Essilor

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Essilor International S.A.
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Rechtsform S.A.
ISIN FR0000121667
Gründung 1972
Sitz Charenton-le-Pont FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Hubert Sagnières
Mitarbeiter 60.883[1]
Umsatz 6,716 Mrd. Euro[1]
Branche Augenoptik
Website essilor.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Essilor International S.A. ist ein weltweit operierendes augenoptisches Unternehmen mit Hauptsitz in Charenton-le-Pont am Südrand von Paris. Als eines der 40 größten französischen Unternehmen werden seine Aktien an der Pariser Börse als Teil des CAC40 gehandelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da das Unternehmen aus mehreren Fusionen entstanden ist, werden im Folgenden die Entstehungsgeschichten der wichtigsten beteiligten Firmen beschrieben.

Die Unternehmensgeschichte begann mit der Arbeitervereinigung Association Fraternelle des Ouvriers Lunetiers. Sie entsteht in Frankreich im Jahr 1848 als Vorläufer der Gewerkschaft der Augenoptiker. Der Name Essel der bis 1964 bestand haben wird entsteht aus der Abkürzung für Societé Lunetiers- SL. Der Erfinder des Bifokalglas Dr. Borsch gründete 1910 parallel dazu die Firma Télégic. Télégic stellt 1956 das erste Brillenglas aus dem leichten, organischen Werkstoff CR 39 unter dem Namen Orma her. Georges Lissac gründete 1948 das Unternehmen Lentilles Ophtalmiques Spéciales-LOS. Später wird das Unternehmen in Lentilles Ophtalmiques RationnelllesLOR umbenannt. In den 1950er Jahren wird die erste randlose – nicht gebohrte sondern gefräste – Faden-Brille, die Nylor-Brille, am Markt eingeführt und Bernard Maintenaz von Essel erfindet das erste Gleitsichtglas. 1955 wurde die Societé industrielle de Lunietterie gegründet. LOR und Télégic fusionierten 1966 miteinander, die wiederum 1969 mit SIL zu Silor, der Société Industrielle Lentilles Ophtalmiques Rationelles, fusionierten. Im Gründungsjähr von ESSILOR, 1972,ESSEL und SILOR Essilor International S.A. fusionieren und 3 Jahre später als erstes augenoptisches Unternehmen an die Börse gehen. Das 1920 gegründete Unternehmen Optische Anstalt Emil Ehinger kaufte das Unternehmen in Freiburg im Breisgau auf, das seit 1958 in der Generalvertretung war.

1976 übernahm das Unternehmen die Optik GmbH in Braunschweig, um sich weiteres Know-how zu sichern. Die ersten asiatischen Produktionsstätten wurden 1979 in Bataan auf den Philippinen gegründet. In den darauf folgenden Jahren folgen viele weitere Produktionsstätten und Vertriebszentren. Nach der "Wende" wurden Teile der optischen Werke in Rathenow 1991 aufgekauft, die zählten bis zur Trennung Deutschlands zu den stärksten und einflussreichsten Glasherstellern in Deutschland. 2000 wurde ein Joint Venture mit dem japanischen Linsenhersteller Nikon eingegangen.

2008 wurde der Schweizer Schleifmaschinenhersteller Satisloh Holding AG, der aus dem Wetzlarer Unternehmen Loh Optikmaschinen und dem Schweizer Unternehmen Satis Vakuum hervorgegangen ist, von Schweiter Technologies AG für 340 Mio. Euro gekauft.[2]

Am 16. Januar 2017 fusioniert Essilor mit dem italienischen Unternehmen Luxottica. Die Gruppe wird somit zum weltweiten Marktführer mit einem Anteil von 30 %. [3]

Kartellabsprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2010 hat das Bundeskartellamt gegen mehrere Brillenglashersteller und den Zentralverband der Augenoptiker wegen Kartellabsprachen Bußgelder in Höhe von insgesamt 115 Millionen Euro verhängt.

