Europäischer Tag der Sprachen

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Der Europäische Tag der Sprachen geht auf eine Initiative des Europarates zurück. Ziel des Aktionstages ist es, zur Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen beizutragen, den Menschen die Vorteile von Sprachkenntnissen bewusst zu machen, die individuelle Mehrsprachigkeit zu fördern und die Menschen in Europa zum lebensbegleitenden Lernen von Sprachen zu motivieren. Dabei soll das reiche Erbe der 200 europäischen Sprachen bewahrt werden.

Historischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingeführt wurde der Europäische Tag der Sprachen 2001, dem Europäischen Jahr der Sprachen. Damit sollte die intensive Förderung der Mehrsprachigkeit auch nach diesem Jahr weitergeführt werden. Der Tag wird seither jährlich am 26. September gefeiert. Im Rahmen des Aktionstages unterstützt der Europarat zusammen mit der EU Initiativen, Aktionen und Veranstaltungen rund ums Sprachenlernen. Derzeit wird der Tag in bis zu 45 Ländern für Aktionen genutzt. Diese werden lokal durchgeführt und vom Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarates (in Kooperation mit Partnerorganisationen in den einzelnen Ländern) koordiniert.

Die Sprachen in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Europäischen Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offizielle Sprachen:
    • in dem Europa der Sechs: Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch (das Luxemburgische gilt heute als halboffizielle Sprache)
    • im Europa der Neun: die vorigen 4 + Dänisch und Englisch (seit kurzem gilt auch das Irische als neue offizielle Sprache)
    • im Europa der Zehn: die vorigen 6 + Griechisch
    • Europa der Zwölf: die vorigen 7 + Portugiesisch und Spanisch (= Kastilisch; das Katalanische gilt derzeit als halboffizielle Sprache)
    • Europa der Fünfzehn: die vorigen 9 + Finnisch und Schwedisch
    • Europa der Siebenundzwanzig: die vorigen 11 + (von Nord nach Süd) Estnisch, Lettisch, Litauisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Slowenisch, Ungarisch, Bulgarisch, Rumänisch und Maltesisch
    • Europa der Achtundzwanzig: die vorigen + Kroatisch.
  • Halboffizielle Sprachen: Luxemburgisch / Katalanisch
  • Nichtoffizielle: Baskisch, Bretonisch, Friesisch, Kaschubisch, Schottisch-Gälisch, Sorbisch, Walisisch etc.

Außerhalb der Europäischen Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rätoromanisch (4. Landessprache der Schweiz)
  • Russisch
  • Tatarisch (russ. autonome Republik Tatarstan)
  • Baschkirisch (russ. autonome Republik Baschkortostan)
  • Komi (russ. autonome Republik Komi)
  • Weißrussisch
  • Ukrainisch
  • Moldauisch/Rumänisch (Moldawien)
  • Gagausisch (Autonome territoriale Einheit Gagausien, Teil Moldawiens)
  • Serbisch
  • Mazedonisch
  • Albanisch
  • Bosnisch
  • Türkisch
  • Norwegisch (Bokmål)
  • Norwegisch (Nynorsk)
  • Isländisch
  • Färöisch (Färöer)
  • Katalanisch (in Andorra)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: European Day of Languages – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien