch die Kirchwiesen (beginnend hinter der Grundschule in Niederhöchstadt) gelangt man zu Fuß in ca. einer Stunde nach Kronberg, durch die Unterwiesen (beginnend hinter dem ehemaligen Bauhof in Eschborn) nach Frankfurt-Rödelheim. Die Oberwiesen liegen zwischen Niederhöchstadt und Eschborn, hier ist auch der beliebte Traktorspielplatz, der nach dessen Hauptattraktion benannt ist. Zusammen bilden diese die „grüne Lunge“ der Stadt, wo keine Bauten und Versiegelungen erfolgen dürfen.

Arboretum Main-Taunus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Arboretum Main-Taunus ist ein ca. 76 ha großer Baum- und Sträucherpark. Hier sind ca. 600 Baum- und Sträucherarten aus allen Teilen der Erde angepflanzt. Das Arboretum liegt auf der Gemarkung der Städte Schwalbach am Taunus, Sulzbach (Taunus) und Eschborn. Durch das Arboretum führen mehrere Rad- und Wanderwege und ist ganzjährig öffentlich zugänglich.

Eschborn als Faktor im Main-Taunus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner direkten Nachbarschaft zu Frankfurt ist Eschborn eine finanziell wohlhabende Stadt im sogenannten Frankfurter „Speckgürtel“, was sich nicht zuletzt in vielen Bauvorhaben widerspiegelt. Weiterhin finanziert die Stadt Eschborn annähernd die Hälfte der Kreisumlage des Main-Taunus-Kreises.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtmuseum am Eschenplatz (seit 1989) mit folgenden Abteilungen: Die Schlacht bei Eschborn (1389), Die alamannischen Funde (ein Gräberfeld aus der Zeit des 4./5. Jhdts. n. Chr. mit zahlreichen wertvollen Beigaben) und die Sammlung des Malers Hanny Franke (1890–1973). Ferner gibt es eine Abteilung, in der jeweils wechselnde Künstler aus Eschborn ausstellen dürfen; so fand zum Beispiel 2012 eine Präsentation Eschborner Fotografien mit Fotos von Adolf Haxel statt.[14]
  • evangelische Kirche
  • katholische Kirche St. Nikolaus, 1951 eingeweiht; Die Baupläne stammten von den Frankfurter Architekten Heinrich Horvatin und Carl Rummel.[15]
  • Der Eschborner Stuhl ist mit 25 m Höhe der größte Deutschlands. Er dient seit November 2005 einem Möbelhaus als Wahrzeichen. (Der mit 27 Metern größte Stuhl der Welt steht im spanischen Lucena.)
  • Aussichtsturm der Raststätte Taunusblick an der A 5. Der 25 Meter hohe Turm wurde 2008 im Stil eines Limes-Turms errichtet und bietet einen sehr guten Ausblick auf den Taunus und die Skyline von Frankfurt. Die Aussichtsplattform kann mit einem gläsernen Aufzug oder über 100 Stufen erreicht werden.[16]

Skulpturenachse Eschborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skulpturenachse Eschborn ist eine Sammlung von acht Skulpturen im öffentlichen Raum in Eschborn. In den folgenden Abbildungen sind die sechs Einzelskulpturen Travel a Head, Hua, Phönix, Fulcrum, Drei Säulen, Versatzstück und die Doppelskulptur Adam und Eva zu sehen.

Noch ohne Abbildung ist die achte Skulptur Steine für Eschborn von Gisela Weber. Das Kunstwerk aus massigen Quadern aus Mainsandstein wurde 1992 an der Koordinate 50° 8′ 55″ N, 8° 33′ 46″ O aufgestellt.

Regelmäßige Festveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühlingsfest, kleine Kirmes auf dem Wiesenplatz
  • Eschenfest, jeweils im Frühsommer, im Mai oder Juni, auf dem Eschenplatz, ausgerichtet von örtlichen Vereinen
  • Niederhöchstädter Markt, im Sommer entlang der Hauptstraße im Stadtteil Niederhöchstadt; von den örtlichen Vereinen gestaltet (alle zwei Jahre in geraden Jahren).
  • Wiesenfest, große Kirmes auf dem Wiesenplatz im Juli
  • Summertime, Sommerfeste mit Livemusik und Biergartenatmosphäre. Diverse Termine und Orte (z. B. VR-Leasing, Heinrich-von-Kleist-Schule, Süd-West-Park)
  • Weihnachtsmarkt auf dem Eschenplatz

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der erfolgreichsten Vereine in Eschborn ist der seit Januar 2006 in Insolvenz befindliche Fußballverein 1. FC Eschborn 1930.

