Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

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Josef Stalin und Joachim von Ribbentrop in Moskau, September 1939. Der Gedenktag erinnert an den Molotow-Ribbentrop-Pakt

Der Europäische Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus (23. August) (engl. European Day of Remembrance for Victims of Stalinism and Nazism) ist der europäische Gedenktag an die Opfer von totalitären Diktaturen in Europa im 20. Jahrhundert.

Der Gedenktag wurde ursprünglich von der Prager Erklärung (3. Juni 2008), die u. a. von Václav Havel, Joachim Gauck und zahlreichen Mitgliedern des Europäischen Parlaments unterzeichnet wurde, vorgeschlagen, und erinnert an den Molotow-Ribbentrop-Pakt.

Am 23. September 2008 haben 409 Mitglieder des Europäischen Parlaments eine Erklärung zur Unterstützung der Errichtung des Gedenktages unterzeichnet.[1] Am 2. April 2009 wurde eine Entschließung zur Ausrufung des Tages mit 533 Stimmen (44 contra und 33 Enthaltungen) angenommen[2] und auf Initiative der ostmitteleuropäischen Staaten der 23. August zum Gedenktag an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus erklärt und Kanada folgte mit dem Black Ribbon Day. Während Schweden und die ostmittel- und südeuropäischen Staaten das Datum in ihre nationalen Gedenkkalender aufnahmen, blieb das Datum in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wenig beachtet.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?reference=P6_TA(2008)0439&language=DE
  2. http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P6-TA-2009-0213+0+DOC+XML+V0//DE
  3. Stefan Troebst: Vom 22. Juni 1941 zum 23. August 1939: Zwei Erinnerungsorte in der Geschichtspolitik des größeren Europa. S. 7 ff.