Europium(III)-hydroxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Europium(III)-hydroxid
__ Eu3+     __ OH
Allgemeines
Name Europium(III)-hydroxid
Andere Namen

Europiumtrihydroxid

Verhältnisformel Eu(OH)3
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 16469-19-5
EG-Nummer 240-517-0
ECHA-InfoCard 100.036.818
PubChem 85435
Wikidata Q15628189
Eigenschaften
Molare Masse 202,99 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[1]
  • wenig löslich in starken Mineralsäuren[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Europium(III)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung des Europiums aus der Gruppe der Hydroxide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europium(III)-hydroxid kann durch Reaktion von Europium mit Wasser gewonnen werden. Es entsteht auch durch Zersetzung des instabilen Europium(II)-hydroxid Hydrates.[3]

Europium(III)-hydroxid kann auch durch Reaktion von Europium(III)-nitrat mit Hexamethylentetramin bei 95 °C oder Ammoniumhydroxid gewonnen werden.[4][5]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europium(III)-hydroxid ist ein weißer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Er besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/m (Raumgruppen-Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176.[6] Bei Temperaturen zwischen 225 und 300 °C zersetzt sich die Verbindung zu Europiumoxidhydroxid EuOOH, welche sich bei Temperaturen über 425 °C zu Europium(III)-oxid zersetzt.[7]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europium(III)-hydroxid wird als Phosphoraktivator für Farbkathodenstrahlröhren und Flüssigkristallanzeigen verwendet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f metall.com.cn: Europium Hydroxide 99.9%-99.999% from Metall Rare Earth Limited, abgerufen am 2. Januar 2018
  2. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Leroy Eyring: Progress in the Science and Technology of the Rare Earths. Elsevier, 2016, ISBN 978-1-4831-5777-1, S. 455 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Handbook on the Physics and Chemistry of Rare Earths. Elsevier, 2010, ISBN 978-0-444-53591-7, S. 330 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Ross J. Hunter, Victor R. Preedy: Nanomedicine and the Cardiovascular System. CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-7989-4, S. 373 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. D.F. Mullica, W.O. Milligan, G.W. Beall: Crystal structures of Pr(OH)3, Eu(OH)3 and Tm(OH)3. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry. 41, 1979, S. 525, doi:10.1016/0022-1902(79)80438-8.
  7. ROBERT C. RAU, W. J. GLOVER: Thermal Decomposition of Europium Hydroxide. In: Journal of the American Ceramic Society. 47, 1964, S. 382, doi:10.1111/j.1151-2916.1964.tb13836.x.