Eurythmics

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Eurythmics
Eurythmics, Rock am Ring 1987
Eurythmics, Rock am Ring 1987
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Synthie Pop, New Wave, Dance
Gründung 1981
Auflösung 1989, 2005
Neugründung 1999
Gründungsmitglieder
Gitarre, Keyboards, Programmierung
David A. Stewart
Annie Lennox

Die Eurythmics waren ein britisches Pop-Duo, das weltweit 80 Millionen Tonträger verkaufte.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band bestand aus den beiden Mitgliedern Annie Lennox und David A. Stewart, die anfangs auch privat liiert waren. Nachdem sie zuvor schon in den Bands The Catch und The Tourists zusammen gespielt hatten, gründeten sie 1981 die Eurythmics. Der Name ist eine Anspielung auf die Rhythmische Erziehung nach Émile Jaques-Dalcroze, die Annie Lennox in ihrer Kindheit genossen hat.[1][2] Das Debütalbum In the Garden, das Stücke mit Mitgliedern von Can, DAF (Deutsch-Amerikanische Freundschaft) und Blondie enthielt, verkaufte sich aber nur mäßig. Das zweite Album Sweet Dreams (Are Made of This) (1983) wurde ein kommerzieller Erfolg. Die darin enthaltene gleichnamige Single entwickelte sich zu einem internationalen Erfolg, ebenso Love Is a Stranger.

1983 wurde Touch veröffentlicht, die Singles Right by Your Side, Here Comes the Rain Again und Who’s That Girl? setzten den Anfangserfolg fort. 1984 lieferten die Eurythmics den Soundtrack zu Michael Radfords Filmadaption von George Orwells 1984. Das als Single ausgekoppelte Sexcrime (Nineteen Eighty-Four) stieg in den deutschen Single-Charts bis auf Platz drei.

Das fünfte Album, Be Yourself Tonight (1985), enthält Duette mit Aretha Franklin (Sisters Are Doin’ It for Themselves), Elvis Costello (Adrian) und Stevie Wonder, der Harmonika im Lied There Must Be an Angel (Playing with My Heart) spielte, dabei wurde der Song ein internationaler Erfolg.

Revenge (1986) enthielt mit Thorn in My Side (Platz fünf in den britischen Charts) den für lange Zeit letzten Single-Top-Ten-Hit des Duos. 1987 erschien das Album Savage, das fast ausschließlich mit Synthesizern eingespielt wurde.

Im Anschluss betätigte sich Stewart als Produzent u. a. für Tom Petty, Jon Bon Jovi und Bob Dylan, während Lennox eine Schauspielkarriere verfolgte. 1989 erschien We Too Are One, das in Großbritannien Platz eins der Charts belegte, sonst aber weniger erfolgreich war. Das Duo erklärte daraufhin die Zusammenarbeit für „vorerst beendet“. 1992 veröffentlichte Lennox mit Diva ihr erstes Soloalbum. Stewart schrieb einige Soundtracks (u. a. Lily Was Here mit Candy Dulfer am Saxophon) und gründete die Spiritual Cowboys, mit denen er zwei Alben veröffentlichte. (vgl. Solokarrieren von Lennox und Stewart)

Nach zehnjähriger Pause fanden die beiden 1999 für das Album Peace wieder zusammen. Die Gewinne der anschließenden Tour (Peacetour) spendeten sie Greenpeace und Amnesty International. Das Album und die Single I Saved the World Today verkauften sich gut. Lennox und Stewart gingen ab 2000 künstlerisch wieder getrennte Wege. Im November 2005 veröffentlichten sie dann mit Ultimate Collection eine zweite Zusammenstellung ihrer Hits. Diese enthält neben Bekanntem zwei neue Titel, darunter die Singleauskopplung I've Got a Life, die mehrere Wochen Platz eins der US-Billboard Dance Charts wurde und es aufgrund dessen auch in viele europäische Clubcharts schaffte. Gleichzeitig erschien der gesamte Katalog der Band in verbesserter Tonqualität und mit zusätzlichen, zum Teil unveröffentlichten Stücken. Annie Lennox sagte 2009, dass es keine Wiedervereinigung der Eurythmics geben werde.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Eurythmics/Diskografie

Alben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, S. 218–220. St. Martin’s Press, New York City, New York: 1989, ISBN 0-312-02573-4.
  •  Bryony Sutherland, Lucy Ellis: Annie Lennox: The Biography. Omnibus Press, 2002, ISBN 978-0-7119-9192-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eurythmics – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Guardian: Corrections and clarifications. guardian.co.uk, 31. Mai 2012, abgerufen am 27. Juli 2012 (englisch).
  2. Bryony Sutherland, Lucy Ellis: Annie Lennox: The Biography. S. 112.
  3. David Balls: Lennox rules out Eurythmics reunion. Digital Spy, 6. März 2009, abgerufen am 22. Februar 2012 (englisch).