Europäischer Forschungsraum

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Der Europäische Forschungsraum (EFR; engl. European Research Area, ERA) ist eine Initiative der Europäischen Union (EU) zur Integration der wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten innerhalb der EU. Für eine EU-weite gemeinsame Forschungspolitik wurden sechs Prioritäten[1] für den EFR gesetzt:

  • Gesteigerte Effektivität nationaler Forschungssysteme
  • Verstärkte transnationale Zusammenarbeit und Wettbewerbsfähigkeit
  • Offener Arbeitsmarkt für Forschende
  • Geschlechter-Gleichstellung und Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in der Forschung
  • Optimale Zirkulation, Zugang zu und Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen

Seit 1984 führt die Europäische Kommission mehrjährige Rahmenprogramme (aktuell Horizont 2020) für Forschung und technologische Entwicklung durch, um die multi-nationale Kooperation in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung zu fördern. Neben der monetären Förderung innerhalb der Rahmenprogramme zielt der Europäische Forschungsraum darauf ab, das politische Umfeld für wettbewerbsfähige Forschung und Innovation durch einheitliche Rahmenbedingungen zu verbessert.

Zu den Initiativen zur Verwirklichung des EFR gehört unter anderem die gemeinsame Programmplanung (engl. Joint Programming Initiatives, JPI) der Mitgliedsstaaten. Dabei sollen staatenübergreifende gemeinsame Forschungsagenden (engl. Strategic Research Agendas – SRA) die Wirkung und Effektivität bereits existierender nationaler Forschungsförderprogramme oder neuer Programme steigern.

Forschungsquoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungs und Entwicklungs - Ausgaben in Prozent des BIP (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eurozone (19): 2,12
EU (28): 2,03

Rang
Land
F+E Ausgaben in Prozent des BIP
1. Schweden 3,26
2. Österreich 3,07
3. Dänemark 3,03
4. Finnland 2,90
5. Deutschland 2,87
6. Belgien 2,45
7. Frankreich 2,23
8. Slowenien 2,21
9. Niederlande 2,01
10. Tschechien 1,95
11. Großbritannien 1,70
12. Irland 1,51
13. Estland 1,50
14. Ungarn 1,38
15. Italien 1,33
16. Luxemburg 1,31
17. Portugal 1,28
18. Spanien 1,22
19. Slowakei 1,18
20. Litauen 1,04
21. Polen 1,00
22. Griechenland 0,96
23. Bulgarien 0,96
24. Kroatien 0,85
25. Malta 0,77
26. Lettland 0,63
27. Rumänien 0,49
28. Zypern 0,46

(Quelle: Eurostat/Wirtschaftskammer Österreich Eurostat/WKO)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Prioritäten des EFR - EU-Büro des BMBF. In: www.eubuero.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.