Étienne André François de Paule Fallot de Beaumont de Beaupré

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Étienne André François de Paule Fallot de Beaumont de Beaupré als Bischof von Gent mit den Insignien "Offizier der Ehrenlegion"

Étienne André François de Paule Fallot de Beaumont de Beaupré (* 1. April 1750 in Avignon, Frankreich; † 27. Oktober 1835 in Paris) war ein französischer Bischof.

Priesteramt[Bearbeiten]

Fallot de Beaumont begann seine priesterliche Laufbahn bereits in jungen Jahren. Schon im Alter von 23 erhielt er am 18. September 1773 die Priesterweihe. Bald wurde er Kanoniker in der Kathedrale St.-Etienne von Agde und danach schloss sich die Ernennung zum Generalvikar im Bistum Blois an.

Bischofsämter[Bearbeiten]

Am 16. Dezember 1782 wurde er von Kardinal Henry Benedict Stuart zum Bischof geweiht und zum Titularbischof von Sebastopolis in Armenia ernannt.

Vaison[Bearbeiten]

Gleichzeitig wurde er zum Koadjutorbischof von Vaison berufen. 1786 übernahm er das Bischofsamt von Vaison. Infolge der französischen Revolution und der Zivilverfassung des Klerus (12. Juni 1790) wurde die Diözese Vaison 1790 aufgelöst und Bischof de Beaumont musste nach Italien fliehen.

Gent[Bearbeiten]

Mit der Machtübernahme Napoleon I. im Jahr 1802 änderten sich in Frankreich erneut die Verhältnisse von Staat und Kirche. Bischof de Beaumont wurde am 11. April 1802 zum Bischof von Gent in Belgien ernannt und übernahm am 15. Mai 1802 den Bischofssitz. Kaiser Napoleon hatte im Februar 1808 den Kirchenstaat in Rom besetzt.

Piacenza[Bearbeiten]

Bischof de Beaumont wurde nach Piacenza in Italien berufen und übernahm am 22. März 1807 das Bischofsamt von Piacenza. In dieser Position nahm er an mehreren geheimen und öffentlichen Verhandlungen zwischen Frankreich und dem Vatikan teil. 1809 hatte Napoleon I. Papst Pius VII. nach Grenoble und später nach Savona verschleppt. Bischof de Beaumont gehörte zu den Prälaten, die 1811 die Verhandlungen mit Pius VII. führten und ihm einige Zugeständnisse abringen konnten. 1813 wurde der Papst auf das Schloss Fontainebleau bei Paris verbracht. Hier begannen im Januar 1813 neue Verhandlungen mit dem Papst, an denen auch Bischof de Beaumont zeitweise teilnahm. Am 24. Mai 1814 konnte Papst Pius VII. unter dem Jubel der Gläubigen in Rom einziehen.

Bourges[Bearbeiten]

1813 wurde de Beaumont von Kaiser Napoleon als Erzbischof von Bourges eingesetzt. Dieses vom Heiligen Stuhl nicht anerkannte Amt bekleidete er bis 1815.

Emeritierter Bischof von Vaison[Bearbeiten]

Während Napoleons Herrschaft der Hundert Tage war auch Bischof de Beaumont in Paris. Er legte den Treueid auf Napoleon ab und wurde von diesem zum „Ersten Kaplan des Kaisers“ unter gleichzeitiger Aufnahme in das Oberhaus ernannt. Am 7. Mai 1817 musste de Beaumont, auf Druck von Rom, seinen Bischofsstuhl in Piacenza aufgeben [1]. Er zog sich darauf hin nach Paris zurück und war bis zu seinem Tod emeritierter Bischof von Vaison.

Auszeichnungen, Ehrungen und Titel[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schriftliche Rücktrittsnote an Adam Albert Graf von Neipperg anlässlich des Rücktritts als Bischof von Piacenza: Neipperg, homme de main de Marie-Louise, reçoit la démission de l'évêque de Plaisance. traces-ecrites.com. Abgerufen am 8. Mai 2011.

Weblinks[Bearbeiten]