Eudenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.6877777777787.3369444444444244Koordinaten: 50° 41′ 16″ N, 7° 20′ 13″ O

Eudenbach
Höhe: 210–260 m
Einwohner: 2104 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 53639
Vorwahl: 02244
Eudenbach (Nordrhein-Westfalen)
Eudenbach

Lage von Eudenbach in Nordrhein-Westfalen

Blick auf Eudenbach

Blick auf Eudenbach

Grab von Peter Staffel in Eudenbach mit ursprünglicher Bronzetafel – heute durch neue Tafel ersetzt

Eudenbach ist ein Stadtteil von Königswinter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis, der zum Oberhau zählt. Er liegt auf der östlichen, auf der dem Rhein abgewandten Seite des Siebengebirges. Der Stadtteil hat mit umliegenden Orten 2104 Einwohner, der Ortsteil Eudenbach selbst 976 (Stand: 31. Dezember 2013).[1]

Zum Stadtteil gehören neben Eudenbach die Ortschaften Eudenberg, Faulenbitze, Gratzfeld, Hühnerberg, Kappesbungert, Kochenbach, Komp, Kotthausen, Quirrenbach, Rostingen, Sassenberg, Schnepperoth, Schwirzpohl und Willmeroth.

Der nächstgrößere Nachbarort im Süden ist Wülscheid, ein Ortsteil des Bad Honnefer Stadtbezirks Aegidienberg. Westlich liegen die Basaltsteinbrüche Hühnerberg und Eudenberg/Tongrube Eudenbach. Eudenbach gehörte von 1846 bis 1969 zur Gemeinde Oberpleis im Siegkreis.

Südöstlich der Ortschaft liegt an der Landesstraße 330 im Staatsforst Siegburg das Segelfluggelände Eudenbach, dessen nordwestlicher Teil von einem Materiallager der Bundeswehr eingenommen wird. Es geht auf den militärischen Einsatz(flug)hafen Eudenbach zurück, der ab Mitte der 1930er-Jahre gemeinsam mit einigen Unterkunfts- und Munitionslagern auf bzw. an der Musser Heide errichtet wurde. Dazu gehörte neben dem Lager Eudenbach das ab 1940 erbaute Munitionslager Mußer Heide im Schwirzpohler Wald bei Gratzfeld.

Der Ort verfügt über eine katholische Grundschule, einen Kindergarten (Träger Fröbel-Gruppe), einen Campingplatz, eine Sport- und Mehrzweckhalle und einen Sportplatz. In Eudenbach befindet sich eine Kriegsgräberstätte. Eudenbach war wie viele Ortschaften im Siebengebirge in die Separatistenkämpfe der Rheinischen Republik November 1923 verwickelt.

Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Bad Honnef/Linz an der A 3.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Mariä Himmelfahrt

Als Baudenkmal vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege erfasst sind:

  • die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, errichtet 1912 anstelle eines provisorischen Holzbaus aus 1872, dreischiffiger Putzbau im neoromanischen Stil
  • der Friedhof, angelegt am Beginn des 20. Jahrhunderts, fast vollständige Heckenumrandung, mit neogotischem Hochkreuz von 1903
  • ein Wegekreuz mit Inschrift, errichtet 1904, aus Sandstein, Kreuzform: Gliederkreuz
  • ein Wegekreuz mit Inschrift, errichtet um 1900, aus Sandstein, Kreuzform: Gliederkreuz
  • ein Wegekreuz mit Inschrift, errichtet 1922, aus Sandstein, Kreuzform: Gliederkreuz
  • das ehemalige Forsthaus Eudenbach des Königlichen Forstes Siebengebirge, errichtet um 1890, mit Wirtschaftsgebäuden, Backsteinbauten
  • ein villenartiges Wohnhaus, errichtet um 1900, aus ehemaliger Hofanlage, zweigeschossiges Backsteingebäude, Schmuckformen des Historismus

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eudenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b ohne Nebenwohnsitze; Einwohnerstatistik der Stadt Königswinter (PDF; 36 kB)