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Eurovision Song Contest 2010

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
55. Eurovision Song Contest
Motto Share the Moment (dt.: Teile den Moment)
Datum 25. Mai 2010 (Halbfinale 1)
27. Mai 2010 (Halbfinale 2)
29. Mai 2010 (Finale)
Austragungsland Norwegen Norwegen
Austragungsort Die Telenor Arena in Oslo war Austragungsort des Finales
Telenor Arena, Bærum
Austragender Fernsehsender
Moderation
Nadia Hasnaoui, Erik Solbakken und Haddy N’jie
Eröffnungsact Finale: Alexander Rybak: Fairytale
(Musik/Text: Alexander Rybak)
Pausenfüller Erstes Halbfinale: Human sounds
Zweites Halbfinale: Video über einen jungen Breakdancer, der auf die Bühne gelangt für einen Breakdance-Act
Finale: Madcon: Glow
(Musik/Text: Hitesh Ceon, Kim Ofstad, Tshawe Baqwa, Yosef Wolde-Mariam)
Teilnehmende Länder 39
Gewinner Deutschland Deutschland
Siegertitel Lena Meyer-Landrut: Satellite
Zurückkehrende Teilnehmer Georgien Georgien
Zurückgezogene Teilnahme Andorra Andorra,
Montenegro Montenegro,
Tschechien Tschechien,
Ungarn Ungarn
Abstimmungsregel Jedes Land verteilt an die zehn besten Titel der Abstimmung 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 Punkt(e). Die Abstimmung fand zu jeweils 50 Prozent per Jury- und Televoting statt.
Russland ESC 2009 Deutschland ESC 2011

Der 55. Eurovision Song Contest fand vom 25. bis zum 29. Mai 2010 in der Telenor Arena im Ballungsraum der norwegischen Hauptstadt Oslo statt.[1][2] Das Land war damit zum dritten Mal Veranstaltungsort, nachdem der norwegische Beitrag Fairytale von Alexander Rybak im Vorjahr den 54. Eurovision Song Contest in Moskau gewonnen hatte. 39 Länder nahmen teil.[3] Alle drei Sendungen wurden von Erik Solbakken, Haddy N’jie und Nadia Hasnaoui moderiert.[4] Der deutsche Beitrag Satellite, ein Lied der US-amerikanischen Songwriterin Julie Frost und des dänischen Komponisten John Gordon, wurde von der Sängerin Lena Meyer-Landrut vorgetragen und errang den Sieg beim Wettbewerb.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Share the Moment“. Vor den Auftritten der Künstler wurden kurze Videoclips gezeigt, die im jeweiligen Teilnehmerland entstanden waren. Im Finale wurden zusätzlich am Anfang der Sendung und nach jedem Lied Bilder aus Wohnzimmern des jeweiligen Landes eingeblendet. Zwischen der Präsentation der Lieder und der Bekanntgabe der Ergebnisse wurden Bilder vom sogenannten Eurovision Flash Mob Dance aus verschiedenen europäischen Städten gezeigt.

Abstimmungsregel

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Das 2009 eingeführte System, im Finale Zuschauerstimmen und die Wertungen einer Jury in eine „50/50-Liste“ zusammen zu rechnen, wurde auch 2010 beibehalten. Es wurde erstmals auch in den Halbfinalen angewandt. Im Vorjahr wurden neun von zehn Liedern fürs Finale nach den Zuschaueranrufen ausgewählt und ein Beitrag qualifizierte sich per Juryentscheid.[5] Wie im Vorjahr wurden später auch die einzelnen Ergebnisse offiziell bekanntgegeben. Die deutschen Juroren waren Hape Kerkeling, Mary Roos, Hadnet Tesfai, Johannes Oerding und Jochen Rausch.[6] Neu war auch, dass Anrufe bereits ab dem ersten Lied möglich waren. Dies wurde von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) eingeführt, da es logischer sei, für ein Lied anzurufen, wenn man es hört, anstatt bis zum Ende der Vorstellungen zu warten.[7] Im Finale wurden – wie in den Jahren seit 2006 – die Punktzahlen 1 bis 7 nur noch angezeigt, vorgelesen wurden nur die drei höchsten: acht, zehn und zwölf Punkte.[8]

Interpretin des Siegertitels, Lena Meyer-Landrut, bei den Proben für das Finale des Eurovision Song Contests
  • Länder, die 2010 am Finale teilnahmen
  • Länder, die sich nicht für das Finale qualifiziert haben
  • Länder, die in der Vergangenheit teilgenommen haben, jedoch nicht 2010
  • 1. Halbfinale: Teilnehmer
  • 1. Halbfinale: Stimmberechtigte Länder
  • 2. Halbfinale: Teilnehmer
  • 2. Halbfinale: Stimmberechtigte Länder
  • Im Vorfeld des Eurovision Song Contests 2009 hatte die Europäische Rundfunkunion erklärt, ein Full House beim Wettbewerb 2010 erreichen zu wollen,[9] doch dies misslang: Neben den gewünschten potenziellen Rückkehrern Italien, Luxemburg, Monaco und Österreich verzichteten auch die Vorjahresteilnehmer Andorra, Montenegro, Tschechien und Ungarn.[10] Die Sender Andorras, Montenegros und Ungarns haben sich primär aus finanziellen Gründen vom Wettbewerb verabschiedet, wobei nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass alle drei Länder in den letzten beiden Jahren nicht im Finale vertreten waren. Die tschechischen Zuschauer zeigten wegen der schlechten Platzierungen kein hinreichendes Interesse am Wettbewerb mehr.

    Georgien kehrte zum Wettbewerb zurück,[10] nachdem es sich im vorigen Jahr wegen Streitigkeiten um das ausgewählte Lied zurückgezogen hatte. Dem Titel We Don’t Wanna Put In der Gruppe Stefane & 3G wurde nachgesagt, politischer Natur zu sein, was beim Eurovision Song Contest verboten ist.[8]

    Im Vorfeld kam es in manchen Ländern zu Forderungen oder Spekulationen über Rückzüge, die sich nicht alle bewahrheiteten. In Mazedonien überlegte das dortige Fernsehen sich zurückzuziehen, wenn sich die Qualifikationsregeln nicht ändern würden. Die Kandidaten des Landes waren zweimal hintereinander im Halbfinale auf den zehnten Platz gekommen, qualifizierten sich aber aufgrund der Jurywertung nicht für das Finale, was als ungerecht empfunden wurde.[11] Als die Regeln geändert wurden, bestätigte Mazedonien seine Teilnahme. Nachdem Aserbaidschan beim Vorjahreswettbewerb gegen die Regeln verstoßen hatte, galt die Teilnahme des Landes bis zur Ankündigung der (vorläufigen) Straffreiheit als unsicher. Wegen der Ankündigung, dass Aserbaidschan ohne Strafe bleiben würde,[12] war die armenische Teilnahme lange Zeit unklar. Erst als die EBU Geldstrafen gegen Aserbaidschan und Spanien, das ebenfalls gegen die Regeln verstoßen hatte, verhängte, bestätigte das Land seine Teilnahme.

