Ethel von Brixham

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Ethel von Brixham
Die Ethel von Brixham auf der 22. Hansesail 2012
Die Ethel von Brixham auf der 22. Hansesail 2012
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen
  • Lily & Ethel
  • Lilly & Ethel
  • Salvøy
  • Bas
  • Lønning
  • Ethel
Schiffstyp Gaffelschoner
Rufzeichen DJTA
Heimathafen Kiel
Eigner Gerhard Bialek
Bauwerft J.W. & A. Upham, Brixham
Stapellauf 1890
Verbleib in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
30,00 m (Lüa)
Breite 5,83 m
Tiefgang max. 2,90 m
Vermessung 130 t
 
Besatzung 2
Maschinenanlage
Maschine DAF 1160-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
250 PS (184 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
8 kn (15 km/h)
Propeller 1
Takelung und Rigg
Takelung Schoner
Anzahl Masten 2
Segelfläche 400 m²
Geschwindigkeit
unter Segeln
max. 10 kn (19 km/h)
Sonstiges
Klassifizierungen

Traditionsschiff

Die Ethel von Brixham ist ein Schoner, der 1890 in Brixham, England vom Stapel lief und heute als Traditionsschiff unter deutscher Flagge segelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stagsegelschoner "Ethel von Brixham", Kieler Förde 1987

Die Ethel von Brixham lief 1890 in Brixham (England) als Brixham Trawler vom Stapel und wurde zunächst in England als Trawler eingesetzt. Anschließend wurde sie über 80 Jahre als Fischerei- und später als Frachtschiff ohne Segel in verschiedenen skandinavischen Ländern und unter verschiedenen Namen verwendet.

1981 erfolge nach einer Überführung von Norwegen nach Kiel ein grundlegender Umbau vom Motorschiff (zwei-Zylinder Heimdal Diesel) zum Stagsegelschoner durch Eckhard Clemens und Annette Pipahl.[1] Nur der Rumpf erinnert mit seinen doppelten Spanten und einer zusätzlichen Innenbeplankung noch an einen schnellen Brixham Trawler[2]. Im Juli 1986[1] wurde das Schiff unter dem Namen Ethel von Brixham in Kiel registriert. Es wurden Gruppenreisen über die Ostsee von Kiel bis Süd-Schweden und Tallinn (bzw. Helsinki) angeboten, wie auch Reisen bis ins Mittelmeer und zurück. Bei diesen Reisen wurden die Gäste grundsätzlich aktiv in die Segel- und Bordroutine mit einbezogen.

1996 übernahm Gerhard Bialek das Schiff als Eigner. 1997 war die Ethel in der Verfilmung des Romans »Die Rättin« von Günter Grass zu sehen.[2] 2001 wurde die Ethel von Brixham nach der Traditionsschiffsordnung des Bundesverkehrsministeriums[3] anerkannt. 2011 wurde das Rigg verändert, um dem Original eines Brixham Trawlers näher zu kommen[4]. Dabei wurde am hochgetakelten Großsegel festgehalten. Fischermann und Stagsegel (beide zwischen den Masten) wurden durch ein Gaffelsegel ersetzt. Die Fock wurde verkleinert und als Baumfock ausgeführt.

Im Regelverkehr ist das Schiff mit Kabinen für bis zu 12 Mitsegler vorgesehen, bei Tagestouren für bis zu 35 Passagiere zugelassen. Die Besatzung lässt interessierte Mitsegler auf Wunsch aktiv Mitsegeln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otmar Schäuffelen, Herbert Böhm: Die letzten großen Segelschiffe. 11. Aufl. Delius-Klasing, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-7688-3191-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ethel von Brixham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschichte der Ethel von Brixham bei intheboatshed.net (PDF, abgerufen 12. Februar 2014)
  2. a b Otmar Schäuffelen, Herbert Böhm: Die letzten großen Segelschiffe. 11. Aufl. S. 97.
  3. Traditionsschifffahrt – Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. (Memento des Originals vom 12. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bmvbs.de
  4. Geschichte der Ethel von Brixham