Eschenbach in der Oberpfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eschenbach i.d.OPf.
Eschenbach in der Oberpfalz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eschenbach i.d.OPf. hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs­gemeinschaft: Eschenbach in der Oberpfalz
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 35,13 km2
Einwohner: 4189 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92676
Vorwahl: 09645
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 117
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marienplatz 42
92676 Eschenbach i.d.OPf.
Website: www.eschenbach-opf.de
Bürgermeister: Marcus Gradl (CSU Eschenbach[2])
Lage der Stadt Eschenbach i.d.OPf. im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
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Über dieses Bild

Eschenbach in der Oberpfalz (amtlich: Eschenbach i.d.OPf.) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach.


Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 17 Stadtteile:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschenbach in der Oberpfalz

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1150 wurde Eschenbach erstmals als Markt erwähnt. Die wittelsbachische Stadtherrschaft war nur im 14. Jahrhundert während der Zugehörigkeit zu Neuböhmen von 1353 bis 1400 unterbrochen. Kaiser Karl IV. verlieh Eschenbach 1358 die Stadtrechte. Im 15. Jahrhundert kam Eschenbach in pfälzischen Besitz und später zum Kurfürstentum Bayern. Die Stadt war Sitz eines Pflegamts und gehörte zum Rentamt Amberg des Kurfürstentums Bayern. Eschenbach besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Kreisgebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, war die Stadt der Sitz des Landkreises Eschenbach in der Oberpfalz. Einen großen Teil der Kreisfläche nahm der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein. Teile des Landkreises gehören heute zu Mittelfranken (Neuhaus an der Pegnitz), zum Landkreis Bayreuth und, wie etwa die Stadt Auerbach, zum Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Großteil wurde in den Landkreis Neustadt eingegliedert. Mit der Kreisreform verlor die Stadt das Landratsamt und weitere Behörden.

Am 30. Juni 2012 wurde das Krankenhaus Eschenbach der Kliniken Nordoberpfalz AG nach über 100 Jahren Tätigkeit geschlossen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Stegenthumbach und ein Teil der Gemeinde Thomasreuth eingegliedert. Ein Teil von Pichlberg folgte am 1. Juli 1972.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Landesamt für Statistik wohnen in der Rußweiherstadt 4056 Menschen (Stand Juli 2019). Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.669 auf 4.056 um 387 Einwohner bzw. um 10,6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 setzt sich der Stadtrat Eschenbachs so zusammen:

CSU SPD FW ÜCW* Gesamt
2020 6 5 3 2 16

* Überparteiliche Christliche Wählergemeinschaft

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2020 Marcus Gradl (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2020 mit 56,7 % der abgegebenen Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eschenbach in der Oberpfalz
Blasonierung: „Geteilt und oben gespalten; vorne in Schwarz ein rot gekrönter goldener Löwe, hinten von Silber und Blau geweckt, unten in Rot ein silberner Fisch.“[5]

Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt in der Schweiz ist die Gemeinde Eschenbach im Kanton Luzern seit 1989.

Netzaberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich vom Stadtkern am Netzaberg entstand bis 2008 ein neues Viertel: Es hieß ursprünglich Newtown, aus Integrationsgründen entschied man sich jedoch für Netzaberg. Insgesamt wurden 830 Doppel- und Dreifachhäuser für US-Soldaten der sogenannten Strykerbrigade (benannt nach den leicht bewaffneten Stryker-Radpanzern) und deren Familien errichtet. Das Viertel bekam auch einen Kindergarten, ein Jugendzentrum, ein Sportzentrum, eine Schule und ein Gebäude für Andachten aller Religionsgemeinschaften. Es war eines der größten Bauprojekte der letzten Jahrzehnte in Bayern. Insgesamt wurden 700 Millionen US-Dollar in das Bauvorhaben investiert.[6] Die US-Armee hat die Immobilien für zehn Jahre angemietet mit einer Option, den Mietvertrag auf weitere fünf Jahre zu verlängern.[7] Die Einwohnerzahl Eschenbachs wird sich voraussichtlich um 3.500 Soldaten (mit Familien ca. 10.500 US-Bürger) erhöhen.[8]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kleine und der Große Rußweiher bieten gute Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eschenbach liegt an der Bundesstraße 470. Von 1904 bis 1962 (Personenverkehr) bzw. 1976 (Güterverkehr) war es Station der Bahnstrecke Pressath–Kirchenthumbach.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landespolizei
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Notariat
  • Straßenmeisterei
  • Nebenstelle der Bundesagentur für Arbeit
  • Campingplatz
  • Freibad (Rußweiher in Eschenbach)
  • Hallenbad
  • Vogelfreistätte
  • Stadtbibliothek/Stadtarchiv
  • Rettungsdienst (BRK)
  • Wasserwacht
  • Seniorenheime

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Städtischer Kindergarten und Kinderkrippe
  • Grundschule
  • Mittelschule
  • Förderschule
  • Gymnasium
  • Wirtschaftsschule
  • Musikschule im Vierstädtedreieck
  • Volkshochschule (VHS)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eschenbach in der Oberpfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Grußwort des Ersten Bürgermeisters. Gemeinde Eschenbach, abgerufen am 28. Juni 2020.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=965&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111106/191703&hodie=20111106/191703, der Eschenbacher Ortsteil Netzaberg wurde noch nicht in der Bayerischen Landesbibliothek eingetragen.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 459.
  5. Eintrag zum Wappen von Eschenbach in der Oberpfalz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Mittelbayerische Zeitung[1] vom 16. Dezember 2012
  7. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 14. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.presseportal.de
  8. Süddeutsche Zeitung Nr. 102 vom 4. Mai 2007 Seite 41