Esmeraldas (Ecuador)

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Esmeraldas
Koordinaten: 0° 57′ N, 79° 40′ W
Karte: Ecuador
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Esmeraldas
Esmeraldas auf der Karte von Ecuador
Basisdaten
Staat Ecuador
Provinz Esmeraldas
Stadtgründung 21. September 1526
Einwohner 154.035 (2010)
Stadtinsignien
ESCUDO ESMERALDAS.png
Bandera de esmaraldas.png
Detaildaten
Fläche 15,216 km2
Bevölkerungsdichte 10.123 Ew./km2
Höhe m
Vorwahl +593 6
Zeitzone UTC-5
Stadtvorsitz Lenin Lara (PAIS)
Website Website Esmeraldas
Esmeraldas Ecuador.jpg

Esmeraldas ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Ecuadors mit ca. 154.000 Einwohnern[1]. Sie liegt am Fluss Río Esmeraldas, der dort in den Pazifik mündet.

Das heiße Klima, der hohe Anteil an afro-ecuadorianischer Bevölkerung und die üppige Vegetation verleihen der Stadt ein karibisches Flair, auch wenn sie städtebaulich nicht besonders attraktiv ist. Heute findet man nur noch wenige der traditionellen Holzhäuser. Am Stadtstrand "Las Palmas" gibt es zahlreiche Restaurants und Bars, weshalb abends und vor allem an Wochenenden hier das Nachtleben pulsiert. Zum Baden ist der Strand allerdings nur bedingt zu empfehlen, da durch die Nähe der Offshore-Anlage oftmals Erdöl angeschwemmt wird.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt war seit 2000 Ernesto Estupiñán von der linksgerichteten Partei Movimiento Popular Democrático (MPD). Bei der Kommunalwahl im Oktober 2004 wurde er in seinem Amt bestätigt. Seit 2014 bis 2019 ist Lenin Lara Rivadeneira (PAIS) Bürgermeister der Stadt.

Religion und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esmeraldas ist Sitz des römisch-katholischen Apostolischen Vikariats Esmeraldas. Außerdem befindet sich in der Stadt ein Campus der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esmeraldas besitzt einen bedeutenden Seehafen am Pazifik. Hier gibt es auch eine von drei Erdölraffinerien Ecuadors, betrieben von der staatlichen Gesellschaft Petroecuador.

Zwei Fernstraßen verbinden die Stadt mit dem Rest des Landes: Die nord-südlich verlaufende E15 von der kolumbianischen Grenze nach Salinas führt durch die Stadt und die west-östlich verlaufende E20 nach Puerto Francisco de Orellana beginnt hier.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esmeraldas gilt bei vielen als eine der gefährlichsten und dreckigsten Städte Ecuadors, was jedoch durch offizielle Statistiken nur bedingt belegbar ist. Das Abfallproblem vergangener Tage konnte behoben werden und in Kürze wird Esmeraldas zu den wenigen Städten Ecuadors gehören, die über ein Mülltrennungssystem verfügen.

Am 26. Februar 1998 wurde Esmeraldas Schauplatz einer Umweltkatastrophe, als sich Rohöl in den Río Esmeraldas ergoss und sich entzündete, nachdem eine Ölpipeline gebrochen war. Nach offizieller Zählung fanden zwölf Menschen den Tod und Hunderte wurden verletzt. Die Auswirkungen auf das Mündungsgebiet waren katastrophal und vernichteten 80 % der Mangrovensümpfe.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Esmeraldas sind Benidorm an der Costa Blanca und Donostia-San Sebastián im Baskenland, beide in Spanien.[2]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Esmeraldas (Ecuador) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Esmeraldas - Frendy.de
  2. Website Esmeraldas – Ciudades Hermanas, abgerufen am 28. Oktober 2017