    Wiederkehrende Teilnehmer

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    Land Interpret Vorherige Teilnahmejahre
     Griechenland Jenia Evgenios Buli (zusammen mit Giorgos Alkeos als Mitglied der Friends) Begleitung: 2009 für Albanien
     Irland Niamh Kavanagh 1993
     Island Hera Björk Begleitung: 2008 und 2009
    Kristján Gíslason (Begleitung) 2001 (als Mitglied von Two Tricky)
     Kroatien Feminnem 2005 für Bosnien und Herzegowina
     Mazedonien Gjoko Taneski Begleitung: 2005

    Seit es zwei Halbfinale gibt, ist eine Halbfinalauslosung (englisch Semi-Final Allocation Draw) nötig geworden, um die Länder in die jeweiligen Vorrunden zuzulosen. Die Halbfinalauslosung zum Eurovision Song Contest 2010 fand am 7. Februar 2010 in Oslo statt. Im Vorfeld wurden die 34 Länder in fünf Töpfe einsortiert. Dies geschah nach verschiedenen Gesichtspunkten. Die fünf Länder, die direkt fürs Finale qualifiziert sind (Deutschland, Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich als große Geldgeber (Big Four) sowie Norwegen als Gastgeber) wurden außerdem auf die beiden Halbfinale verteilt, in dem sie jeweils stimmberechtigt waren.

    Topf 1 Topf 2 Topf 3 Topf 4 Topf 5

    Als Ergebnisse der Halbfinalauslosung wurden die Länder Bosnien und Herzegowina, Estland, Finnland, Lettland, Moldau, Russland, Serbien und die Slowakei der ersten Hälfte des ersten Halbfinales zugeordnet, während Albanien, Belarus, Belgien, Griechenland, Island, Malta, Mazedonien, Polen und Portugal der zweiten Hälfte zugeordnet wurden. Abstimmberechtigt waren zunächst Deutschland und Spanien, allerdings äußerte Frankreich am 31. März 2010 den Wunsch, im ersten Halbfinale abstimmen zu können. Dem wurde stattgegeben; im Gegenzug wird der Sender France 3 den Contest intensiv bewerben und alle Sendungen übertragen.[13]

    Im zweiten Halbfinale starten demnach Armenien, Aserbaidschan, Dänemark, Israel, Litauen, Schweden, die Schweiz und die Ukraine in der ersten Hälfte. Im hinteren Teil treten die Kandidaten aus Bulgarien, Georgien, Irland, Kroatien, den Niederlanden, Rumänien, der Türkei und Zypern auf. Abstimmberechtigt sind Gastgeber Norwegen und das Vereinigte Königreich.

    Erstes Halbfinale

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    Das erste Halbfinale fand mit 17 Teilnehmern am 25. Mai 2010 um 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die zehn bestplatzierten Länder qualifizierten sich für das Finale. Sie sind hier hellgrün unterlegt.

    Deutschland, Frankreich, Spanien und die Teilnehmerländer des ersten Halbfinals waren in diesem Halbfinale stimmberechtigt.

    Belarus und Serbien durften sich ihre Startnummern aussuchen und wählten 16 sowie 7.

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte
    1. 10  Belgien Tom Dice Me and My Guitar
    M/T: Tom Eeckhout, Jeroen Swinnen, Ashley Hicklin
    Englisch Ich und meine Gitarre 167
    2. 13  Griechenland Giorgos Alkeos & Friends
    Γιώργος Αλκαίος & Friends
    OPA (ΩΠΑ)
    M: Giorgos Alkaios; T: Giannis Antoniou, Friends
    Griechisch Und los[14] 133
    3. 17  Island Hera Björk Je ne sais quoi
    M/T: Örlygur Smári, Hera Björk
    Englisch, Französisch Ich weiß nicht, was[14] 123
    4. 14  Portugal Filipa Azevedo Há dias assim
    M/T: Augusto Madureira
    Portugiesisch Tage wie dieser[15] 89
    5. 7  Serbien Milan Stanković
    Милан Станковић
    Ovo je Balkan
    M: Goran Bregović; T: Goran Bregović, Marina Tucaković, Ljiljanna Jorgovanović
    Serbisch Das ist der Balkan[16] 79
    6. 12  Albanien Juliana Pasha It’s All About You
    M: Ardit Gjebrea, T: Ardit Gjebrea, Pirro Çako
    Englisch Es geht nur um dich 76
    7. 2 Russland Peter Nalitch & Friends (MKPN)
    Пётр Налич & Friends
    Lost and Forgotten
    M/T: Pjotr Nalitsch
    Englisch Verloren und vergessen 74
    8. 8  Bosnien und Herzegowina Vukašin Brajić Thunder and Lightning
    M/T: Dino Šaran
    Englisch Donner und Blitz 59
    9. 16  Belarus 3+2 feat. Robert Wells Butterflies
    M: Maxim Fadeev; T: Malka Chaplin
    Englisch Schmetterlinge 59
    10. 1  Moldau SunStroke Project & Olia Tira Run Away
    M: Anton Ragoza, Sergey Stepanov; T: Alina Galitcaia
    Englisch Laufe weg! 52
    11. 5  Finnland Kuunkuiskaajat Työlki ellää
    M/T: Timo Kiiskinen
    Finnisch (mit Karelischem Titel) Man lebt auch vom Arbeiten 49
    12. 11  Malta Thea Garrett My Dream
    M: Jason Cassar; T: Sunny Aquilinay
    Englisch Mein Traum 45
    13. 9  Polen Marcin Mroziński Legenda
    M: Marcin Nierubiec; T: Marcin Mroziński
    Englisch, Polnisch Legende[17] 44
    14. 3  Estland Malcolm Lincoln & Manpower 4 Siren
    M/T: Robin Juhkental
    Englisch Sirene 39
    15. 15  Mazedonien Gjoko Taneski
    Ѓоко Танески
    Jas ja imam silata (Јас ја имам силата)
    M/T: Kristijan Gabrovski
    Mazedonisch Ich bin stark genug[18] 37
    16. 4  Slowakei Kristina Horehronie
    M: Martin Kavulič; T: Kamil Peteraj
    Slowakisch Horehronie 24
    17. 6  Lettland Aisha What For?
    M: Janis Lusens; T: Guntars Račs
    Englisch Wofür? 11

    Punktetafel erstes Halbfinale

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    Abstimmungsergebnisse[19]
    Startnr. Land Platz Punkte
    AL

    BY

    BE

    BA

    EE

    MK

    FI
    Frankreich
    FR
    Deutschland
    DE

    GR

    IS

    LV

    MT

    MD

    PL
    Portugal
    PT
    Russland
    RU

    RS

    SK
    Spanien
    ES
    Votings
    1 Moldau10.521027347851510
    2 Russland7.741252123131011281413
    3 Estland14.39111121212549
    4 Slowakei16.241525566
    5 Finnland11.4977103662132211
    6 Lettland17.11652
    7 Serbien5.7933121101247333246615
    8 Bosnien und Herzegowina8.5974865316212511
    9 Polen13.446367742639
    10 Belgien1.1674848410101210128126121210710819
    11 Malta12.452263612241312113
    12 Albanien6.7687124251210642412
    13 Griechenland2.1331051082384888771071081018
    14 Portugal4.8954352681077452541216
    15 Mazedonien15.371210141817
    16 Belarus9.5945165583712311
    17 Island3.123861271756821010106837718
    • Die wenigsten Gesamt-Votings:  Lettland – 2
    • Die wenigsten Gesamt-Punkte:  Lettland – 11
    • Die meisten Gesamt-Votings:  Belgien – 19
    • Die meisten Gesamt-Punkte:  Belgien – 167

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Erstes Halbfinale)

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    AnzahlLanderhalten von
    5  BelgienDeutschland, Island, Malta, Polen, Portugal
    3 RusslandBelarus, Estland, Moldau
    2  AlbanienGriechenland, Mazedonien
     EstlandFinnland, Lettland
     SerbienBosnien und Herzegowina, Frankreich
    1  BelarusRussland
     Bosnien und HerzegowinaSerbien
     IslandBelgien
     MazedonienAlbanien
     MaltaSlowakei
     PortugalSpanien

    Zweites Halbfinale

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    Das zweite Halbfinale fand mit 17 Teilnehmern am 27. Mai 2010 um 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die zehn bestplatzierten Länder qualifizierten sich für das Finale. Sie sind hier hellgrün unterlegt.

    Norwegen, das Vereinigte Königreich und die Teilnehmerländer des zweiten Halbfinals waren in diesem Halbfinale stimmberechtigt.

    Die Schweiz sowie Bulgarien durften sich ihre Startnummern aussuchen und wählten 5 sowie 13

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte
    1. 17  Türkei maNga We Could Be the Same
    M: maNga; T: Evren Özdemir, maNga, Fiona Movery Akinci
    Englisch Wir könnten gleich sein 118
    2. 7  Aserbaidschan Safura
    Səfurə
    Drip Drop
    M: Stefan Örn, Anders Bagge; T: Sandra Bjurman
    Englisch Tropf, tropf 113
    3. 16  Georgien Sofia Nizharadze
    სოფო ნიჟარაძე
    Shine
    M/T: Hanne Sørvaag, Harry Sommerdahl, Christian Leuzzi
    Englisch Glänze! 106
    4. 10  Rumänien Paula Seling & Ovi Playing with Fire
    M/T: Ovidiu Cernăuțeanu
    Englisch Mit dem Feuer spielen 104
    5. 4  Dänemark Chanée & N’Evergreen In a Moment like This
    M/T: Thomas G:son, Henrik Sethsson, Erik Bernholm
    Englisch In einem Augenblick wie diesem 101
    6. 2  Armenien Eva Rivas
    Եվա Ռիվաս
    Apricot Stone
    M: Armen Martirosyan; T: Karen Kavaleryan
    Englisch Aprikosenkern 83
    7. 8 Ukraine Alyosha
    Aльоша
    Sweet People
    M: Olena Kucher, Borys Kukoba, Vadim Lisitsa; T: Olena Kucher
    Englisch Süße Leute 77
    8. 3  Israel Harel Skaat
    הראל סקעת
    Milim
    (מילים)
    M: Tomer Adaddi; T: Noam Horev
    Hebräisch Worte[20] 71
    9. 12  Irland Niamh Kavanagh It’s for You
    M/T: Niall Mooney, Mårten Eriksson, Jonas Gladnikoff, Lina Eriksson
    Englisch Es ist für dich 67
    10. 14  Zypern Jon Lilygreen & The Islanders Life Looks Better in Spring
    M: Nasos Lambrianides, Melis Konstantinou; T: Nasos Lambrianides
    Englisch Das Leben sieht im Frühling besser aus 67
    11. 6  Schweden Anna Bergendahl This Is My Life
    M: Bobby Ljunggren; T: Kristian Lagerström
    Englisch Dies ist mein Leben 62
    12. 1  Litauen InCulto East European Funk
    M/T: InCulto
    Englisch Osteuropäischer Funk 44
    13. 15  Kroatien Feminnem Lako je sve
    M: Branimir Mihaljević; T: Pamela Ramljak, Neda Parmać
    Kroatisch Alles ist einfach[21] 33
    14. 9  Niederlande Sieneke Ik ben verliefd (Sha-la-lie)
    M/T: Pierre Kartner
    Niederländisch Ich bin verliebt (Scha-la-lie)[22] 29
    15. 13  Bulgarien Miro
    Миро
    Angel si ti (Ангел си ти)
    M/T: Miroslaw Kostadinow[23]
    Bulgarisch, Englisch Du bist ein Engel 19
    16. 11  Slowenien Roka Žlindre & Kalamari Narodnozabavni rock
    M: Leon Oblak; T: Marino Legović
    Slowenisch Nationale Unterhaltungsrockmusik[24] 6
    17. 5  Schweiz Michael von der Heide Il pleut de l’or
    M: Michael von der Heide, Pele Loriano; T: Michael von der Heide, Heike Kospach, André Grüter
    Französisch Es regnet Gold[25] 2

    Punktetafel zweites Halbfinale

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    Abstimmungsergebnisse[26]
    Startnr. Land Platz Punkte
    AM

