Euroimmun

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EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1987
Sitz Lübeck, Deutschland
Leitung

Winfried Stöcker

Mitarbeiterzahl

2.575

Umsatz 284 Millionen EUR
Website www.euroimmun.com
Stand: 2017

Die EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG ist ein deutsches Unternehmen, das Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik herstellt. Im Vordergrund stehen Testsysteme, mit denen im Serum von Patienten Antikörper bestimmt und dadurch Autoimmun- und Infektionskrankheiten sowie Allergien diagnostiziert werden können.

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im September 1987 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Lübeck. Zweigstellen befinden sich in Groß Grönau bei Lübeck, in Dassow und Selmsdorf (beide Mecklenburg-Vorpommern), in Rennersdorf/O.L. (Sachsen), in Kunnersdorf auf dem Eigen (Sachsen) und in Pegnitz (Bayern). Euroimmun unterhält Niederlassungen in China (Peking, Hangzhou), Brasilien (São Paulo), Frankreich (Bussy-Saint-Martin), Großbritannien (London), Italien (Padua), Kanada (Mississauga), in Polen (Wroclaw), in Portugal (Amadora), in der Schweiz (Luzern), in Singapur, in Spanien (Madrid), Südafrika (Kapstadt), in der Türkei (Istanbul) und in den USA (New Jersey) sowie ein Vertriebsbüro in den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai).

Im Jahr 2017 beschäftigte Euroimmun in Deutschland 1800 Mitarbeiter, weltweit 2575. Der Jahresumsatz 2017 betrug im Konzern 284 Millionen Euro. [1]

Das Unternehmen ist ISO-zertifiziert nach EN ISO 9001:2000, EN ISO 13485:2003 und ISO 13485/CMDCAS.

Zu den Erfindungen der Euroimmun gehören die Biochips. Dabei handelt es sich um papierdünne Folien aus Glas, die mit Zellen oder Gewebeschnitten beschichtet und maschinell in millimetergroße Fragmente unterteilt werden. Diese Fragmente werden vollautomatisch auf Objektträger geklebt. Die Biochip-Technologie ermöglicht eine extreme Miniaturisierung und Standardisierung immunbiochemischer Analysen. Für dieses Verfahren wurde Euroimmun 1989 mit dem Schmidt-Römhild-Technologiepreis ausgezeichnet.[2]

Die Zahlungen von Euroimmun in Höhe von einer Million Euro an die Universität zu Lübeck wurde nach einer Kontroverse zwischen Euroimmun-Chef Winfried Stöcker und Universitätspräsident Hendrik Lehnert eingestellt.[3]

Im Juni 2017 wurde bekannt, dass das amerikanische Unternehmen PerkinElmer Euroimmun erwerben wird.[4] Das Bundeskartellamt stimmte der Übernahme im August 2017 zu und am 19. Dezember 2017 wurde der Verkauf für 1,2 Milliarden Euro abgeschlossen.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Firmenprofil. In: euroimmun.de. 1. Februar 2018, abgerufen am 23. August 2018.
  2. Thomas Stengel: Ein Pionier der Medizintechnik, Gadebusch-Rehnaer Zeitung, 26. Januar 2015
  3. Lübeck – Winfried Stöcker: Euroimmun gibt kein Geld mehr für Lübecks Uni. In: ln-online.de. 11. März 2015, abgerufen am 12. März 2015.
  4. PerkinElmer to buy Germany's Euroimmun for about $1.3 billion. In: reuters.com. 19. Juni 2017, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  5. Euroimmun: Grünes Licht für Verkauf. In: Lübecker Nachrichten. 8. August 2017, S. 8.
  6. PerkinElmer Completes Acquisition of EUROIMMUN. (businesswire.com [abgerufen am 7. Mai 2018]).