Essl Museum

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Essl Museum
ESSL-muzeo.JPG
Eingangsbereich Essl Museum
Daten
Ort Klosterneuburg, OsterreichÖsterreich Österreich
Art
Museum für zeitgenössische Kunst
Architekt Heinz Tesar
Eröffnung 5. November 1999, Schließung 30. Juni 2016
Website

Essl-Museum ist der Name eines nach den Gründern benannten Museumsgebäudes im Stadtteil Weidling der Stadtgemeinde Klosterneuburg bei Wien im Bezirk Tulln in Niederösterreich. Das am 5. November 1999 eröffnete und am 30. Juni 2016 geschlossene Museum beherbergt in seinem Kunstdepot noch Teile der Sammlung Essl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eheleute Agnes Essl und Karlheinz Essl senior haben neben der Firma Schömer und Baumax über Jahrzehnte die Sammlung Essl aufgebaut. Ab 1987, mit der Eröffnung des mit Architekt Heinz Tesar errichteten Verwaltungsgebäudes Schömer-Haus in Weidling, zeigte das Ehepaar Essl in der zentralen Halle des Gebäudes Teile der Sammlung, organisierte Einzelpräsentationen für Maler wie Arnulf Rainer und Hermann Nitsch und hielt Abende mit Neuer Musik, geleitet von Karlheinz Essl junior.

Nachdem Teile der Sammlung Essl im Auftrag des Außenministeriums als kulturelle Botschafter weltweit gezeigt wurden, machte das Ehepaar 1990 dem österreichischen Staat das Angebot, seine Sammlung in das MuseumsQuartier in Wien einzubinden und dabei die Sammlung in einer Galerie im sogenannten Bücherturm oder Leseturm zu zeigen. Der Widerstand, den das Projekt Leseturm medial hervorrief, führte zur Einstellung des Projekts. In der Folge errichtete das Ehepaar Essl mit dem Architekten Heinz Tesar ein eigenes Ausstellungshaus mit einem zentralen Kunstdepot.

Mit 1. Juli 2016 wurde der Ausstellungsbetrieb des Essl-Museums aus finanziellen Gründen geschlossen. Die Sammlung Essl wurde im Frühjahr 2017 als Dauerleihgabe an die Albertina (Wien) übergeben und der Albertina 2018 geschenkt.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum steht in einem chaotisch verbauten Gewerbegebiet an einer unscheinbaren Zufahrtsstraße zwischen den Bahngeleisen der S-Bahn mit der Haltestelle Klosterneuburg-Weidling und der Donau.

Das Museum bildet im Grundriss ein rechtwinkliges Dreieck, dessen Hypotenuse parallel zur Bahntrasse verläuft und dessen spitzer Winkel zum Stift Klosterneuburg gerichtet ist. Die kürzeste Fassadenseite beinhaltet den Eingangstrakt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Tesar. Sammlung Essl, Klosterneuburg. Opus 38. Text von Gottfried Knapp, Fotos von Christian Richters, Edition Axel Menges, Stuttgart London 2000, ISBN 3-930698-40-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Essl Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 18′ 6,5″ N, 16° 20′ 0,2″ O