    AZ

    BG

    HR

    CY
    Dänemark
    DK

    GE

    IE

    IL

    LT

    NO

    RO

    SI
    Schweden
    SE

    CH
    Niederlande
    NL

    TR
    Ukraine
    UA
    Vereinigtes Königreich
    UK
    Votings
    1 Litauen12.442121812542710
    2 Armenien6.83812101211053104811
    3 Israel8.71871457358126512
    4 Dänemark5.1015624334758121012546517
    5 Schweiz17.221
    6 Schweden11.62322112531211062313
    7 Aserbaidschan2.113710105121052288361121216
    8 Ukraine7.7710866637221045123216
    9 Niederlande14.294134361259
    10 Rumänien4.104454884686104743831217
    11 Slowenien16.6512
    12 Irland9.6714363764212811013
    13 Bulgarien15.1957164
    14 Zypern10.67635127104664411
    15 Kroatien13.33713211277
    16 Georgien3.10612101077761227215107116
    17 Türkei1.1181212810688173108710815
    • Die wenigsten Gesamt-Votings:  Schweiz – 1
    • Die wenigsten Gesamt-Punkte:  Schweiz – 2
    • Die meisten Gesamt-Votings:  Dänemark,  Rumänien – 17
    • Die meisten Gesamt-Punkte:  Türkei – 118

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Zweites Halbfinale)

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    AnzahlLanderhalten von
    3  AserbaidschanGeorgien, Türkei, Ukraine
    2  ArmenienIsrael, Zypern
     DänemarkRumänien, Schweden
     GeorgienArmenien, Litauen
     SchwedenDänemark, Norwegen
     TürkeiAserbaidschan, Bulgarien
    1  IrlandSchweiz
     IsraelNiederlande
     KroatienSlowenien
     LitauenIrland
     RumänienVereinigtes Königreich
     ZypernKroatien
    Gewinnerin Lena auf der Pressekonferenz nach dem Finale

    Das Finale fand am 29. Mai 2010 um 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die Länder der Big Four (Deutschland, Frankreich, Spanien, Vereinigtes Königreich) und das Gastgeberland Norwegen waren direkt für das Finale qualifiziert. Hinzu kamen je zehn Länder aus den beiden Halbfinals, sodass im Finale 25 Länder antraten. Alle 39 Teilnehmerländer waren abstimmungsberechtigt. Die Startnummer des deutschen Beitrags zum Eurovision Song Contest 2010 konnte mittels einer Wildcard frei gewählt werden.[27]

    Serbien nahm nach zwei Jahren, Belarus und Irland nach drei Jahren, Zypern nach fünf Jahren und Belgien nach sechs Jahren wieder am Finale teil. In den beschriebenen Zeiträumen schieden die genannten Länder jeweils bereits im Halbfinale aus.

    Zwischen der Präsentation der Lieder und der Bekanntgabe der Ergebnisse der Länder wurde der Titel Glow der norwegischen Band Madcon gespielt. Es wurden Bilder von Flashmobs in verschiedenen europäischen Städten gezeigt, zu denen der Veranstalter aufgerufen hatte. Zu sehen waren Livebilder aus Oslo und Hamburg sowie Aufzeichnungen aus L’Alfàs del Pi (3. Mai 2010), Reykjavík, Ljubljana (29. April 2010), Göteborg (11. Mai 2010), Vilnius (19. April 2010), London (8. Mai 2010), Düsseldorf (23. April 2010) und Dublin (6. Mai 2010).[28][29][30][31] Außerdem wurden Bilder aus Wohnzimmern von 38 der 39 Teilnehmerländer eingeblendet (außer Mazedonien), ebenfalls wurde die zum Flashmob tanzende Kronprinzessin Mette-Marit und ihre beiden Kinder Ingrid Alexandra und Marius gezeigt.

    Deutschland übernahm nach der siebten Wertung aus Kroatien die Führung von Griechenland und gab diese nicht mehr ab. Schon nach 33 von 39 Länderwertungen stand der Sieg des deutschen Beitrags fest.

