Europe (Métro Paris)

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Metro-M.svg Europe
Metro de Paris - Ligne 3 - Europe 01.jpg
Tarifzone 1
Linie(n) 03Paris m 3 jms.svg
Ort Paris VIII
Eröffnung 19. Oktober 1904
Zugang im Stil des Art nouveau
Der namengebende Platz liegt auf einem Viadukt über den Eisenbahngleisen
Place de l’Europe zur Zeit der Eröffnung der Métrolinie 3

Der U-Bahnhof Europe ist eine unterirdische Station der Linie 3 der Pariser Métro.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station befindet sich im Quartier de l’Europe des 8. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter der Rue de Rome in Höhe deren Kreuzung mit der Rue de Madrid.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die ca. 50 m östlich der Station befindliche Place de l’Europe (dt: Europaplatz). Der nahezu kreisförmige Platz mit sechs sternförmig abgehenden Straßen wurde auf einem Viadukt errichtet, das über dem Gleisvorfeld des Fernbahnhofs Gare Saint-Lazare liegt. Die abgehenden Straßen sind nach europäischen Städten benannt,[1] darunter befand sich die Rue de Berlin, die zu Beginn des Ersten Weltkriegs in Rue de Liège umgetauft wurde. 1931 wurde das Viadukt erneuert und der Platz vergrößert.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Oktober 1904 wurde der U-Bahnhof mit der Eröffnung der Linie 3 der Compagnie du chemin de fer métropolitain de Paris (CMP) in Betrieb genommen. Diese wurde damals auf dem Abschnitt von Villiers nach Père Lachaise dem Verkehr übergeben.[2]

Die Station hat die ursprüngliche Pariser Standardlänge von 75 m.[3] Unter einem elliptischen Deckengewölbe weist sie Seitenbahnsteige an zwei parallelen Streckengleisen auf, die Seitenwände folgen der Krümmung der Ellipse. Die Decke und die Wände sind weiß gefliest.

Der einzige Zugang liegt in der Straßenmitte der Rue de Madrid unweit der Place de l’Europe. Er wurde von Hector Guimard im Stil des Art nouveau entworfen.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 3 wurde von Anfang an mit vierachsigen Fahrzeugen auf Drehgestellen ausgestattet.[4] Sie wurden später durch Sprague-Thomson-Züge ersetzt, die dort bis 1967 verkehrten. In jenem Jahr erhielt die Linie 3 als erste die neue, klassisch auf Stahlschienen laufende Baureihe MF 67.[5] Diese Züge sind dort im Jahr 2017 nach wie vor im Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 100.
  2. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 165.
  3. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  4. Jean Tricoire, op. cit., S. 86.
  5. Jean Tricoire, op. cit., S. 168.
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Paris m 3 jms.svg Saint-Lazare
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Koordinaten: 48° 52′ 44″ N, 2° 19′ 21″ O