Eugène Cardine

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Eugène Alexandre Cardine OSB (* 11. April 1905 in Courseulles-sur-Mer (Calvados), Frankreich; † 24. Januar 1988 in Solesmes (Sarthe), Frankreich) war Benediktiner und der Begründer der Gregorianischen Semiologie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugène Cardine trat am 3. Oktober 1928 als Mönch in die Benediktinerabtei Saint-Pierre de Solesmes ein und legte dort am 29. Juni 1930 seine Profess ab. Er wurde am 2. September 1934 zum Priester geweiht. Danach studierte er Gregorianischen Choral und war von 1940 bis 1952 erster Kantor der Abtei Solesmes. 1952 wurde er zum Professor für Gregorianische Paläographie (Semiologie) an der Päpstlichen Musikhochschule in Rom berufen. Er unterrichtete auch am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo und dem Collegium Germanicum. Er war Mitglied im liturgischen Vorbereitungsausschuss für das Zweite Vatikanische Konzil. 1968 wurde er zum Konsultor der Ritenkongregation ernannt. Nach seiner Emeritierung 1984 kehrte er in sein Professkloster Solesmes zurück und starb dort 1988.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Primo anno di canto gregoriano, Rom 1970.
  • Appunti di storia del canto gregoriano, Rom 1972.
  • Gregorianische Semiologie. Les Éditions de Solesmes, Solesmes 2003, ISBN 2-85274-049-4

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nino Albarosa: La scuola gregoriana di Eugène Cardine, in: Rivista italiana di musicologia 9 (1974), S. 269–297.
  • Dominique Fournier: Sémio-esthétique du chant grégorien d’après le Graduel Neumé de Dom Eugène Cardine, Solesmes 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]