Eurosolar

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Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
(EUROSOLAR e. V.)
Logo
Zweck: atomare und fossile Energie vollständig durch erneuerbare Energie ersetzen
Vorsitz: Peter Droege[1]
Geschäftsführer: Tobias Jaletzky[2]
Gründungsdatum: 1988[3]
Sitz: Bonn[4]
Website: eurosolar.de

Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar e. V. (EUROSOLAR) ist eine gemeinnützige Vereinigung für erneuerbare Energien mit Sektionen in 13 Ländern (Deutschland, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Russland, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn)[5].

Ausrichtung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Anliegen des Vereins ist Förderung der Einführung Erneuerbarer Energien in allen ihren Formen, auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet sowie in der Öffentlichkeit. Ziel ist die Ablösung fossiler und nuklearer Energien durch ein solares Energie-Zeitalter. EUROSOLAR ist überparteilich, gemeinnützig und wirkt auf internationaler Ebene mit 13 Sektionen.[6] Mitglieder bei Eurosolar (deutsche Sektion) sind ca. 2800 natürlichen Mitgliedern, ca. 180 Fördermitgliedern und ca. 400 juristischen Mitgliedern (Vereine, Institutionen, Bundesländer, Landkreise, Kommunen, Städte und Firmen)[5].

Solarzeitalter – Politik, Kultur und Ökonomie Erneuerbarer Energien ist Organ des Verbandes und gleichzeitig Publikumszeitschrift (vierteljährlich, Auflage: 4.000 Stück, ISSN 0937-3802).[7]

Der Verein wurde 1988 auf Initiative des SPD-Politikers und späteren Trägers des Right Livelihood Award Hermann Scheer gegründet. Erste Geschäftsführerin war seine Ehefrau, Irm Pontenagel[8]. Scheer war bis zu seinem Tod am 14. Oktober 2010 Präsident von Eurosolar[9]. Im April 2011 wurde Hermann Scheer posthum zum Ehrenpräsidenten ernannt.[1]

Der Verein ist Veranstalterin zahlreicher Impulskonferenzen und Konferenzserien, zum Beispiel:

  • Biomasse-Konferenz Der Landwirt als Energie- und Rohstoffwirt
  • Europäische Konferenz Solarenergie in Architektur und Stadtplanung
  • Konferenz Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien[10]
  • Konferenzreihe zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES)[11][12]
  • Weltforum für Erneuerbare Energien

Daneben betreibt der Verein intensive Lobbyarbeit in den nationalen Parlamenten Europas sowie auf EU-Ebene. 2001 initiierte Eurosolar die Gründung des Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy – WCRE) als weltweite Dachorganisation. Gemeinsam mit dem WCRE stand Eurosolar Pate bei Initiierung und Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), der inzwischen 136 Staaten beigetreten sind (Stand Juni 2009).

Eurosolar ist Mitglied des Grünen Strom Label e. V., der das gleichnamige Gütesiegel für Ökostrom-Angebote vergibt.

Deutscher und Europäischer Solarpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Solarpreis 2015

Seit 1994 vergibt der Verein jährlich den Deutschen und den Europäischen Solarpreis für besonders förderwürdige Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Daneben werden auch nationale Wettbewerbe in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Spanien und Luxemburg ausgeschrieben. Dabei gibt es jeweils folgende Preiskategorien:

  • Städte und Gemeinden oder Stadtwerke
  • Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen
  • Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien
  • Solares Bauen
  • Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu Erneuerbaren Energien
  • Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien
  • Bildung und Ausbildung
  • Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement

Zusätzlich werden jährlich sogenannte Plaketten-Preisträger des Deutschen Solarpreises vorgestellt. Bei den in der Kategorie Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgezeichneten Projekten handelt es sich um unter energetischen Gesichtspunkten herausragende Gebäude. Eurosolar möchte damit besonders Passiv- und Plusenergiehäuser würdigen [13].

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Solarpreis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b EUROSOLAR hat neuen Präsidenten: Professor Peter Droege Pressemitteilung vom 5. April 2011
  2. Neue Geschäftsführung bei EUROSOLAR. Pressemitteilung, Bonn, 06. Januar 2016. www.eurosolar.de, abgerufen am 8. Januar 2016 (deutsch).
  3. Was ist EUROSOLAR? EUROSOLAR e. V., abgerufen am 30. Juli 2010..
  4. Satzung der E U R O S O L A R – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. 11. Juli 2006, abgerufen am 30. Juli 2010 (22,6 kB PDF)..
  5. a b Sektionen. www.eurosolar.de, abgerufen am 11. Juni 2016.
  6. Bekanntmachung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern. Vom 2. Mai 2016. www.bundestag.de, abgerufen am 4. Juni 2016.
  7. Pontenagel, Irm (V.i.S.d.P.): SOLARZEITALTER Media-Information 2010. EUROSOLAR e. V., 6. Oktober 2009, abgerufen am 30. Juli 2010 (156,5 kB PDF)..
  8. Hein, Jan-Philipp: Der Windmacher. In: Die Welt vom 14. April 2008. Axel Springer AG, abgerufen am 30. Juli 2010: „Essay“.
  9. hermannscheer.de. Scheer, Hermann, abgerufen am 15. Oktober 2010: „Präsident der EUROSOLAR e. V. ist am 14. Oktober 2010 in Berlin gestorben“
  10. Arbeitsprogramm 2011 Veröffentlichung auf der Website von EUROSOLAR.
  11. Führende Speicherkonferenzen schließen sich zusammen. www.messe-duesseldorf.de, abgerufen am 11. Juni 2016.
  12. IRES-Konferenzreihe. www.eurosolar.de, abgerufen am 11. Juni 2016.
  13. Plaketten des Deutschen Solarpreis 2011. EUROSOLAR e. V., abgerufen am 18. Oktober 2012.

Koordinaten: 50° 43′ 24″ N, 7° 6′ 55″ O


Eurosolar ist wie andere Nichtregierungsorganisation (NGOs) und Interessenverbände beim Bundestag in der „Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern“ registriert und wird deshalb als Lobbyorganisation bezeichnet.