Eschenbach LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Eschenbach zu vermeiden.
Eschenbach
Wappen von Eschenbach
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Hochdorf
BFS-Nr.: 1026i1f3f4
Postleitzahl: 6274
UN/LOCODE: CH ESB
Koordinaten: 666905 / 220566Koordinaten: 47° 7′ 58″ N, 8° 19′ 14″ O; CH1903: 666905 / 220566
Höhe: 475 m ü. M.
Fläche: 13,19 km²
Einwohner: 3657 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 277 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
10,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.eschenbach-luzern.ch
Karte
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Eschenbach ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Hochdorf des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 9 km nördlich von Luzern auf einer Geländeschwelle zwischen Reusstal und Seetal. Neben dem Dorf gehören zahlreiche Häusergruppen und Einzelgehöfte zur Gemeinde.

Die Nachbargemeinden sind Ballwil, Buchrain, Emmen, Hochdorf, Inwil, Rain und Rothenburg .

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 1'097
1816 790
1850 1'229
1900 1'204
1950 1'656
1960 1'830
1970 1'983
1980 2'321
1990 2'455
2000 2'966
2004 3'174
2010 3'447

Die Bevölkerung wuchs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasch an. Danach stagnierte sie bis 1900 bei etwa 1'200 Einwohnern. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte ein stetes, langsames Wachstum. Seither nimmt sie stark zu, nicht zuletzt wegen der Nähe zur Stadt Luzern und dem Steuerfuss („Steueroase“). Das Wachstum betrug von 1970 bis 2004 +60,1 %.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 94,91 % Deutsch, 1,52 % Albanisch und 0,81 % Italienisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher bestand die gesamte Bevölkerung aus Römisch-Katholiken. 2000 gab es 80,55 % römisch-katholische, 8,60 % evangelisch-reformierte und 0,98 % orthodoxe Christen. Daneben gibt es 3,57 % Konfessionslose und 2,73 % Muslime. Die Muslime sind meist Albaner und Bosniaken, die Orthodoxen Serben und Montenegriner.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren von den 3'594 Einwohnern 3'229 Schweizer und 365 (= 10,2 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 89,8 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (33,7 %), Serbien inklusive Kosovo (16,4 %), Italien (12,6 %), Portugal (9,3 %) und Spanien (1,9 %). 19,5 % stammten aus dem übrigen Europa und 6,6 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste sichere Erwähnung im Güterrodel der Fraumünsterabtei Zürich unter dem Namen „Eskinpah“ im Jahr 924. Vorherige Erwähnungen können nicht sicher belegt werden. Die Gemeinde war bis 1309 ein Lehen der Freiherren von Eschenbach. Da sich Walter IV. aus diesem Geschlecht am Mord an König Albrecht beteiligte, wurde sein Besitz von den Habsburgern übernommen und gehörte bis 1385 zu ihrem Amt Rothenburg. Die Gemeinde fiel in diesem Jahr an die expandierende Stadt Luzern, wo sie bis 1798 als Teil der Landvogtei Rothenburg verblieb. Danach gehörte sie bis 1803 zum Distrikt Hochdorf, von da an zum damals neu geschaffenen Amt Hochdorf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Eschenbach besteht aus sechs Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Guido Portmann (CVP): Gemeindepräsident
  • Markus Kronenberg (CVP): Gemeindeammann
  • Anton Christen (parteilos): Gemeindeschreiber
  • Pia Rüttimann-Troxler (CVP): Sozialvorsteherin
  • Benno Fleischli (FDP)
  • Dorly Galliker-Bühlmann (FDP)

Kantonsratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Eschenbach: CVP 44,0 %, FDP 24,2 %, SVP 19,3 %, SP 5,9 %, GPS 3,4 %, glp 2,8 %.[5]

Nationalratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Eschenbach: CVP 32,6 %, SVP 28,7 %, FDP 20,3 %, SP 7,4 %, glp 4,7 %, GPS 3,2 %, BDP 1,7 %.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschenbach verfügt über eine eigene Bahnstation an der Bahnlinie Luzern-Lenzburg (im Volksmund Seetalbahn genannt) und ist daher gut ins Netz des öffentlichen Verkehrs eingebunden. Zudem verkehrt von Montag bis Freitag ein Pendlerschnellbus zum Bahnhof in Rotkreuz (ZG).

Das Dorf liegt wie der Weiler Blatten an der Hauptstrasse Luzern-Lenzburg. Der Ortsteil Bründlen liegt an der Hauptstrasse Eschenbach-Sempach, der Weiler Mettlen an der Strasse Emmen-Inwil, der Weiler Höndlen an der Strasse Eschenbach-Inwil und die beiden Weiler Öggeringen und Herrendingen abseits von Hauptstrassen.

Die nächstgelegenen Autobahnanschlüsse sind Buchrain an der A14 in 4 km, Gisikon an der A14 in 7 km und Emmen-Süd an der A2 in 8 km Entfernung.

Kloster Eschenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eschenbach besteht ein Nonnenkloster des Ordens der Zisterzienser das Kloster Eschenbach.[7]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eschenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Eschenbach
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Eschenbach
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.
  7. kloster-eschenbach.ch: Kloster Eschenbach, Zugriff am 24. März 2010