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte Bild
    1. 22  Deutschland Lena Satellite
    M: Julie Frost, John Gordon; T: Julie Frost
    Englisch Satellit 246 Lena
    2. 14  Türkei maNga We Could Be the Same
    M: maNga; T: Evren Özdemir, maNga, Fiona Movery Akinci
    Englisch Wir könnten gleich sein 170 maNga
    3. 19  Rumänien Paula Seling & Ovi Playing with Fire
    M/T: Ovidiu Cernăuțeanu
    Englisch Mit dem Feuer spielen 162 Paula Seling & Ovi
    4. 25  Dänemark Chanée & N’Evergreen In a Moment like This
    M: Thomas G:son, Henrik Sethsson, Erik Bernholm; T: Thomas G:son, Henrik Sethsson
    Englisch In einem Augenblick wie diesem 149 Chanée & N’Evergreen
    5. 1  Aserbaidschan Safura
    Səfurə
    Drip Drop
    M: Stefan Örn, Anders Bagge; T: Sandra Bjurman
    Englisch Plitsch, platsch 145 Safura
    6. 7  Belgien Tom Dice Me and My Guitar
    M/T: Tom Eeckhout, Jeroen Swinnen, Ashley Hicklin
    Englisch Ich und meine Gitarre 143 Tom Dice
    7. 21  Armenien Eva Rivas
    Եվա Ռիվաս
    Apricot Stone
    M: Armen Martirosyan; T: Karen Kavaleryan
    Englisch Aprikosenkern 141 Eva Rivas
    8. 11  Griechenland Giorgos Alkeos & Friends
    Γιώργος Αλκαίος & Friends
    OPA!
    M: Giorgos Alkaios; T: Giannis Antoniou, Friends
    Griechisch Und los! 140 Giorgos Alkeos
    9. 13  Georgien Sofia Nizharadze
    სოფო ნიჟარაძე
    Shine
    M/T: Hanne Sørvaag, Harry Sommerdahl, Christian Leuzzi
    Englisch Glänze 136 Sofia Nizharadze
    10. 17 Ukraine Alyosha
    Aльоша
    Sweet People
    M: Olena Kucher, Borys Kukoba, Vadim Lisitsa; T: Olena Kucher
    Englisch Süße Leute 108 Alyosha
    11. 20 Russland Peter Nalitsch & Friends (MKPN)
    Пётр Налич & Friends
    Lost and Forgotten
    M/T: Pjotr Nalitsch
    Englisch Verloren und vergessen 90 Peter Nalitsch & Friends (MKPN)
    12. 18  Frankreich Jessy Matador Allez olla olé
    M/T: Hugues Ducamin, Jacques Ballue
    Französisch, Englisch 82 Jessy Matador
    13. 8  Serbien Milan Stanković
    Милан Станковић
    Ovo je Balkan
    M: Goran Bregović; T: Goran Bregović, Marina Tucaković, Ljiljanna Jorgovanović
    Serbisch Das ist der Balkan 72 Milan Stanković
    14. 24  Israel Harel Skaat
    הראל סקעת
    Milim
    (מילים)
    M: Tomer Adaddi; T: Noam Horev
    Hebräisch Worte 71 Harel Skaat
    15. 2  Spanien Daniel Diges Algo pequeñito
    M:/T: Jesús Cañadilla, Luis Miguel de la Varga, Alberto Jodar, Daniel Diges
    Spanisch Etwas Kleines[32] 68 Daniel Diges
    16. 15  Albanien Juliana Pasha It’s All About You
    M: Ardit Gjebrea, T: Ardit Gjebrea, Pirro Çakoy
    Englisch Es geht nur um Dich 62 Juliana Pasha
    17. 6  Bosnien und Herzegowina Vukašin Brajić Thunder and Lightning
    M/T: Dino Šaran
    Englisch Donner und Blitz 51 Vukašin Brajić
    18. 23  Portugal Filipa Azevedo Há dias assim
    M/T: Augusto Madureira
    Portugiesisch Tage wie dieser 43 Filipa Azevedo
    19. 16  Island Hera Björk Je ne sais quoi
    M/T: Örlygur Smári, Hera Björk
    Englisch, Französisch Ich weiß nicht was 41 Hera Björk
    20. 3  Norwegen Didrik Solli-Tangen My Heart Is Yours
    M/T: Hanne Sørvaag, Fredrik Kempe
    Englisch Mein Herz ist deins 35 Didrik Solli-Tangen
    21. 5  Zypern Jon Lilygreen & The Islanders Life Looks Better in Spring
    M: Nasos Lambrianides, Melis Konstantinou; T: Nasos Lambrianides
    Englisch Leben im Frühling ist leichter / Das Leben sieht im Frühling besser aus 27 Jon Lilygreen & The Islanders
    22. 4  Moldau SunStroke Project & Olia Tira Run Away
    M: Anton Ragoza, Sergey Stepanov; T: Alina Galitcaia
    Englisch Renn' weg! 27 SunStroke Project & Olia Tira
    23. 10  Irland Niamh Kavanagh It’s for You
    M/T: Niall Mooney, Mårten Eriksson, Jonas Gladnikoff, Lina Eriksson
    Englisch Es ist für dich 25 Niamh Kavanagh
    24. 9  Belarus 3+2 feat. Robert Wells Butterflies
    M: Maxim Fadeev; T: Malka Chaplin
    Englisch Schmetterlinge 18 3+2 feat. Robert Wells
    25. 12  Vereinigtes Königreich Josh That Sounds Good to Me
    M/T: Pete Waterman, Mike Stock, Steve Crosby
    Englisch Das klingt für mich gut 10 Josh

    Punktetafel Finale

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    Alle 39 Länder, die am ESC teilnahmen, waren stimmberechtigt.

    Land Abstimmungsergebnisse
    Punkte
    AZ
    Spanien
    ES

    NO

    MD

    CY

    BA

    BE

    RS

    BY

    IE

    GR
    Vereinigtes Königreich
    UK

    GE

    TR

    AL

    IS
    Ukraine
    UA
    Frankreich
    FR

    RO
    Russland
    RU

    AM
    Deutschland
    DE
    Portugal
    PT

    IL
    Dänemark
    DK

    EE

    SK

    FI

    LV

    PL

    MT

    MK

    LT

    CH
    Schweden
    SE
    Niederlande
    NL

    SI

    BG

    HR
    Votings
     Aserbaidschan 145 77710756318124128722812321222
     Spanien 68 412742471214585215
     Norwegen 35 2623573349
     Moldau 27 6411064
     Zypern 27 121213447
     Bosnien und Herzegowina 51 1286564107
     Belgien 143 3510610174512510310641010772622
     Serbien 72 1123105710718811
     Belarus 18 312214
     Irland 25 72621617
     Griechenland 140 5212612101231284738857173521
     Vereinigtes Königreich 10 24314
     Georgien 136 811554475552710125845121616725
     Türkei 170 123210633110588128106631043582101226
     Albanien 62 5310177112128512
     Island 41 6823434569
    Ukraine 108 1086710571257827367718
     Frankreich 82 2433468266373718213320
     Rumänien 162 710101282617482552311088136524105729
    Russland 90 31012410102101068512
     Armenien 141 8677157106666127124154112822
     Deutschland 246 1121248108824101035336112121212127481012124103633
     Portugal 43 621846461510
     Israel 71 5512183443181010615
     Dänemark 149 448212621212154457210128238212225
    Die Tabelle ist horizontal und vertikal nach dem Auftritt im Finale geordnet sowie horizontal nach dem Auftritt in den Halbfinalen.

    In der Tabelle sind die niedrigsten (Hintergrund rot) und höchsten (Hintergrund grün) Gesamtwerte gekennzeichnet.

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Finale)

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    Karte der Punktevergabe für den Siegertitel aus Deutschland nach Ländern
    AnzahlLanderhalten von
    9  DeutschlandDänemark, Estland, Finnland, Lettland, Norwegen, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien
    5  DänemarkIrland, Island, Polen, Rumänien, Slowenien
    4  AserbaidschanBulgarien, Malta, Türkei, Ukraine
     GriechenlandAlbanien, Belgien, Zypern, Vereinigtes Königreich
    3  ArmenienIsrael, Niederlande, Russland
     TürkeiAserbaidschan, Frankreich, Kroatien
    2  GeorgienArmenien, Litauen
    1  BelarusGeorgien
     AlbanienMazedonien
     BelgienDeutschland
     Bosnien und HerzegowinaSerbien
     RumänienMoldau
    RusslandBelarus
     SerbienBosnien und Herzegowina
     SpanienPortugal
     ZypernGriechenland

    Split-Ergebnisse von Jury- und Televoting (Finale)