Ein weiterer, sehr erfolgreicher Eschborner Verein ist der Tennisclub tennis 65 eschborn, der neben vielen Mannschaften in den Regionalligen, Landesligen, Bezirksklassen und den Kreisligen auch einen deutschen Meister hat. Die Mannschaft Herren 55+ wurde 2010 und 2011 Deutscher Mannschaftsmeister.

Zu den größten Vereinen in der Stadt zählen u. a. die TuRa Niederhöchstadt und der Turnverein Eschborn 1888. Zahlreiche weitere Vereine ergänzen ein breites, insbesondere sportliches Angebot.

Zwischen den Stadtteilen befindet sich seit Anfang 1970er ein Hallen- und Freibad. Das sog. Wiesenbad wurde am 1. September 2001 nach einer einjährigen Sanierung und Renovierung wieder eröffnet und bietet Sauna-Bereich und Hallenbad sowie ein Freibad je mit 25-Meter-Bahn.

Zudem wird in Eschborn jährlich zum 1. Mai (im Jahr 2011 zum 50. Mal) ein international bekanntes Radrennen gestartet, das bis 2008 als Rund um den Henninger Turm bekannt war. Seitdem wechselt der Name abhängig von den Sponsoren, enthält aber über Eschborn-Frankfurt City Loop zu Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt den Namen Eschborns; außer Radprofis starten in separaten Wertungen auch Amateure und Nicht-Organisierte, zuletzt nicht mehr von Eschborn aus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vodafone (ehem. Arcor-Zentrale) mit 23 Etagen

Ortsansässige Unternehmen und Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschborn bietet u. a. aufgrund seiner Nähe zu Frankfurt am Main und seiner guten Erreichbarkeit zirka 30.000 Arbeitsplätze (Stand: 2011). Sie konzentrieren sich vor allem im Gewerbegebiet Süd sowie in den Groß- und Einzelhandelsunternehmen im Osten und Westen der Stadt. Knapp 90 Prozent sind im Dienstleistungsbereich angesiedelt, u. a. bei den Unternehmen Vodafone (ehem. Arcor), Deutsche Bank, Deutsche Börse, VR Leasing, Siemens, Deutsche Telekom, Ernst & Young, IBM, Techem und Randstad Deutschland,

sowie bei folgenden Behörden und Verbänden:

und zahlreichen weiteren Consulting-, Marketing- und Softwareunternehmen. Das Möbelunternehmen Mann Mobilia unterhält außerdem eine große Filiale in Eschborn. Eurest ist ein 1974 gegründeter Betreiber von Betriebsrestaurants.

Der angekündigte Umzug eines Großteils der Mitarbeiter der Deutschen Börse von Frankfurt am Main in ein Übergangsgebäude im Eschborner Gewerbegebiet Süd sorgte 2008 für viel Aufsehen in der Regionalpresse. Bereits 2010 bezogen die meisten Mitarbeiter der Deutschen Börse ein neu errichtetes Gebäude in Eschborn. Der Grund für den Ortswechsel waren die finanziellen Vorteile, vor allem der deutlich geringere Gewerbesteuerhebesatz mit nur 280 Prozent (seit 2016: 330 Prozent)[17] gegenüber dem benachbarten Frankfurt am Main mit 460 Prozent.[18] Offizieller Firmensitz der Deutschen Börse bleibt jedoch Frankfurt am Main.

Bekannte Unternehmen mit ehemaligem Sitz in Eschborn sind u. a. die Unternehmensgruppe Georg von Opel, Arthur Andersen und Linotype AG, heute Monotype GmbH.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren in Eschborn zwei Zeitungen, die ausschließlich oder vorwiegend in Eschborn erscheinen. Alle zwei Wochen werden die Eschborner Nachrichten,[19] jede Woche der Eschborner Stadtspiegel[20] herausgegeben. Unabhängig von diesen Verlagen existieren drei lokale Online-Medien, die Eschborner Zeitung, das Eschborner OnlineMagazin und das Eschborner Stadtmagazin. Ergänzt werden die vier Medien durch die regionale Presse Höchster Kreisblatt, Frankfurter Rundschau sowie Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eschborn gibt es vier Schulen:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten Autobahnanschlüsse zur A 66 und A 5 sind etwa 1,5 km entfernt, die S-Bahn-Linien S3 und S4 fahren durch Eschborn (Haltepunkte Eschborn Süd, Eschborn und Niederhöchstadt) und bieten eine Direktverbindung in die Frankfurter Innenstadt.

