Eulenbis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Eulenbis
Eulenbis
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Eulenbis hervorgehoben

Koordinaten: 49° 30′ N, 7° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Weilerbach
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 3,97 km2
Einwohner: 508 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67685
Vorwahl: 06374
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Rummelstraße 15
67685 Weilerbach
Website: www.eulenbis.de
Ortsbürgermeisterin: Kathleen Hielscher
Lage der Ortsgemeinde Eulenbis im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Eulenbis ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Weilerbach an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eulenbis liegt etwa 13 Kilometer nordwestlich von Kaiserslautern im Nordpfälzer Bergland innerhalb dessen Teilbereich Obere Lauterhöhen. Eulenbis ist die höchstgelegene Ortsgemeinde innerhalb der Verbandsgemeinde Weilerbach. Zur Gemeinde gehören zusätzlich die Weiler Mückenmühle und Untere Pfeifermühle.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Sulzbachtal, Katzweiler, Rodenbach, Weilerbach und Erzenhausen.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der westlich des Ortes liegende Eulenkopf, der sich unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Erzenhausen befindet, hat eine Höhe von 422 m ü. NHN. Mitten durch den Osten der Gemarkung verläuft die Mooslauter Von links nimmt sie dabei den Vorfluter Eulenbis auf. Ganz im Süden bildet der Rischbach für ein kurzes Stück die Gemarkungsgrenze zu Weilerbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Ulengebeiß datiert aus dem Jahre 1380. Darüber hinaus gab es im Gemeindegebiet eine Wüstung namens Mückenhausen.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Wolfstein eingegliedert. 1815 gehörte der die Gemeinde zunächst zu Österreich. Nach dem Wiener Kongress wurde er ein Jahr später dem Bayern zugeschlagen. 1817 wechselte die Gemeinde in den Kanton Kaiserslautern. Von 1818 bis 1862 war Eulenbis war Bestandteil des Landkommissariat Kaiserslautern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

Ab 1939 war er Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Eulenbis innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort 1972 Bestandteil der neu gebildeten Verbandsgemeinde Weilerbach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Eulenbis besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.[3]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin von Eulenbis ist Kathleen Hielscher. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde sie mit einem Stimmenanteil von 56,97 Prozent gewählt und ist damit Nachfolgerin von Ulrich Stemler (FWG), der nicht erneut kandidiert hatte.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eulenbis
Blasonierung: „In Gold auf gewölbtem grünem Boden eine goldbewehrte schwarze Eule.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Lebensscheibe“, gestaltet 2011 von Peter Brauchle

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort befindet sich das weltweit einzige Beerewei[n]-Museum[5]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einziges Naturdenkmal vor Ort ist eine Rotbuche im Finstertal. Das Naturschutzgebiet Krausenbruch erstreckt sich für ein kurzes Stück über den Süden der Eulenbiser Gemarkung.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr an Pfingsten findet auf dem Eulenkopf ein Bergfest statt. Zudem wird vor Ort regelmäßig eine Modellbahnbörse abgehalten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eulenbis ist am Reichswald berechtigt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo an einer Bushaltestelle

Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert.

Die Kreisstraße 21 bindet Eulenbis an das Straßennetz an. Die von ihr abzweigende Kreisstraße 20 führt nach Weilerbach. Durch den osten der Gemeindegemarkung verläuft die Landesstraße 356. Die Gemeinde ist durch die A 6 (Anschlussstelle: Kaiserslautern-West) an das Autobahnnetz angebunden.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Eulenbis verläuft ein Wanderweg, der mit einem blauen Kreuz gekennzeichnet ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerold Scheuermann: Eulenbis. Hrsg.: Ortsgemeinde Eulenbis (= Ortschroniken des Landkreises Kaiserslautern. Band 10). Eulenbis 1985, DNB 860441598.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eulenbis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2021 liegt vor.]. S. 152 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Weilerbach, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile. Abgerufen am 28. Oktober 2019.
  5. Beerewei(n)museum. Ortsgemeinde Eulenbis, abgerufen am 19. Oktober 2019.