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    Am 28. Juni 2010 veröffentlichte die EBU auf ihrer Internetpräsenz eine Tabelle, in der sie das tatsächliche Ergebnis des „combined votings“ den fiktiven Punkten gegenüberstellte, die es bei reiner Jury- oder Zuschauerabstimmung gegeben hätte. Daraus geht hervor, dass sich zwar der erste und der letzte Platz Deutschlands bzw. des Vereinigten Königreiches in beiden Varianten bestätigt hätten, es ansonsten aber zu großen Unterschieden kam. Beispielsweise wurde der am Ende auf Platz sechs gelandete belgische Beitrag in der Summe aller Jurys auf Rang zwei gewertet, von allen Zuschauern jedoch nur auf Rang 14. Auch bei Frankreich, Serbien und Israel kam es, wie die EBU schreibt, zu „signifikant abweichenden Punktehöhen von Jurys und Televotern“:[33]

    Finale
    PlatzKombiniertes VotingPunkteTelevotingPunkteJuryvotingPunkte
    1 Deutschland246 Deutschland243 Deutschland187
    2 Türkei170 Türkei177 Belgien185
    3 Rumänien162 Dänemark174 Rumänien167
    4 Dänemark149 Armenien166 Georgien160
    5 Aserbaidschan145 Aserbaidschan161 Israel134
    6 Belgien143 Rumänien155 Ukraine129
    7 Armenien141 Griechenland152 Dänemark121
    8 Griechenland140 Frankreich151 Türkei119
    9 Georgien136 Georgien127 Aserbaidschan116
    10 Ukraine108 Serbien110 Armenien116
    11 Russland90 Russland107 Griechenland110
    12 Frankreich82 Spanien106 Albanien97
    13 Serbien72 Ukraine94 Portugal69
    14 Israel71 Belgien76 Bosnien und Herzegowina65
    15 Spanien68 Island40 Russland63
    16 Albanien62 Bosnien und Herzegowina35 Irland62
    17 Bosnien und Herzegowina51 Albanien35 Norwegen61
    18 Portugal43 Moldau28 Zypern57
    19 Island41 Israel27 Island57
    20 Norwegen35 Portugal24 Spanien43
    21 Zypern27 Norwegen18 Serbien37
    22 Moldau27 Belarus18 Frankreich34
    23 Irland25 Zypern16 Moldau33
    24 Belarus18 Irland15 Belarus22
    25 Vereinigtes Königreich10 Vereinigtes Königreich7 Vereinigtes Königreich18

    An gleicher Stelle veröffentlichte die EBU auch die Ergebnisse des „split votings“ für beide Halbfinals.[33]

    Die Punktesprecher geben die Ergebnisse der Juryabstimmung ihrer Länder bekannt. Folgende Reihenfolge wurde durch die EBU festgelegt.

    Nr.LandPunktesprecherAnmerkungen
    1 RumänienMalvina Cservenschi
    2 IrlandDerek MooneyPunktesprecher 2000 & 2009
    3 DeutschlandHape Kerkeling
    4 SerbienMaja NikolićPunktesprecherin 2007
    5 AlbanienLeon MenkshiPunktesprecher 2006 bis 2009
    6 TürkeiMeltem Ersan YazganPunktesprecherin seit 2001
    7 KroatienMila HorvatPunktesprecherin 2006 & 2009
    8 PolenAleksandra Rosiak
    9 Bosnien und HerzegowinaIvana Vidmar
    10 FinnlandJohanna Pirttilahti
    11 SlowenienAndrea F
    12 EstlandRolf Roosalu
    13 RusslandOxana Gennadjewna FjodorowaPunktesprecherin 2008
    14 PortugalAna Galvão
    15 AserbaidschanTamilla Shirinova
    16 GriechenlandAlexis KostalasPunktesprecher 1998 und seit 2001
    17 IslandJóhanna Guðrún JónsdóttirTeilnehmerin 2009
    18 DänemarkBryan Rice
    19 FrankreichAudrey Chauveau
    20 SpanienAinhoa ArbizuPunktesprecherin 2005, 2007 und 2008
    21 SlowakeiĽubomír BajaníkPunktesprecher 2009
    22 BulgarienDesislava Dobreva
    23 UkraineIryna Zhuravska
    24 LettlandKārlis BūmeistersTeilnehmer 2005 (als Teil von Valters & Kaža)
    25 MaltaChiara SiracusaTeilnehmerin 1998, 2005 und 2009
    26 NorwegenAnne Rimmen
    27 ZypernChristina MetaxaTeilnehmerin 2009
    28 LitauenGiedrius Masalskis
    29 BelarusAljaksej Hryschyn
    30 SchweizChrista Rigozzi
    31 BelgienKatja Retsin
    32 Vereinigtes KönigreichScott Mills
    33 NiederlandeYolanthe Sneijder-CabauPunktesprecherin 2009
    34 IsraelOfer NachshonPunktesprecher 2009
    35 MazedonienMaja Daniels
    36 MoldauTanya Cerga
    37 GeorgienMariam Vashadze
    38 SchwedenEric SaadeTeilnehmer Melodifestivalen 2010
    39 ArmenienNazeni Hovhannisyan

    Marcel-Bezençon-Preis

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    Zum bisher einzigen Mal gewann der Beitrag eines Landes alle drei Kategorien des Marcel-Bezençon-Preises. Der Künstler-Preis wurde das erste Mal von den Fernseh-Kommentatoren gewählt. Preisträger waren:[34]

    • Presse-Preis für den besten Song:  IsraelMilim (מילים) – Harel Skaat
    • Künstler-Preis für den besten Künstler:  IsraelHarel SkaatMilim (מילים)
    • Komponisten-Preis für die beste Komposition/Text:  IsraelTomer Hadadi (M) und Noam Horev (T)Milim (מילים) – Harel Skaat
    Quotenverlauf des Eurovision Song Contest 2010

    Erstmals wurde der Eurovision Song Contest in Deutschland über Das Erste HD in hochauflösendem Fernsehen übertragen. Auch in anderen europäischen Ländern war dies über deren HD-Programme möglich.

    Das erste Halbfinale wurde am 25. Mai um 23:00 Uhr auf Einsfestival, das zweite in der Nacht zum 28. Mai um 00:55 Uhr im NDR Fernsehen wiederholt. Ebenfalls auf Einsfestival fand in der Nacht zum 30. Mai eine Wiederholung des Finales um 01:05 Uhr statt. Den Kommentar der deutschen Übertragungen sprach wieder Peter Urban, der bereits von 1997 bis 2008 kommentierte, im Jahr 2009 allerdings aufgrund einer Operation durch Tim Frühling ersetzt werden musste.[35]

    Übertragungen im deutschen Rundfunk
    Datum Sendung Uhrzeit Fernsehsender Moderation/Kommentar Zuschauer[36][37][38] Marktanteil
    Gesamt 14 bis 49 Jahre Gesamt 14 bis 49 Jahre
    25. Mai 2010 1. Halbfinale 21:00 Uhr Kommentator: Peter Urban 0,64 Mio. 2,4 %
    27. Mai 2010 2. Halbfinale 21:00 Uhr
    29. Mai 2010 ESC 2010 – Der Countdown 20:15 Uhr Moderatoren: Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel 5,32 Mio. 2,81 Mio. 19,9 % 27,4 %
    Finale 21:00 Uhr Kommentator: Peter Urban 14,7 Mio. 8,38 Mio. 49,1 % 61,6 %
    Grand Prix Party 00:15 Uhr Moderatoren: Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel 6,63 Mio. 4,31 Mio. 45,8 % 52,4 %

    Der Eurovision Song Contest wurde auch im Hörfunk gesendet.

