Ethylen-Propylen-Copolymer

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Strukturformel
Struktur von Poly(ethylen-co-propylen)
Allgemeines
Name Ethylen-Propylen-Copolymer
Andere Namen
  • Poly(ethylen-co-propylen)
  • Polyethylenpropylen
CAS-Nummer 9010-79-1
Monomere/Teilstrukturen
Art des Polymers

Thermoplast (Copolymer)

Kurzbeschreibung

fester amorpher Stoff

Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,9 g·ml−1 bei 25 °C[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Ethylen-Propylen-Copolymer (Kurzzeichen E/P, früher auch EPM)[2] ist ein Copolymer, das aus Ethen und Propen hergestellt wird. Einsatzgebiete sind zum Beispiel Schmelzklebstoffe und Dichtstoffe.[3]

Eigenschaften und Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einpolymerisation von Ethylen erhöht die Zähigkeit des Polymers gegenüber reinem Polypropylen. Die Herstellung kann in homogener Phase mittels Ziegler-Natta-Katalysatoren oder Metallocen-Katalysatoren stattfinden. Die verwendete Menge an Ethylen liegt im Bereich von 40 bis 80 %.[4]

Der Kunststoff ist mit vielen Additiven verarbeitbar und relativ resistent gegenüber Oxidationsmitteln. Durch seinen relativ hohen Widerstand wird der Kunststoff gerne für stromführende Teile wie Kabelummantelungen eingesetzt.

Weiterhin können funktionalisierte Olefine wie Maleinsäureanhydrid oder Diolefine einpolymerisiert werden, um die Funktionalität des Kunststoffs zu erhöhen. Die Diolefine können gegebenenfalls eine Vernetzung des Polymers erlauben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Poly(ethylene-co-propylene) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Juni 2011 (PDF).
  2. Compendium of Polymer Terminology and Nomenclature, IUPAC Recommendations, RSC Publishing, Cambridge, 2008, S. 403f.
  3. Morphologie und Zähigkeit am Beispiel von schlagzäh modifizierten Polypropylenwerkstoffen (PDF; 146 kB) sundoc.bibliothek.uni-halle.de. Abgerufen am 6. Dezember 2009.
  4. Bernd Tieke, Makromolekulare Chemie, 3. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim, 2014, S. 173.