Espeletia

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Espeletia
Espeletia, Páramo de Guerrero (Cogua, Kolumbien, 3.500 m)

Espeletia, Páramo de Guerrero (Cogua, Kolumbien, 3.500 m)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Gattung: Espeletia
Wissenschaftlicher Name
Espeletia
Mutis ex Humb. & Bonpl.

Die Espeletia sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 45 Arten gedeihen unter tropisch-montanen Bedingungen im nördlichen Südamerika. Einige Arten finden Verwendung als Heilpflanze.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration von Espeletia schultzii

Espeletia-Arten sind unverzweigt wachsende, stark wollig behaarte, ausdauernde Halbsträucher. Sie sind sogenannte Schopfrosettenbäumchen, das heißt, durch den Wuchs der großen Blattrosette bildet sich mit zunehmendem Alter ein aufrechter Stamm. Auf seinem Ende stehen dicht die einfachen, auch nach der Welke noch am Stamm verbleibenden Blätter, deren abgeflachter Scheinstiel einer dicken, im Inneren kahlen, trockenen und gelblichen Blattscheide entspringt. Die lederige Blattspreite ist schmal-elliptisch bis schwach umgekehrt-lanzettlich, spitz zulaufend und dicht behaart mit spiralförmigen sowie wenigen wolligen Haaren. Der Blattrand ist leicht zurückgerollt. [1]

Der komplexe Blütenstand (Synfloreszenz) steht achselständig an gegenständigen Tragblättern und besteht aus rispig angeordneten Körben. Die Korbstiele sind 3 bis 15 Zentimeter lang, der Körbchenboden spreublättrig. Die Blütnekörbe sind radiärsymmetrisch, heterogam und heteromorph. Der Außenkelch des Korbes ist ebenso groß oder größer noch als das Involucrum und ein- bis zweireihig. Die Hüllblätter sind gelegentlich asymmetrisch und häutig, die inneren grün, eiförmig oder umgekehrt-eiförmig, die äußeren stark behaart, spitz zulaufend oder stumpf. Der Hüllkelch ist halbkugel- bis becherförmig, zweireihig, die häutigen Hüllblätter sind lanzettlich, schmal-elliptisch oder umgekehrt-lanzettlich und gelegentlich asymmetrisch. Die inneren Hüllblätter sind grün, zum äußeren Ende hin wollig behaart und am Rand bewimpert. Die lanzettlichen oder umgekehrt-lanzettlichen, spitz zulaufenden, am Rand bewimperten und zum äußeren Ende hin leicht wollig behaarten Spreublätter sind mit der Achäne verwachsen und dauerhaft, anfangs häutig und während der Reife annähernd ledrig.[1]

Die gelben Zungenblüten sind weiblich, die Kronröhre ist fein behaart, der Kronsaum (Limbus) ist papillös und mehr oder weniger linealisch, sein äußeres Ende ist zwei- oder dreifach gezähnt. Die gelben Röhrenblüten sind zwittrig, zum äußeren Ende hin papillös und fast immer auch fein behaart, das Innere der Kronröhre ist ebenfalls fein behaart. Die Staubbeutel sind schwarz.[1]

Die verkehrt-eiförmige Achäne ist dreieckig, schwarz, schwach glänzend und kahl, ein Pappus fehlt.[1]

Bestand von Espeletia pycnophylla auf dem Páramo del Chiles, Carchi, Ecuador
Habitus von Espeletia killipii im Habitat

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Espeletia ist im nördlichen Südamerika (Ecuador, Venezuela, Kolumbien) verbreitet. Mannigfaltigkeitszentren sind die venezolanischen Anden und die östlichen Kordilleren Kolumbiens. Sie finden sich bevorzugt im sogenannten Páramo, einem typisch südamerikanischen tropisch-montanen Ökosystem.[2]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Espeletia wurde durch José Celestino Bruno Mutis ex Alexander von Humboldt und Aimé Jacques Alexandre Bonpland aufgestellt. Der Gattungsname Espeletia ehrt José Manuel de Espeleta (1739–1823), den Vizekönig von Neugranada.

Die Gattung Espeletia gehört nach Robinson 1981 zur Subtribus Espeletiinae aus der Tribus Heliantheae in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie der Asteraceae.[3].

Es gibt rund 45 Espeletia-Arten, darunter:

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Luisa Paola Pedraza Peñalosa: Las plantas con flores de los alrededores de la laguna de Chisacá, S. 48-49, Bogotá, 2000
  2. the Espeletia page, Online, Zugriff am 20. August 2008
  3. Harold Ernest Robinson: A Revision of the Tribal and Subtribal Limits of the Heliantheae (Asteraceae) in Smithsonian Contributions to Botany, 51, 1981.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Espeletia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien