EuroShop

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EuroShop 2008

Die EuroShop ist eine seit 1966 stattfindende Messe für Investitionsgüter des Handels. Sie wird alle drei Jahre auf dem Areal der Messe Düsseldorf ausgetragen und gilt weltweit als die führende Messe der Branche. Der ideelle Träger der Messe ist EHI Retail Institute.

Die EuroShop 2017 ist für die Zeit vom 5. bis zum 9. März terminiert und findet erstmals in geänderter Form statt. Während das Gesamtangebot zwischen 2002 und 2014 in die vier Bereiche EuroSales, EuroConcept, EuroCIS und EuroExpo aufgeteilt war, präsentiert die Messe in ihrer neuesten Form sieben verschiedene Dimensionen des Handels.

Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • POP bzw. Verkaufsort-Marketing (Signage, Displays, Outdoor Communication)
  • Expo- & Eventmarketing (Stand Construction & Equipment, Brand Communication, Communication Design Event Technology)
  • Retail Technology (Retail Software, PoS Technology, Mobile Solutions, eCommerce, Payment Systems)
  • Lighting (Systems, Design, Technology)
  • Visual Merchandising Display Mannequins, Store & Window Decorations
  • Shop Fitting & Store Design (Fixtures & Equipment, Architecture, Store Planning, Materials & Surfaces)
  • Food Tech & Energy Management (Refrigeration, Building Automation, Cooking & Baking Solutions)

Rahmenprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das EuroCIS Forum, in dem Entwicklungen, Innovationen und Trends im Bereich Retail Technology anhand aktueller Fallstudien präsentiert werden.
  • Das Omnichannel Forum, in dem es um Fragen zu Erfolgsstrategien, Herausforderungen und Möglichkeiten der neuen Technologien rund um digitale und klassische Vertriebskanäle geht.
  • ECOpark und ECO Forum, als Sonderfläche für energieeffiziente Lösungen im Handel.
  • Das Forum Architecture & Design als Vortragsbereich für alle Themen rund um Store Design, Architektur, Beleuchtung, Ladenbau und Visual Merchandising.
  • Das POPAI Forum zum Thema POS-Marketing.
  • Das Forum Expo + Event, ein von Branchen-Experten kuratiertes Programm aus Vorträgen, Best Case Studien und Diskussionen.

Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt sechs Auszeichnungen werden im Rahmen der EuroShop 2017 vergeben. Zu ihnen zählt beispielsweise der EuroShop Retail Design Award,[1] mit dem die besten Shops mit den erfolgreichsten Konzepten prämiert werden oder der Wissenschaftspreis, mit dem EHI-Stiftung,[2] die GS1 Germany exzellente wissenschaftliche Arbeiten (Bachelor, Master, Dissertation) auszeichnen. Der Preis ist mit insgesamt 38.000 Euro dotiert.

Internationale Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde mit der C-star[3] – Shanghai’s International Trade Fair for Solutions and Trends all about Retail – ein erster Ableger der EuroShop im Ausland geschaffen. Ziel der Gründung war es, interessierten Ausstellern der EuroShop eine Möglichkeit zu geben, ihre Produkte und Dienstleistungen im asiatischen Raum zu präsentieren. Im Mai 2016 stellten 180 Unternehmen aus 18 Ländern auf der C-star aus. 7.600 Fachbesucher aus 77 Nationen waren bei der Messe zu Gast. Die C-star findet jährlich statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste EuroShop fand vom 11. bis 15. Juni 1966 auf dem alten Messegelände im Ehrenhof statt. 331 Aussteller aus 55 Ländern nutzten die neue Plattform zur Präsentation ihrer Produkte. Rund 29.000 Fachbesucher waren zu Gast und informierten sich vor allem zum Thema Ladenbau, das die ersten Veranstaltungen dominierte. So fand zeitgleich der Kongress „Moderne Läden und Schaufenster“ statt. Anstoß für die Gründung der EuroShop waren grundlegende Veränderungen in der Handelslandschaft gewesen. Ab Mitte der 1960er Jahre hatten sich vermehrt Selbstbedienungskonzepte vor allem im Lebensmitteleinzelhandel durchgesetzt. Zugleich machten mit den ersten Discountern neue Handelskonzepte den traditionell markenorientierten Supermärkten Konkurrenz. Durch diese Entwicklungen entstand bei Händlern ein zunehmender Bedarf nach Möglichkeiten, das eigene Profil durch Maßnahmen vor allem im Ladenbau zu schärfen.

Bis 1972 fand die EuroShop in einem zweijährigen Turnus statt. Aufgrund der mittelfristig angelegten Innovationspotentiale im Ladenbau wurde ab 1975 in einen dreijährigen Turnus gewechselt. Zugleich verwandelte sich das Portfolio der Messe. Zum Ladenbau kamen bis Ende der 1990er Jahre weitere Angebote, die für Handelsunternehmen von steigender Bedeutung waren. Zu ihnen zählten z.B. Schauwerbung, Beleuchtung oder Messebau. Aufgrund der rasanten Entwicklung in der Informationstechnologie kamen mit IT, Warenwirtschafts- und Überwachungssystemen, Artikelsicherheit oder Supply Chain Management Angebote hinzu, deren Lebenszyklen deutlich geringer waren, als das traditionelle Angebot der Messe. Darauf reagierte die Messe mit der Schaffung des „Retail Technology Forums“, das jährlich stattfand. Alle drei Jahre war es Teil der EuroShop. 2002 wurde die EuroShop grundlegend restrukturiert, um das immer umfangreichere Ausstellerangebot für die Besucher transparent zu halten. Die Messe wurde in vier Bereiche gegliedert:

  • EuroConcept (Ladenbau, Store Design, Beleuchtung, Kühlmöbel, Gebäudetechnik)
  • EuroSales (Visual Merchandising, POS Marketing, Schauwerbung)
  • EuroExpo (Architektur, Design, Events)
  • EuroCIS (IT und Sicherheitstechnik)

Die neugeschaffene EuroCIS löste das Retail Technology Forum ab. Mit ihrem neuen Konzept wuchs die Messe kontinuierlich weiter. 2014 stellten bereits 2.229 Aussteller auf 120.603 m² aus. 109.496 Besucher aus 100 Ländern unterstrichen die internationale Bedeutung der EuroShop.

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Die EuroShop war zu Beginn eine Messe für Ladenbau und Schaufenstergestaltung. Das zeigt sich auch an ihrem ersten Logo eines stilisierten Ladens und Schaufensters. Mitte der Siebziger Jahre wich das alte Logo dem zweifarbigen „EuroShop-Stern“, der noch heute das Markenzeichen der Messe ist. Das Logo ist dem Summenzeichen der Kassen entlehnt und symbolisiert durch seine Zweifarbigkeit zugleich das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage der gesamten Investitionsgüterbereiche des Handels.

Zahlen und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Aussteller Besucher Standfläche
1966 331 28.762 19.614 m²
1968 387 28.419 25.249 m²
1970 454 40.582 33.164 m²
1972 478 41.393 39.198 m²
1975 522 40.710 37.867 m²
1978 560 45.514 40.701 m²
1981 597 45.742 41.966 m²
1984 760 61.202 43.896 m²
1987 943 80.541 60.888 m²
1990 1.120 100.640 79.842 m²
1993 1.473 91.436 95.430 m²
1996 1.508 100.967 90.856 m²
1999 1.587 92.377 96.524 m²
2002 1.595 92.532 98.907 m²
2005 1.652 90.963 94.843 m²
2008 1.895 104.766 106.871 m²
2011 2.036 107.273 107.971 m²
2014 2.229 109.496 116.579 m²

Die Messe ist nicht mit dem Unternehmen Deutsche EuroShop AG (DES) mit Sitz in Hamburg und dem Discounter Schum EuroShop zu verwechseln.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: EuroShop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Retail Design Award
  2. EHI-Stiftung
  3. C-star – Shanghai’s International Trade Fair for Solutions and Trends all about Retail