Seit Anfang 2013 lässt das Frankfurter Verkehrsdezernat eine mögliche Verlängerung der U-Bahn Linie U6 nach Eschborn prüfen und hat eine entsprechend konkrete Untersuchung des Projekts in Auftrag gegeben. Dabei geht es um die Verlängerung der U-Bahn-Linie U6, die derzeit an der Heerstraße in Frankfurt-Praunheim endet. Auch eine Haltestelle im Gewerbegebiet Helfmann-Park ist unter Umständen möglich. Diese würde laut dem Bürgermeister von Eschborn „den Standort Eschborn noch weiter aufwerten“. Einen genauen Zeitplan für das Projekt gebe es noch nicht. Ein Treffen mit Vertretern aus Eschborn, Frankfurt und Oberursel zum U-Bahn-Thema soll stattfinden. Bündnis 90/Die Grünen im Hochtaunuskreis haben sich für einen Ausbau der U6 über Eschborn hinaus mit Haltestellen in Steinbach und Kronberg ausgesprochen. Die Stadt Oberursel im Hochtaunuskreis ist seit den 1970er-Jahren über die U-Bahn-Linie U3 an das Frankfurter U-Bahn-Netz angeschlossen worden.[25]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansjörg Ziegler: 10 Bände, Eschborn: Historische Gesellschaft e. V., 1992, Band I–X.
  • Festschrift: 1200 Jahre Niederhöchstadt, Eschborn: Magistrat der Stadt 1982.
  • Adolf Paul: Vom Vorgestern zum Heute. Ein Dorf und seine Geschichte, Gerhard Stalling AG, Oldenburg 1962.
  • Reinhard A. Bölts: Eschborn – Bilder einer dynamischen Stadt, Verlag 76 GmbH, 1976.
  • Uta Christmann: Eschborn – Die Stadt zwischen Main und Taunus, ET-Verlag, Eschborn 1991, ISBN 3-928315-00-5.
  • Eschborn dialog, Eschborn: Magistrat der Stadt, 2007, ISBN 978-3-00-020336-7.
  • Gerd S. Bethke: Die Flurnamen der Stadt Eschborn 1. Niederhöchstadt, Eschborner Museumsschriften 4, Eschborn: Magistrat der Stadt 2009.
  • Gerd S. Bethke: Die Flurnamen der Stadt Eschborn 2. Eschborn, Eschborner Museumsschriften 5, Eschborn: Magistrat der Stadt 2009.
  • Theodor Niederquell: Die Bevölkerung von Eschborn 1650-1775. Zur Sozialgeschichte und Demographie eines Dorfes im östlichen Vortaunus. Historische Kommission für Nassau : Wiesbaden 1985. ISBN 978-3-922244-62-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. FAZ.net 8. August 2015: „Der Russe war ein sehr anstelliger Kerl“
  3. ZDF Unternehmensgeschichte
  4. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 23. April 1970 — IV A 22 — 3 k 08/03 — 1/70 — Betrifft: Verleihung des Rechts zur Führung der Bezeichnung „Stadt“ an die Gemeinde Eschborn, Main-Taunus-Kreis (StAnz. 19/1970 S. 926)
  5. „Eschborn, Main-Taunus-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 7. April 2014, abgerufen am 10. Juli 2014.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 370.
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  10. Eschborner Zeitung: Sonntagsbrunch zwischen Aktenstapeln. In: eschborner-zeitung.de/. 16. Februar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014.
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Bürgermeisterwahl in Eschborn, St. In: Statistik-Hessen.de. 2. September 2007, abgerufen am 8. März 2008.
  12. Hessisches Statistisches Landesamt: Bürgermeisterwahl in Eschborn, St. In: Statistik-Hessen.de. 22. September 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  13. Hessisches Statistisches Landesamt: Bürgermeisterwahl in Eschborn, St. In: Statistik-Hessen.de. 6. Oktober 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  14. Fotografisches Gedächtnis eines Dorfes. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. April 2012, Seite 46.
  15. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kirchgasse 4: Katholische Kirche St. Nikolaus. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  16. Tipp 58: Rast mit Aussicht auf der Webseite der Raststätte Taunusblick
  17. Zahlen und Fakten der Stadt Eschborn
  18. Gewerbesteuer Stadt Frankfurt am Main
  19. Eschborner Nachrichten
  20. Eschborner Stadtspiegel
  21. Hartmutschule
  22. Grundschule Süd-West
  23. Westerbach-Schule
  24. HvK-Schule
  25. „ÖPNV – U-Bahn nach Eschborn“, Frankfurter Rundschau vom 24. Januar 2013
  26. Das russische München. Verlag Mir e. V., München 2010. ISBN 978-3-98-05300-9-5
  27. Das russische München. Verlag Mir e. V., München 2010. ISBN 978-3-98-05300-9-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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