Eugen Burg

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Eugen Burg auf einer Fotografie von Alexander Binder

Eugen Burg (* 6. Januar 1871 als Eugen Hirschburg in Berlin; † 17. April[1] 1944 im KZ Theresienstadt) war ein deutscher Schauspieler und Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Burg war bereits 43 Jahre alt und ein bekannter Bühnendarsteller, als er 1914 bei der Berliner PAGU zum ersten Mal vor der Kamera stand. Auf 90 weitere Stummfilme, in denen er zwischen 1916 und 1920 gelegentlich auch Regie führte, folgte mit Der Greifer 1930 der erste Tonfilm. Neben seinem Schüler und Protegé Hans Albers trat Burg hier in der Rolle eines Chefinspektors bei Scotland Yard auf.

Nachdem 1933 die Nationalsozialisten an die Regierung gelangten, verlor Burg wegen seines Judentums sein Engagement bei der Ufa und wurde von der Reichsfachschaft Film mit Berufsverbot belegt, was seine Schauspielkarriere abrupt beendete. Burg wurde am 28. Januar 1943 von Berlin ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er im Alter von 73 Jahren unter nicht geklärten Umständen starb.

Eugen Burg war mit der Koloratursängerin und Bühnensängerin Emmy Burg-Raabe (geb. 1874, gest. 6. Juli 1927 zu Berlin), die später als Konzertsängerin und zuletzt als Gesangslehrerin wirkte, verheiratet. Er ist der Vater der Schauspielerin Hansi Burg, die seit 1925 die Lebensgefährtin von Hans Albers war.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Schauspieler, wenn nicht anders angegeben

  • 1914: Marketenderin
  • 1915: Robert und Bertram
  • 1915: Nur eine Lüge. Colombine
  • 1915: Nahira. Die Hand am Vorhang
  • 1915: Der schwarze Moritz - Drehbuch
  • 1915: Der möblierte Herr
  • 1915: Das dunkle Schloß
  • 1916: Gräfin Lukani - Regie
  • 1916: Alles aus Gefälligkeit - Regie, Darsteller, Drehbuch
  • 1917: Der karierte Regenmantel
  • 1917: Der Fall Hirn
  • 1918: Genie und Liebe
  • 1918: Im Schloß am See - Regie, Darsteller
  • 1918: Elly und Nelly - Regie
  • 1918: Du sollst nicht töten - Regie
  • 1918: Die Prinzessin von Montecuculi
  • 1918: Der Erbe von Skialdingsholm - Regie, Darsteller
  • 1919: Liebe, die sich frei verschenkt - Regie
  • 1920: Salome - Regie
  • 1919: Mutter Erde - Regie, Darsteller
  • 1919: Gezeichnete Mädchen - Regie
  • 1919: Eine Nacht, gelebt im Paradiese - Regie
  • 1919: Die da sterben, wenn sie lieben - Regie
  • 1919: Der violette Tod - Regie
  • 1919: Das Hexenlied - Regie
  • 1919: Das Geheimnis des Schafotts - Regie, Darsteller
  • 1919: Das Geheimnis der Wera Baranska - Regie
  • 1919: Das Abenteuer der Bianetta - Regie
  • 1920: Das Land der Verheißung - Regie, Darsteller
  • 1920: Seelen im Sumpf - Regie
  • 1920: Oberst Chabert - Regie, Darsteller
  • 1920: Ninon de l'Enclos - Regie
  • 1921: Fridericus Rex
  • 1921: Die große und die kleine Welt
  • 1920: Die Schmugglerin - Regie, Darsteller
  • 1920: Die Scheidungs-Ehe - Regie
  • 1921: Die Diktatur der Liebe. 2. Die Welt ohne Liebe
  • 1920: Der wird geheiratet - Regie, Drehbuch
  • 1920: Der Kelch der Keuschheit - Regie
  • 1921: Violet
  • 1921: Die schwarze Pantherin
  • 1922: Wenn die Maske fällt
  • 1922: Mignon
  • 1922: Marie Antoinette, das Leben einer Königin
  • 1923: Ein Kind - ein Hund
  • 1922: Die vom Zirkus. Die Zirkusdiva
  • 1922: Die Lüge eines Sommers
  • 1922: Der bekannte Unbekannte
  • 1923: Alt-Heidelberg
  • 1923: S.O.S. Die Insel der Tränen
  • 1923: Gobseck
  • 1924: Hotel Potemkin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut Filmarchiv Kay Weniger, basierend auf den unlängst freigegebenen Unterlagen der Gedenkstätte Theresienstadt. Das bislang geglaubte Datum "15. November" ist falsch.