    Übertragungen im deutschen Hörfunk[39]
    DatumSendungUhrzeitRadio-ProgrammModeration/Kommentar
    29. Mai 2010 Warm-Up zum ESC20:03 Uhr

    Moderatoren und Kommentatoren: Thomas Mohr und Tim Frühling
    Finale21:03 Uhr
    Public Viewing während des Song Contest vor dem Neuen Rathaus in Hannover, der Heimatstadt von Lena

    In der Schweiz wurde das zweite Halbfinale sowie das Finale auf SF zwei übertragen. Im Vorfeld lief jeweils eine Sonderausgabe von Die größten Schweizer Hits zu den Schweizer Beiträgen beim ESC. Eine Übertragung des ersten Halbfinales erfolgte nicht, ebenso wenig eine Übertragung in High Definition auf HD suisse. Das nicht teilnehmende Österreich übertrug den Eurovision Song Contest 2010 nicht,[40] ebenso wie Italien, wobei der Empfang im österreichischen Staatsgebiet und in der Region Trentino-Südtirol über Das Erste möglich war.[41] In Ungarn übertrug der Sender Duna Televízió anstatt des EBU-Mitglieds MTV alle drei Sendungen live.[42] Im Kosovo wurde der Wettbewerb, ebenso wie in Australien, Kasachstan und Neuseeland übertragen, obwohl diesen Ländern eine Teilnahme am Contest nicht möglich ist.[43] Über die offizielle Website eurovision.tv war der gesamte Eurovision Song Contest als Live-Stream im Internet zu sehen.[44]

    Lena bei der Ankunft in Hannover

    Anders als in den Jahren zuvor wurde der Green Room, in dem sich die Delegationen der teilnehmenden Länder nach ihrem Auftritt befanden, nicht in einen separaten Raum gelegt, sondern in die Haupthalle, in der das eigentliche Event stattfand. Damit wollte man die Künstler näher an die Fans bringen und möglich machen, dass man die Auftritte der anderen Länder nicht nur über einen Bildschirm, sondern vor den eigenen Augen erleben konnte. Dies setzte sich durch und wurde bei jedem Contest ab diesem angewandt, mit Ausnahme von 2013 und 2019, als sich der Greenroom in einer separaten Halle mit eigenen Publikumsrängen befand.

    Die Auswahl des ukrainischen Beitrags wurde mehrmals geändert: Zunächst wurde der Sänger Wassyl Lasarowytsch vom Fernsehsender NTU ausgewählt, das Land zu vertreten. Am 6. März 2010 stellte er sechs Lieder vor, von denen der Titel I love you  ausgesucht wurde.[45] Nach einem Führungswechsel bei NTU wurde Lasarowytsch jedoch am 17. März mit der Begründung, eine senderinterne Wahl des Interpreten sei zu undemokratisch, disqualifiziert. Am 20. März wurde eine neue Vorentscheidung mit zwanzig Beiträgen veranstaltet,[46] welche die Sängerin Alyosha mit dem Lied To Be Free gewann. Es stellte sich heraus, dass das Lied bereits 2008 veröffentlicht wurde und zudem ein Plagiat war, so dass ein neuer Titel gefunden werden musste.[47] Schließlich wurde das Lied Sweet People derselben Sängerin ausgesucht, allerdings nicht innerhalb der Einsendefrist, so dass der Ukraine eine Geldstrafe auferlegt wurde.[48]

    Während des Finales am 29. Mai 2010 schlich sich der spanische Flitzer Jimmy Jump in die Tanzchoreographie des Spaniers Daniel Diges ein.[49] Dabei ahmte er Tanzbewegungen der Künstler nach, so dass zunächst unklar war, ob er zum Auftritt gehört oder nicht. Erst durch das Eingreifen des Sicherheitspersonals wurde seine Störungsaktion beendet. Diges, der mit der Startnummer zwei ins Rennen gegangen war, durfte nach dem 25. Teilnehmer (Dänemark) nochmals auftreten.

    Die Produktionskosten für die staatliche Rundfunkgesellschaft in Norwegen NRK beliefen sich auf etwa 25 Millionen Euro. Zur Finanzierung wurden mehrere Fernsehserien vorübergehend eingestellt sowie die Übertragungsrechte der Fußball-WM wieder verkauft.[50]

    Der australische Fernsehsender SBS strahlte die beiden Halbfinale und das Finale des 55. Eurovision Song Contest jeweils mit einem Tag Verzögerung am Abend aus. Wie jedes Jahr fand unter den australischen Zuschauern ein Televoting statt. Der türkische Beitrag (44,163 Punkte) wurde knapp vor Griechenland (43,480) auf Platz eins gewählt. Der deutsche Siegertitel belegte mit Abstand (16,138 Punkte) den dritten Platz unter den 25 Finalteilnehmern. Die Beiträge aus Serbien (Platz vier), Island (8.), Bosnien und Herzegowina (10.) sowie Irland (14.) konnten sich weitaus besser platzieren, wohingegen Aserbaidschan (18.) und Dänemark (19.) im hinteren Drittel des Teilnehmerfelds landeten.[51]

    Commons: Eurovision Song Contest 2010 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