Betroffen waren folgende Unternehmen:

  • Die beiden deutschen Essilor-Niederlassungen Essilor GmbH und Rupp+Hubrach Optik GmbH, Bamberg,
  • Carl Zeiss Vision GmbH, Aalen,
  • Rodenstock, München
  • Hoya Lens Deutschland GmbH, Mönchengladbach.[4] [5]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist das Gleitsichtglas Varilux, das mittlerweile in vielen verschiedenen Ausprägungen vorhanden ist. Schnelle Produktlebenszyklen und eine Häufung der Produktneueinführungen sind ein Kennzeichen mehr und mehr gesättigter Märkte, dem sich die Brillenglashersteller gegenübersehen.

Darüber hinaus werden auch organische und mineralische silikat- Einstärkengläser unter verschiedenen Herstellermarken, mit Beschichtungen und Veredelungen zur Reflexminderung und mit strahlenabsorbierender Wirkung aus vorwiegend selbstentwickelten Materialien hergestellt. Essilor vertreibt seit 1990 auch selbsttönende Kunststoff-Brillengläser der Transitions Optical Inc., die ein Zusammenschluss mit PPG Industries aus Pittsburgh in den USA ist.

Essilor in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 hat Essilor in Europa noch 4 Massen-Produktionsstätten, davon befinden sich drei in Frankreich und eine in Irland.[6]

Essilor Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Essilor GmbH in Deutschland besteht seit dem Zusammenschluss der Teilbetriebe Emil Ehinger, Optik GmbH, und Rathenow seit dem Jahr 2000 aus dem Hauptsitz in Freiburg und den Standorten Rathenow, Braunschweig. Um die Logistik zwischen den einzelnen Standorten zu erleichtern wurde 1997 das Logistikzentrum Hanau eingerichtet, über das der gesamte Versand und Warenumschlag organisiert wird.

Das Unternehmen ist nunmehr an vier Standorten mit rund ca. 450 Mitarbeitern in Deutschland vertreten. Der Produktionsbereich am Standort Freiburg wurde im Jahr 2012 nach Braunschweig verlagert, im Jahr 2013 wurde der Produktionsbereich des Standortes Rathenow geschlossen und die Produktion in Niedriglohnländer verlagert.

Essilor Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich besteht das Unternehmen seit 1969, vorerst als österreichische Filiale des deutschen Generalvertreters von Essel, Emil Ehinger dann, 1983, kam es zur Fusion mit dem Bereich Augenoptik von Swarovski. Von den 1970er bis in die 1990er Jahre teilte sich das Unternehmen mit Zeiss und Hugo Michtner- Rodenstock praktisch den gesamten österreichischen Brillen- und Gläsermarkt mit eigenen Rezeptschleifereien in Wien. Seit 1995 ist die Essilor Austria GmbH eine hundertprozentige Tochter der französischen Essilor International S.A.

Am 1. April 2013 übersiedelte das Unternehmen mit 45 Mitarbeitern nach Brunn am Gebirge und betreut von hier aus die österreichischen Optiker, sowie die Standorte in Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien.

Essilor Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz ist Essilor mit der Essilor (Suisse) SA in Genf und einer Zweigniederlassung in Zürich vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Essilor Annual Report 2015-2016, abgerufen am 22. Oktober 2016
  2. Schweiter Technologies, Medienmitteilung vom 16. Juni 2008
  3. Ft: "Fusione da 50 miliardi di euro tra Luxottica e la francese Essilor". In: Repubblica.it. 16. Januar 2017 (repubblica.it [abgerufen am 16. Januar 2017]).
  4. http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/aktuelles/presse/2010_06_10.php (Pressemeldung des Bundeskartellamtes vom 10. Juni 2010)
  5. heise: 115 Millionen Euro Bußgeld für Brillengläserhersteller und Optikerverband.
  6. Production sites. Essilor Website, abgerufen am 13. August 2013.