Etepetete

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Etepetete sein ist eine alte Redewendung, die sowohl im nördlichen Teil des deutschen Sprachraumes als auch im Wienerischen bekannt ist und umgangssprachlich eine Person beschreibt, die sich in der Öffentlichkeit geziert und pingelig aufführt. Aus dem Niederdeutschen ist das ähnliche Wort „etjerpotetjer“ überliefert.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redewendung ist seit Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt und fand Eingang in den Straßenjargon der Berliner Mittelschicht. Sie entspringt wahrscheinlich dem französischen Spruch être, peut-être, was übersetzt eigentlich „kann sein, vielleicht“ heißt und sinnbildlich „im Zweifel sein“ bzw. „mehr scheinen als sein“ bedeutet. Als alternative Quelle wird das niederdeutsche Wort öte angegeben, das ebenfalls aufgesetztes wie geziertes Gehabe beschreibt.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort „etepetete“ stand ursprünglich für zurückhaltendes, abwägendes Verhalten, hatte also noch keine negative Konnotation. Später zielte es auf Personen ab, die durch diese Verhaltensweise übertrieben wählerisch wirkten und schließlich übertrug sich „etepetete“ überwiegend auf geziertes und steifes bis zimperliches und prinzessinnenhaftes Benehmen. Besonders oft wird das Wort in Zusammenhang mit Kindern gebraucht, wenn diese sich vor bestimmten Speisen und Gerichten zieren und diese partout nicht essen wollen. „Etepetete“ wird aber auch in der Modewelt verwendet, wenn jemand übertrieben darauf achtet, dass seine Kleidung bloß nicht schmutzig oder faltig wird.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: etepetete – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen