Euphoria (2017)

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Filmdaten
OriginaltitelEuphoria
ProduktionslandDeutschland, Schweden, Vereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2017
Länge98 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieLisa Langseth
DrehbuchLisa Langseth
ProduktionPatrik Andersson,
Frida Bargo,
Charles Collier,
Alicia Vikander
MusikLisa Holmqvist
KameraRob Hardy
SchnittDino Jonsäter
Besetzung

Euphoria ist ein Abenteuerfilm und Filmdrama von Lisa Langseth, das im September 2017 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Premiere feierte.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwestern Ines und Emilie sehen sich nach vielen Jahren der Trennung zum ersten Mal wieder. Gemeinsam begeben sie sich auf eine bewegende Reise.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film entstand als Koproduktion von B-Reel Features Film Stockholm, Vikarious Production Ltd. London und Dancing Camel Films München und in Zusammenarbeit mit Wild Bunch Germany und Dorian Media Limited.[2] Der Film erhielt aus dem Sonderprogramm des FilmFernsehFonds Bayern eine Förderung in Höhe von 750.000 Euro.[3], der auch eine Verleihförderung in Höhe von 60.000 Euro gewährte. Vom Deutscher Filmförderfonds erhielt die Produktion 683.353 Euro.

Regie führte Lisa Langseth, die auch das Drehbuch zum Film schrieb. Die Rollen der Schwester Ines und Emilie wurden mit Alicia Vikander und Eva Green besetzt.

Die Dreharbeiten wurden am 17. August 2016 begonnen und nach 25 Drehtagen am 29. September 2016 beendet. Gedreht wurde in München, dort unter anderem im Bayerischen Hof[2], und Umgebung und in Franken, so auf dem Gelände des Schloss Dennenlohe in Unterschwaningen, wo die Dreharbeiten auch beendet wurden.[4]

Der Film feierte am 8. September 2017 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Premiere.[5][6] Ende September und Anfang Oktober 2017 erfolgte zudem eine Vorstellung beim Zurich Film Festival.[7][8][9] Am 2. Februar 2018 kam der Film in die schwedischen und am 24. Mai 2018 in die deutschen Kinos.[10]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken und Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden unter anderem auf dem Gelände von Schloss Dennenlohe statt, das im Film dem Anwesen als Kulisse diente, auf dem Emilie die letzte Woche ihres Lebens verbringt

Über das malerische Anwesen, wo reiche Menschen mit unheilbaren Krankheiten zusammenkommen, um in Frieden zu sterben und auch Emilie gemeinsam mit ihrer Schwester Ines die letzte Woche ihres Lebens verbringen will, sagt Tim Lindemann von epd Film, dieses wirke wie eine Mischung aus Tolkiens Auenland und den Bildern eines besonders hochpreisigen Lifestyle-Magazins. Weiter sagt Lindemann, es sei eine überzeugende Erzählidee, die vor allem deswegen so gut funktioniere, weil das brillante Produktionsdesign von Christian Goldbeck ihr einen optimalen Rahmen biete: „Die geschmackvollen Räume und Gärten sind so perfekt und gefällig ausgestattet, dass sie unterschwellig schon wieder eine gewisse Unheimlichkeit ausstrahlen.“ In kürzerer Form hätte die narrative Struktur des Films zwar besser funktioniert, so Lindemann, doch allein seine entrückte, sanft morbide Stimmung mache Euphoria sehenswert.[11]

Der Tagesspiegel schreibt, auch wenn nach dreißig Minuten dieses Setting entworfen und von da an vollkommen vorhersehbar sei, was in den verbleibenden rund siebzig Minuten geschehen wird, könne Euphoria mit drei großen Frauenparts punkten. Beachtlich sei zudem, wie unsentimental der Ton und wie moralinfrei die Perspektive auf Sterbehilfe ist.[12]

In Deutschland wurde er von der FSK ab 12 Jahren freigegeben, in Begleitung der Eltern jedoch bereits ab 6 Jahren erlaubt. In der Freigabebegründung heißt es: „Die Geschichte über Familie, Tod und Selbstbestimmung ist in stilisierten und teils märchenhaften Bildern inszeniert. [...] Die mysteriös-melancholische Atmosphäre mit dem ständig präsenten Thema des Todes sowie einzelne dramatische Szenen können Kinder unter 12 Jahren emotional überfordern. 12-Jährige sind aufgrund ihres Entwicklungsstands und ihrer Medienerfahrung in der Lage, diese Aspekte in den Kontext einzuordnen. Die Ruhe und deutliche Fiktionalität des Films ermöglichen ihnen, sich ausreichend zu distanzieren und den Film ohne Überforderung zu verarbeiten.“[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toronto International Film Festival 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Euphoria. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 177646/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b http://www.fff-bayern.de/presse/news/article/am-set-von-euphoria/
  3. http://www.fff-bayern.de/presse/pressemitteilungen/article/fff-foerdert-internationale-koproduktion-euphoria-mit-alicia-vikander-eva-green-und-charlotte-rampling/
  4. http://www.mediabiz.de/film/news/euphoria-abgedreht/411549?Status=RS
  5. Toronto International Film Festival 2017. Official Film Schedule In: tiff.net. Abgerufen am 23. August 2017. (PDF; 852 KB)
  6. Brent Lang: Toronto Film Festival Lineup Includes Movies From Angelina Jolie, George Clooney, Alexander Payne In: Variety, 25. July 2017.
  7. https://zff.com/de/festival-info/news/2017/1813/vikander-euphoria-galapremieren-medienmiteilung/
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 1. September 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bluewin.ch
  9. Programme 2017 In: zff.com. Abgerufen am 14. September 2017.
  10. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 24. Mai 2018.
  11. Tim Lindemann: Kritik zu Euphoria. In: epd Film, 27. April 2018.
  12. https://www.tagesspiegel.de/kultur/euphoria-im-kino-zwei-schwestern-auf-ihrer-letzten-gemeinsamen-reise/22594212.html
  13. Freigabebegründung für Euphoria. In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 25. Mai 2018.