Ettenstatt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ettenstatt
Ettenstatt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ettenstatt hervorgehoben
49.08305555555611.05440Koordinaten: 49° 5′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ellingen
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 15,84 km²
Einwohner: 843 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91796
Vorwahl: 09148
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 127
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 12
91796 Ettenstatt
Webpräsenz: www.ettenstatt.de
Bürgermeisterin: Hannelore Betz (FWG)
Lage der Gemeinde Ettenstatt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Ettenstatt ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ellingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ettenstatt

Der Ort liegt in der Region Westmittelfranken (Nordbayern), an der Nordkante der Fränkischen Alb im Felchbachtal, ca. 8 km nordöstlich der Kreisstadt Weißenburg. Nürnberg befindet sich rund 50 km Luftstrecke weiter nördlich. Die Nachbargemeinden sind Pleinfeld, Höttingen und Burgsalach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Ettenstatt gehören seit der Gemeindegebietsreform die Dörfer bzw. Gemeindeteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Ettenstatt wurde im Jahr 985 in einer Schenkung von Kaiser Otto III. erstmals urkundlich erwähnt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Reuth unter Neuhaus eingegliedert. Hundsdorf mit seinen Ortsteilen kam am 1. Mai 1978 hinzu.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Ca. 95 % der Einwohner sind nominell Christen, davon wiederum etwa 80 % evangelisch-lutherisch.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

Freie Wähler FWG Hundsdorf-Rohrbach WG Reuth unter Neuhaus Gesamt
2002 6 1 1 8 Sitze
Freie Wähler FWG Hundsdorf-Rohrbach FWG Reuth unter Neuhaus Gesamt
2008 5 2 1 8 Sitze


Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Gold und Schwarz; vorne aus einem grünen Berg wachsend eine grüne Blume mit silberner Blüte, hinten ein linkes silbernes Freiviertel.

Bedeutung: Die linke Hälfte stellt einen Märzenbecher (Frühlings-Knotenblume) dar, deren großflächiges Vorkommen im Wald oberhalb des Kernortes (Märzenbecherwald, Märchenwald, auch Moorholz) eine Sehenswürdigkeit des Ortes darstellt. Die rechte Hälfte verweist auf die historische Zugehörigkeit des Ortes zur Herrschaft der Schenken von Geyern und der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1986 verbindet Ettenstatt eine Partnerschaft mit der Ortschaft Razvanje in Slowenien (Stadtteil von Maribor). Beide Orte sind in derselben Urkunde erstmals urkundlich erwähnt (Schenkung von Razvanje/Rosswein durch Kaiser Otto III., ausgestellt in Ettenstatt 985). Ettenstatt hat die Partnergemeinde insbesondere während des Bosnienkrieges unterstützt, als Flüchtlinge von dort in Razvanje untergebracht waren, versorgt und betreut werden mussten. Letzter offizieller Besuch war die Fahrt von Ettenstatter Bürgern zur 1020-Jahr-Feier im Oktober 2005 nach Razvanje.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Steinerne Rinne
  • Märzenbecherwald, etwa einen Kilometer oberhalb des Kernortes Ettenstatt. Er umfasst einen etwa 500 mal 200 Meter großen Teil eines Laubhochwaldes mit Quellhorizont auf 480 Meter Seehöhe (Naturschutzgebiet). Zur Blütezeit eine touristische Attraktion, fand die Frühlings-Knotenblume sogar Aufnahme in das Gemeindewappen.

Der historische Ortskern von Ettenstatt steht unter Ensembleschutz.[3]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Ettenstatt

Kirchen[Bearbeiten]

  • St. Johannis zu Ettenstatt (evangelisch-lutherisch)
Hauptartikel: St. Johannis (Ettenstatt)
  • St. Marien zu Reuth unter Neuhaus (evangelisch-lutherisch)

Bücherei[Bearbeiten]

  • Bücherstube Ettenstatt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730 und 731.
  3. Beschreibung auf BayernViewer-denkmal

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ettenstatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien