Eugen Napoleon Neureuther

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Eugen Napoleon Neureuther. Zeichnung von Wilhelm Gail, ca. 1850
Neureuther: Die Blüte der Kunst in München (1861)
Verleihung des Künstlerwappens an Albrecht Dürer
Neureuther: Vase mit Seejungfrauen
Grab von Eugen Napoleon Neureuther auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Standort

Eugen Napoleon Neureuther (* 13. Januar 1806 in München; † 23. März 1882 ebenda) war ein deutscher Maler, Zeichner und Radierer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde als Sohn des Malers Ludwig Neureuther (1775–1830) geboren. Sein jüngerer Bruder Gottfried Neureuther wurde Architekt. Ludwig Neureuthers direkte Nachfahren sind die Skirennfahrer Christian Neureuther (* 1949) und dessen Sohn Felix Neureuther (* 1984).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Napoleon Neureuther besuchte ab 1823 die Münchner Akademie, wo er Schüler Wilhelm von Kobell war. 1830 hielt er sich in Paris, 1838 in Rom auf. Peter von Cornelius übertrug ihm Dekorationsarbeiten in der Glyptothek in München. 1848 wurde er Leiter des künstlerischen Teils der königlichen Porzellanmanufaktur Nymphenburg, wo er bis zum Verkauf des Betriebes 1856 blieb. 1868 bis 1877 war er Professor an der königlichen Kunstgewerbeschule.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München.[1] Standort.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neureuther war vornehmlich als Illustrator tätig, schuf Arabesken zu Literatur und Dichtungen. Seinen Ruf begründete er durch Randzeichnungen zu Goethes Balladen und Romanzen.[2] Weiter schuf er dekorative Wandmalereien und trat auch als Maler von Tafelwerken in Erscheinung.

Illustrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach Erscheinungsjahr geordnet

Ferner illustrierte Neureuther einzelne Gedichte von Goethe, Joseph Christian von ZedlitzWaldfräulein und von Nikolaus Becker das Rheinlied.

Wand- und Ölmalerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sammlung Schack in München befinden sich Ölbilder von Neureuther.[15]

Neureuther war weiter umfassend im Bereich des Kunstgewerbes tätig.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Eugen Napoleon Neureuther wurde in der Münchner Maxvorstadt die Neureutherstraße benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eugen Neureuther – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gräberfeld 25 - Reihe 8 - Platz 35.
  2. München 1829–1840.
  3. Weigel’s Kunstkatalog 1838.
  4. Digitalisat der Ausgabe von 1855.
  5. Meyers Konversations-Lexikon.
  6. Digitalisat.
  7. Meyers Konversations-Lexikon.
  8. Meyers Konversations-Lexikon.
  9. Mit Holzschnitten nach Zeichnungen von Eugen Neureuther. Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1846 (Digitalisat).
  10. Meyers Konversations-Lexikon.
  11. Meyers Konversations-Lexikon.
  12. München, Königstraße 2; nicht erhalten.
  13. Daniela Di Lupo: Amor und Psyche: eine mythische Liebsbeziehung. Neue Untersuchungen an Malereien von Wilhelm von Kaulbach. In: Denkmalpflege Informationen 166 (2017), S. 48–50.
  14. Meyers Konversations-Lexikon.
  15. Traum der Porcia; Die sterbende Nonne; Die Villa Mils; Die Villa Malta; Szene aus Hermann und Dorothea.