European Students' Union

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European Students’ Union (ESU)
European Students’ Union Logo.svg
Gründung 1982
Sitz Rue de l'Industrie 10, 1000 Brüssel, Belgien
Personen  ; Vorsitz
Fernando Miguel Galán Palomares
Vize-Präsidenten
Lea Meister
Blazhe Todorovski
Vorstand (Executive Committee)
Cristi Popescu
Karolina Pietkiewicz
Liva Vikmane
Rebecka Stenkvist
Tijana Isoski
Viktor GrØnne
William Benn
Aktionsraum Europa
Schwerpunkt europäische studentische Vertretung
Mitglieder 45 (38 Länder)
Website esu-online.org

ESU – The European Students’ Union (ESU) ist der Dachverband der europäischen Studierendenschaften mit 45 Mitgliedsverbänden aus 38 Ländern und vertritt über diese mehr als 11 Millionen Studierende auf europäischer Ebene. Das Hauptziel von ESU ist die Wahrung der bildungspolitischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der Studierende und deren Vertretung gegenüber europäischen und internationalen Institutionen wie dem Europarat, der Europäischen Union oder der UNESCO.

Neben der Interessenvertretung bietet ESU eine Informations- und Vernetzungsplattform für seine Mitglieder und organisiert regelmäßig Seminare und Workshops als Training für StudierendenvertreterInnen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde die Organisation am 17. Oktober 1982 in Stockholm unter dem Namen „Western European Student Information Bureau“ (WESIB) von Studierendenschaften aus Norwegen, Großbritannien, Schweden, Island, Frankreich und Österreich gegründet. Das Ziel war zunächst der Informationsaustausch der Mitglieder untereinander und die Sicherstellung des Informationsflusses von europäischen und anderen internationalen Einrichtungen zu den Mitgliedern.

Logo der ESIB

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion öffnete sich WESIB für Mitglieder aus Osteuropa und benannte sich im Februar 1990 in „European Student Information Bureau“ (ESIB) um.

Mit der Zunahme der bildungspolitischen Bedeutung der europäischen Ebene beschlossen die Mitgliedsorganisationen jedoch 1993, ESIB nicht nur als Informationsplattform, sondern als Dachorganisation und politische Interessenvertretung zu nutzen. Das gut bekannte Kürzel ESIB wurde beibehalten, doch mit dem Zusatz „The national unions of students“ versehen.

Im Mai 2007 wurden aus den geänderten Aufgaben und der Bedeutung weitere Konsequenzen gezogen, und die Organisation erhielt mit „ESU – The European Students’ Union“ ihren heutigen Namen.

Zur Erinnerung an den tschechischen Medizinstudenten Jan Opletal (1915–1939) vergibt die ESU den Jan Opletal Prize.[1]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ESU gehören derzeit 45 Verbände aus 38 Staaten an, darunter die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH), der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) sowie der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS-UNES-USU). Voraussetzung für eine Vollmitgliedschaft ist, dass die Nationalverbände grundsätzlich offen für alle Studierende des jeweiligen Landes sind und nach demokratischen Prinzipien arbeiten (siehe Weblinks).

Auf der 52. Mitgliederversammlung des fzs in Würzburg 2015 wurde beschlossen, aus ESU auszutreten, sofern dieser nicht „in Zukunft effektive und kohärente Maßnahmen, Menschenrechte zu achten und zu schützen“ erlässt. Hintergrund war ein ESU Board Meeting (vgl. Mitgliederversammlung) im aserbaidschanischen Baku [2].

Darüber hinaus hat ESU mehrere assoziierte Mitglieder, darunter fachlich orientierte Zusammenschlüsse wie die der europäischen Pharmazie- und Zahnmedizinstudierenden, aber auch religiöse Vereinigungen wie die European Union of Jewish Students (EUJS).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ESU: SKRVS: Awarding the Jan Opletal Prize to mark the International Students' Day, 26. Oktober 2015, abgerufen am 30. Mai 2016.
  2. http://www.fzs.de/aktuelles/positionen/335369.html (abgerufen am 1. November 2015)