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    1. Stella Floras: "An enormous production". Eurovision Song Contest 2010 dates confirmed. In: ESCToday. 27. Mai 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Mai 2009; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    2. Gil Laufer: Now known as Fornbu Arena. Telenor Arena to host Eurovision 2010. In: ESCToday. 3. Juli 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. März 2012; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    3. Sietse Bakker: 39 countries to be represented in Oslo! In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 31. Dezember 2009, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    4. Sietse Bakker: Nadia, Haddy and Erik to Host 2010 Eurovision Song Contest. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 10. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    5. Juries Also Get 50 % Stake in Semi-Final Result. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 11. Oktober 2009, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    6. Die deutsche Jury beim ESC. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    7. Sietse Bakker: Oslo 2010: Televoting During Entire Shows. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 26. Oktober 2009, abgerufen am 27. Dezember 2010: „It is more logic to pick up the telephone and cast your vote while hearing and seeing a song, rather than at the end the performances. Experiences from several national selections also show that this extended voting window is beind used with success.“
    8. 1 2 Punkte, Plätze, Politik. In: Eurovision.de. Norddeutscher Rundfunk, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2011; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    9. Stella Floras: Italy, Monaco and Austria in sights! EBU Working for Eurovision Full House in 2010. In: ESCToday. 23. Januar 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2009; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    10. 1 2 Victor Hondal: Lithuania returns. 39 Countries to Participate in Eurovision 2010. In: ESCToday. 31. Dezember 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. Januar 2010; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    11. Barry Viniker: Unhappy with non-qualification. FYR Macedonia Threatens Eurovision Withdrawal. In: ESCToday. 20. Mai 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. Mai 2009; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    12. EBU: Geldstrafen für Spanien und Aserbaidschan. In: eurofire.blog.de. 8. Dezember 2009, archiviert vom Original am 1. Juli 2010; abgerufen am 16. April 2025.
    13. Sietse Bakker: France Requests to Vote in First Semi-Final. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 31. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    14. 1 2 Vgl. Wer hat welche Chancen?. In: Hamburger Abendblatt, 29. Mai 2010, Nr. 122, S. 6.
    15. Marco Lambrecht: Portugal: Filipa Azevedo. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    16. Kommentar von Peter Urban im Finale des Eurovision Song Contest (Memento vom 2. Juni 2010 im Internet Archive) (ARD, 29. Mai 2010, 0:37:12 min, Videos in der Mediathek nur wenige Tage online erreichbar)
    17. Marco Lambrecht: http://eurovision.ndr.de/teilnehmer/marcinmrozinski100.html. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    18. Marco Lambrecht: Mazedonien: Gjoko Taneski. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    19. Eurovision Song Contest 2010 Semi-Final (1) - Scoreboard. In: eurovision.tv. 16. Mai 2013, abgerufen am 23. März 2020.
    20. Vergleiche Michael Brumlik: Ein vergnügliches Lehrstück in antideutscher Kritik: Lena – antideutsch gesehen. taz.de, 31. Mai 2010; abgerufen am 31. Mai 2010.
    21. Kroatien: Feminnem. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    22. Marco Lambrecht: Niederlande: Sieneke. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2011; abgerufen am 11. Mai 2015.
    23. Vgl. Lied bei lastfm.de; abgerufen am 31. Mai 2010
    24. Marco Lambrecht: Slowenien: Ensemble Roka Žlindra & Kalamari. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. September 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    25. Marco Lambrecht: Schweiz: Michael von der Heide. NDR, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    26. Eurovision Song Contest 2010 Semi-Final (2) - Scoreboard. In: eurovision.tv. 16. Mai 2013, abgerufen am 23. März 2020.
    27. Lena Meyer-Landrut startet beim Eurovision Song Contest 2010 auf Platz 22
    28. Flashmob für den ESC 2010. NDR, 26. März 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. September 2010; abgerufen am 11. Mai 2015. (NDR)
    29. Facebook-Gruppe „Eurovision Song Contest 2010 Flash Mob Dance“
    30. Eurovision 2010 Flash Mob Dance (HD) (YouTube-Video)
    31. Eurovision Flash Mob Dance (1-4) ESC 2010 Oslo / USFO (YouTube-Video)
    32. Spanien: Daniel Diges. NDR, 10. März 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. März 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    33. 1 2 Sietse Bakker: EBU reveals split voting outcome, surprising results. (deutsch: EBU zeigt getrennte Abstimmungen, überraschende Ergebnisse). eurovision.tv, 28. Juni 2010, abgerufen am 27. Juni 2015.
    34. Israeli grand slam in the Marcel Bezençon Awards. eurovision.tv, abgerufen am 31. Mai 2012.
    35. Das Erste: Eurovision Song Contest – Hintergründe. In: eurovision.ndr.de. Archiviert vom Original am 21. Dezember 2010; abgerufen am 16. April 2025.
    36. Sensation: Lenas Triumph holt beinah unfassbare Quote. DWDL.de
    37. Wow! Lena-Sieg pulverisiert die Konkurrenz. Quotenmeter.de
    38. Grand Prix-Warm up: ARD-Show mau, Raab stark. DWDL.de
    39. ESC-Finale live im Radio. NDR, 4. Mai 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2010; abgerufen am 11. Mai 2015.
    40. Österreich: Kein Song Contest 2010 im ORF! In: eurofire.blog.de. 18. März 2010, archiviert vom Original am 31. August 2010; abgerufen am 16. April 2025.
    41. Häppchen vom Eurovision Song Contest. In: eurofire.blog.de. Archiviert vom Original am 29. April 2010; abgerufen am 16. April 2025.
    42. Stella Floras: Back in 2011? Hungary: Duna TV to Broadcast All Three Eurovision Shows. In: ESCToday. 24. April 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2010; abgerufen am 27. Dezember 2010.
    43. Sietse Bakker: Delegates „Impressed“ After NRK Presentations. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 22. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    44. Second Semi-Final of the 2010 Eurovision Song Contest. In: eurovision.tv. Archiviert vom Original am 20. April 2010; abgerufen am 16. April 2025 (englisch).
    45. Olena Omeljantschuk: Ukraine: Vasyl Lazarovych Loves You! In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 6. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    46. Olena Omeljantschuk: Update: The List of Participants in the Ukrainian Final Released. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 17. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    47. Olena Omeljantschuk: Update:The Ukrainian Entry for Oslo Is Still Discussed. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 21. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    48. Sietse Bakker: Ukrainian Entry Not Delivered in Time, EBU Imposes Fine. In: Eurovision.tv. Europäische Rundfunkunion, 22. März 2010, abgerufen am 27. Dezember 2010.
    49. Der Spiegel: Eurovisions-Finale: Showdown der Show-Sternchen, abgerufen am 29. Mai 2009.
    50. Espen A. Eik: Eurovision Song Contest: Warum die Norweger nicht gewinnen wollen. Der Tagesspiegel, 27. Mai 2010, abgerufen am 30. Mai 2010.
    51. Vgl. Glen Webb: Australian Televoters Choose their Winner. eurovision.tv, 31. Mai 2010; abgerufen am 2. Juni 2010.