Espenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Espenau
Espenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Espenau hervorgehoben
Koordinaten: 51° 24′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 13,59 km2
Einwohner: 5152 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 379 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34314
Vorwahl: 05673
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Ort 1
34314 Espenau
Webpräsenz: www.espenau.de
Bürgermeister: Carsten Strzoda (Fraktionslos)
Lage der Gemeinde Espenau im Landkreis Kassel
Bad KarlshafenGutsbezirk ReinhardswaldTrendelburgTrendelburgHofgeismarHofgeismarOberweserOberweserWahlsburgReinhardshagenLiebenauGrebensteinImmenhausenFuldatalEspenauVellmarCaldenBreunaZierenbergZierenbergAhnatalHabichtswaldWolfhagenNaumburgBad EmstalSchauenburgBaunatalFuldabrückLohfeldenSöhrewaldHelsaKaufungenNiesteNiestetalKasselKarte
Über dieses Bild

Espenau ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espenau liegt wenige Kilometer nördlich von Kassel bzw. direkt nördlich von Vellmar zwischen dem Habichtswald im Südwesten und dem Reinhardswald im Nordosten. Es befinden sich auf einer maximal 280 m hoch gelegenen Hochfläche die Ursprungsgebiete des westlichen Fulda-Zuflusses Espe (mittig zwischen Hohenkirchen und Möncheberg verlaufend) und des südlichen Diemel-Zuflusses Esse.

Die Ortsteile von Espenau liegen dicht beieinander, dennoch gibt es viel Freiraum im Gemeindegebiet. Am Nordrand von Hohenkirchen befindet sich eine Teichanlage mit dem Esse-Ursprung. Eine recht ausgedehnte Waldfläche mit dem Staufenberg und dem Forstgebiet „Brand“ und dem davor befindlichen Glockenteich schließt sich westlich der Gemeinde an, nördlich liegen weitläufige Wiesen und Felder.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espenau grenzt im Norden an die Stadt Immenhausen, im Osten an die Gemeinde Fuldatal, im Süden an die Stadt Vellmar, im Südwesten an die Gemeinde Ahnatal, im Westen an die Gemeinde Calden sowie im Nordwesten an die Stadt Grebenstein (alle im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Ortsteile von Espenau sind:

Die Siedlungen Schäferberg[2] und Auf der Heide sind keine offiziellen Ortsteile.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember 1970 wurde die Gemeinde Espenau durch den Zusammenschluss der bisher selbständigen Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof neu gebildet.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 23 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,2 8 41,9 10 40,5 9 46,4 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,9 4 23,1 5 28,2 6 29,0 7
FWG Freie Wählergemeinschaft Espenau 38,6 9 20,5 5 20,0 5 15,4 3
GLE Grüne Liste Espenau 10,3 2 14,5 3 11,4 3 9,2 2
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 54,1 53,8 52,8 61,8

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2013 wurde Carsten Strzoda mit 73,6 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Zuvor hatte Michael Wielert zwölf Jahre das Amt bekleidet.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espenau pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu Gangloffsömmern (Landkreis Sömmerda, Thüringen) und zum SOS-Kinderdorf Imst (Tirol).

Die Patenschaft zum Kinderdorf Imst ist von besonderer Bedeutung für die Gemeinde. Imst ist das erste Kinderdorf überhaupt, das von Hermann Gmeiner gegründet wurde. Die Patenschaft der Gemeinde Espenau war die erste Patenschaft, die eine Gemeinde zu einem Kinderdorf begründete. Diese Patenschaft wird von der Gemeinde durch gegenseitige Besuche der Bürger weiterhin sehr gepflegt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größtes Wirtschaftsunternehmen ist das Waldhotel Schäferberg Kassel, das eine wichtige touristische Bedeutung mit über 100 Hotelzimmern, 20 Tagungs- und Veranstaltungsräumen und über 100 Mitarbeitern hat. Neben dem Hotel- und Tagungsbetrieb hat die Gastronomie einen großen Bekanntheitsgrad in einem Umkreis von mehr als 60 Kilometern. Viele der Mitarbeiter kommen aus der Region oder aus dem Ort selbst.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Mönchehof hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kassel–Warburg, die von Kassel durch Espenau und nach Warburg (mit Anbindung an das Ruhrgebiet) führt. Von dort ist eine umstrittene Verbindungsstrecke zur Hannöverschen Südbahn bei Speele geplant, die Güterzügen eine Umfahrung von Kassel ermöglichen würde.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espenau stellt seinen Bürgern ein kostenloses Stadtbussystem zur Verfügung. Statt um Fahrgeld wird um eine Spende für eine gemeinnützige Einrichtung gebeten.[9]

Der nahe Espenau gelegene Reinhardswald ist ein wichtiges Ausflugsziel der Region.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ehemals Ortsteil von Hohenkirchen; am 1. Dezember 1970 beim Zusammenschluss der Gemeinden Hohenkirchen und Mönchehof zur neuen Gemeinde Espenau gekommen. Schäferberg gehörte damals zu Hohenkirchen, heute auf Gemarkung Mönchehof liegende Siedlung. 1943 aus einem Zwangsarbeiterlager entstanden, nach 1945 Unterkunft für Heimatvertriebene und Flüchtlinge entstand daraus eine Wohnsiedlung.
  3. Auskunft der Gemeinde, Zentrale Dienste und Finanzen (FB 1) vom 29. April 2016
  4. Espenau, Landkreis Kassel. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 24. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 3. Mai 2016.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 400.
  6. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  9. HNA-Bericht (Memento vom 5. August 2007 im Internet Archive), etwas versteckter auch auf der Ortshomepage

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Espenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien